Die 8 besten Romane aus dem Jahr 2020 | BUCHSZENE

Wir stellen in dieser Liste die bisher 8 besten Romane 2020 vor

Die 8 besten Romane aus dem Jahr 2020

2. Mai 2020 | Redaktion

Unsere Experten empfehlen regelmäßig, welche Romane wirklich lesenswert sind. Hier stellen wir unsere Top-8 Bestenliste der Romane 2020 vor:

Leif Randt „Allegro Pastell“

Lisa Taddeo „Three Women – Drei Frauen“

Claire Lombardo „Der größte Spaß, den wir je hatten“

Matthias Brandt „Blackbird“

Anna Todd „Spring Girls”

Susanne Bohne „Das schräge Haus”

Elena Ferrante „Tage des Verlassenwerdens“

Joël Dicker „Die Geschichte der Baltimores“

Titelbild Allegro Pastel

Mit seinem Roman „Allegro Pastell“ präsentiert sich Leif Randt als präziser Beobachter

Wenn die Berliner Schriftstellerin Tanja und der Webdesigner Jerome einander lieben, ist jedes Detail wichtig. Virtuos erzählt Leif Randt in „Allegro Pastell“ von einer Generation, die sich selbst zerlegt.

Wer wissen will, wie die urbane Generation 30plus lebt, fühlt, denkt und liebt, muss Leif Randts Roman „Allegro Pastell“ lesen. Seine beiden Hauptfiguren Jerome Daimler und Tanja Arnheim führen eine Fernbeziehung. Der vierunddreißigjährige Jerome ist Webdesigner und lebt nahe Frankfurt in dem Bungalow, den er von seinen Eltern geerbt habt. Tanja ist neunundzwanzig und seit ihrem Roman „PanoptikumNeu“ eine gefeierte Schriftstellerin. Sie wohnt in Berlin.

Rezension zu „Allegro Pastell“

Leif Randt Allegro Pastell ISBN 978-3-4-6205358-6, 280 Seiten | € 22,00, Kiepenheuer & Witsch. Jetzt bestellen

Bestseller Lisa Taddeo

Lisa Taddeo erzählt in „Three Women – Drei Frauen“ von weiblichem Sex

Wie haben Frauen Sex und was fühlen sie dabei? Diesen Fragen spürt Lisa Taddeo mit ihrem Roman „Three Women – Drei Frauen“ nach. Ein aufsehenerregender Beitrag zur Diskussion über weibliche Sexualität.

„Als meine Mutter jung war, folgte ihr jeden Morgen ein Mann zur Arbeit, der nur wenige Meter hinter ihr her masturbierte.“ Allein der erste Satz von Lisa Taddeos Roman „Three Women – Drei Frauen“ (Piper Verlag), löst eine unmittelbare emotionale Reaktion aus. Lisa Taddeo, die acht Jahre lang für ihr Werk recherchierte und dafür mehrmals umzog, porträtiert das Leben dreier realer Frauen – Maggie, Lina und Sloane. Wir dürfen bis ins Knochenmark eindringen in deren sexuelle Erfahrungen um Begehren, Verständnis und Bewunderung. In anfänglich etwas gewöhnungsbedürftiger prägnanter journalistischer Art und Weise zieht einen der Roman schnell in einen Sog aus Spannung, dem man sich nur schwer entziehen kann. „Three Women – Drei Frauen“ wirft Fragen auf, eröffnet Möglichkeiten zur Diskussion und ist allein deshalb wertvoll. Wie würde sich z.B. das Bild verändern, wenn bei diesem einen ersten Satz die Rollen des Männlichen und des Weiblichen vertauscht wären?

Rezension zu „Three Women – Drei Frauen“

Lisa Taddeo three women – drei frauen ISBN 978-3-492-05982-4, 416 Seiten | € 22,00 PIPER. Jetzt bestellen

Titelbild Der größte Spass, den wir je hatten

In „Der größte Spaß, den wir je hatten“ erzählt Claire Lombardo von einem glücklichen Ehepaar

Marylin und David: Sie lieben sich unterm Gingkobaum. Sie zeugen vier Töchter. Sie gehen durch Höhen und Tiefen. Claire Lombardo gelingt mit „Der größte Spaß, den wir je hatten“ ein phantastischer Wurf.

Claire Lombardos „Der größte Spaß, den wir je hatten“ ist ein Roman, der eine Ehe retten kann. Insofern ist die Lektüre allen Menschen zu empfehlen, die in einer Paarbeziehung leben und anstreben, diesen Zustand beizubehalten. Zu erfahren, wie liebe- und rücksichtsvoll die Eheleute Marylin und David Sorenson, die im Mittelpunkt dieses wuchtigen Schmökers stehen, miteinander umgehen, das motiviert, sich auch um seine eigene Liebe zu bemühen.

Rezension zu „Der größte Spaß, den wir je hatten“

Claire Lombardo Der größte Spaß, den wir je hatten ISBN 978-3-423-28198-0 720, Seiten | € 25,00 dtv. Jetzt bestellen

Titelbild Blackbird

Matthias Brandts Roman „Blackbird“ erzählt von einem Teenager-Leben Anfang der 80-Jahre

Morten verknallt sich in die Traumfrau aus der 10. Klasse, seine Eltern trennen sich und sein bester Freund bekommt eine tödliche Krankheit. So gut ist Matthias Brandts Roman „Blackbird“ – Bestseller-Check!

Wenn man Matthias Brandts Roman „Blackbird“ liest, denkt man unweigerlich an Sven Regeners Herr-Lehmann-Romane oder auch an Wolf Haas‘ „Junger Mann“. Dies liegt einerseits an der schnoddrig-sparsamen und dabei sehr direkten Erzählweise, andererseits an den vielen verknappten Sätzen und der Tatsache, dass die Geschichte aus der Perspektive eines Heranwachsenden erzählt wird.

Rezension zu „Blackbird“

Matthias Brandt Blackbird ISBN 978-3-462-05313-5, 288 Seiten | € 22,00, Kiepenheuer & Witsch. Jetzt bestellen

Titelbild Spring Girls

Anna Todds „Spring Girls” ist inspiriert von Louisa May Alcotts „Betty und ihre Schwestern“

Vier sehr unterschiedliche Schwestern werden erwachsen. Davon erzählt Anna Todds „Spring Girls“. BUCHSZENE.DE-Kritikerin Stephanie Pointner ist mit der Adaption des Literaturklassikers nicht ganz glücklich.

Der Roman „Betty und ihre Schwestern“, im englischen Original „Little Women“, zählt seit seinem Erscheinen in den Jahren 1868 und 1869 zu den Klassikern der amerikanischen Literaturgeschichte und wird bis heute noch gerne gekauft und gelesen. Die Grundthematik der in zwei Teilen erschienenen Geschichte ist zeitlos und daher hat die Autorin Anna Todd den Versuch gewagt, diesen Klassiker neu zu erzählen und für die heutige Zeit zu adaptieren.

Rezension zu „Spring Girls”

Anna Todd Spring Girls ISBN 978-3-453-42004-5, 400 Seiten | € 12,00, Heyne. Jetzt bestellen

Titelbild Das schräge Haus

In „Das schräge Haus” erzählt Susanne Bohne von einer faszinierenden Frau

Aufgewachsen im verwunschenen Garten ihrer Großmutter, wird Ella Therapeutin. Sie will Menschen helfen, mit „Frau Traurigkeit“ zu leben. Frau Bluhm liest Susanne Bohnes Roman „Das schräge Haus“.

Wäre Ella ein Haus, dann eines mit schrägem Giebel, Fensterläden wie sich schnell schließende Mimosenblätter und mit einem Balkon, von dem aus man sowohl den Leuchtturm von Warnemünde, als auch die Oper von Sydney sehen kann. Das findet zumindest Ellas Großmutter Mina, in deren Schrebergarten Ella quasi ihre Kindheit verbringt. Die beiden organisieren Tierbestattungen unter dem Apfelbaum, sortieren Stachelbeeren in schönster Aschenputtel-Marnier und gehen auf die Suche nach den Dingen, die im unendlichen Abgrund unter der Eckbank verloren gehen.

Rezension zu „Das schräge Haus”

Susanne Bohne Das schräge Haus ISBN 978-3-499-00051-5, 350 Seiten | € 15,00, Rowohlt. Jetzt bestellen

Titelbild Tage des Verlassenwerdens

In „Tage des Verlassenwerdens“ erzählt Elena Ferrante von einer Frau, die sich für glücklich hielt

Die 38-jährige Olga hat zwei Kinder, eine schöne Wohnung in Turin und eine glückliche Ehe. Glaubt sie. Doch eines Tages zerbrechen in Elena Ferrantes „Tage des Verlassenwerdens“ alle Gewissheiten.

Olga ist achtunddreißig und verheiratet, sie hat zwei Kinder, eine schöne Wohnung in Turin und ein Leben, das auf soliden familiären Gewissheiten ruht. Seit fünfzehn Jahren führt sie eine glückliche Ehe. Zumindest denkt sie das – bis ein einziger Satz alles zerstört.

Rezension zu „Tage des Verlassenwerdens“

Elena Ferrante Tage des Verlassenwerdens ISBN 978-3-518-42885-6, 252 Seiten | € 22,00, Suhrkamp. Jetzt bestellen

Titelbild Die Geschichte der Baltimores

Joël Dickers „Die Geschichte der Baltimores“ ist eine amerikanische Familiensaga

Die zwei Goldman-Cousins aus Baltimore sind erfolgreich. Der Cousin aus Montclair ist durchschnittlich. Alle drei lieben dasselbe Mädchen. Joël Dickers „Die Geschichte der Baltimores“ im Bestseller-Check.

Die schlechte Nachricht zuerst: Joël Dickers Roman „Die Geschichte der Baltimores“ kann weder mit seinem Vorgänger „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“ noch mit seinem Nachfolger „Das Verschwinden der Stephanie Mailer“ mithalten. Die gute Nachricht: Dass „Die Geschichte der Baltimores“ nicht mit den anderen beiden Werken mithalten kann, hat vor allem mit dem anderen Genre zu tun, dem dieses Buch zuzuordnen ist.

Rezension zu „Die Geschichte der Baltimores“

Joël Dicker Die Geschichte der Baltimores ISBN 978-3-492-31079-6, 512 Seiten | € 11,00, PIPER. Jetzt bestellen