Die Experten der Buchhandlung Graff in Braunschweig haben uns ihre Highlights des Jahres verraten. Hier stellen wir unsere gemeinsame Top-14 Bestenliste der Science-Fiction-Bücher 2019 vor:

Transfusion – Für ein Heilmittel gehen sie über Leichen
Seit einigen Jahren arbeitet die Wissenschaftlerin Iliana Kornblum bei dem erfolgreichen Pharmaunternehmen Astrada. Gemeinsam mit ihrem Forscherkollegen Mark Jacobs hat sie das schier Unglaubliche geschafft: Sie haben ein Heilmittel gegen Alzheimer entwickelt. Auch Ilianas Vater litt unter der Krankheit und ist durch das Wundermittel Bimini fast komplett von seinen Symptomen geheilt.
Eines Tages werden in einem Container, der aus Indien kam, fünf Mädchenleichen entdeckt. Sie sind auf der Überfahrt nach Deutschland verhungert. Doch alle Mädchen haben eines gemeinsam: Sie tragen ein Kuscheltier von Astrada bei sich. Der CEO von Astrada, Erik Freimuth, bestreitet jeglichen Zusammenhang zwischen seinem Unternehmen und dem Tod der Kinder. Iliana will ihrem Chef zunächst Glauben schenken, schließlich hat das Mittel ihren Vater gerettet. Doch dann verschwindet ihr Kollege spurlos und sie stößt bei Nachforschungen innerhalb ihrer Firma auf Unfassbares. Wurde für die Herstellung von Bimini über Leichen gegangen? Im Buch blättern
Warum mir der Roman gefällt
Jens Lubbadeh wagt mit seinem neuen Social-Science-Fiction-Roman einen Blick in unsere medizinische Zukunft. Mit „Transfusion“ ist ihm ein sehr bedrückendes, aber zugleich hochspannendes Buch gelungen, das einen komplett in seinen Bann zieht. Auch nach dem Lesen hat mich dieser Thriller nicht losgelassen!

Ein SciFi-Robin Hood, verborgene Schätze und eine virtuelle beste Freundin
Sax ist wie der weibliche Robin Hood der Zukunft. Sie ist in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen und schlägt sich nun mit kleineren (oder größeren) Betrügereien durch. Bei einem ihrer Einsätze geht dann aber alles schief. Ihre Zielperson wird erschossen, die gesamte Umgebung in die Luft gesprengt und sie kommt nur knapp mit dem Leben davon. Auf der Flucht stößt sie auf verschollene Dinge, die einer längst vergessenen Vergangenheit angehören und den Stand der ihr zur Verfügung stehenden Technik weit überschreiten. Sie birgt einige der Schätze und entdeckt so eine ganz neue Einnahmequelle. Doch das ist noch nicht alles: Unter den entdeckten Technologien befindet sich auch ein Spaceshuttle und Sax ist klar, dass sie damit den Planeten verlassen könnte. Jetzt fehlt ihr nur noch eins: eine Crew! Im Buch blättern
Warum mir der Roman gefällt
Richard Schwartz gelingt mit „Die Starfarer-Verschwörung“ der grandiose Auftakt zu einer neuen Reihe. Der Roman ist von der ersten Sekunde an packend und lässt einen nicht mehr los. Richard Schwartz bschreibt die Welt so bildlich, dass man sie sich sehr gut vorstellen kann – und die verwendeten SciFi-Tropes machen diese Space-Opera zu einem absolut amüsanten Highlight. Schwartz-Fans kommen hier voll und ganz auf ihre Kosten.

Wissenschaftlich fundiertes Dating mit riskanten Folgen
„Match your DNA“ heißt die neueste App, über die sich zwei Menschen finden können, die per DNA-Vergleich perfekt zueinander passen. Bereits Millionen von Menschen haben sich dadurch gefunden. Doch leben sie auch glücklich miteinander? Wenn Menschen zusammenkommen, die zwar wissenschaftlich gesehen füreinander bestimmt sind, sich vorher aber nie gesehen oder kennengelernt haben, kann das auch eine unangenehme Wendung nehmen. Das Leben, das sie vorher geführt haben, wird danach nie wieder so sein wie früher. Denn manche der Dates nehmen einen üblen Verlauf … Im Buch blättern
Warum mir der Roman gefällt
Johan Marrs‘ Social-Science-Fiction-Roman „The One – Finde dein perfektes Match“ schildert eine innovative Geschichte, die gar nicht mal so weit von unserer heutigen Welt entfernt ist. Durch ein schnelles Erzähltempo und viele unerwartete Wendungen und ungewöhnliche Ereignisse bleibt dieses Buch durchgängig spannend. Und zwar nicht nur für Leute, die gerade auf Partnersuche sind!

Eine Welt, die im Sand versinkt, und eine Familie, die ums Überleben kämpft
Amerika wird von einer gigantischen Wanderdüne zugeweht. Häuser und Straßen versinken, Brunnen müssen jeden Tag aufs Neue freigegraben werden und in der Ferne hört man das dumpfe Dröhnen von Bombenexplosionen. In dieser Welt arbeitet Palmer als Sandtaucher, der mit einem Spezialanzug in die Dünen hinabtauchen kann, um verlorene Schätze zu bergen.
Er ist noch nicht lange dabei, als er den Auftrag seines Lebens erhält – doch der könnte tödlich enden. Währenddessen überlegt sein jüngerer Bruder, die Familie hinter sich zu lassen, so wie es auch bereits der Vater tat. Doch wohin soll er gehen? Der Sand ist überall. Im Buch blättern
Warum mir der Roman gefällt
Dieser Social-Science-Fiction-Roman beschreibt ein sehr ungewöhnliches und dadurch umso interessanteres Zukunftsszenario. Die Ausweglosigkeit der Lage verschärft die sozialen Konflikte der Protagonisten und lässt den Leser bis zur letzten Seite mitfiebern. Hugh Howey erzählt die Geschichte von „Sandtaucher“ aus verschiedenen Perspektiven stimmig und abwechslungsreich.

Ein Kampf um Freiheit, Liebe und Gerechtigkeit in der verdorbenen Gesellschaft Londons
In Londons Zukunft ist die Gesellschaft geteilt. Es gibt die Pures, die wohlhabende, bestimmende Schicht, und die Dregs, ein ihr unterworfenes, ärmliches Volk. Ben und Hoshiko sind so unterschiedlich wie Tag und Nacht: Hoshiko ist eine überaus talentierte Hochseilartistin und der Star im Zirkus mit den tödlichsten Shows der Welt. Sie ist eine Dreg, ein Mensch zweiter Klasse, die sich zum Vergnügen der Pures ständig den gefährlichsten Situationen aussetzen muss.
Von Aufführung zu Aufführung kämpft Hoshiko ums Überleben, denn eine einzige falsche Entscheidung kann ihren Tod bedeuten. Ben ist ein Pure. Er hat alles, was man sich erträumen kann, und ist der Sohn einer machtvollen Pure-Politikerin. Als er im Zirkus Hoshiko begegnet, ist er sofort von ihr fasziniert. Obwohl Welten zwischen den beiden liegen, bekommt er Hoshiko nicht aus dem Kopf und beschließt alles zu tun, um sie zu retten. Schnell wird Ben klar, dass die Gesellschaft, in der er lebt, verdorben ist und jeder Hauch von Menschlichkeit fehlt. Er weiß, dass er Hoshiko befreien und etwas ändern muss … Im Buch blättern
Warum mir der Roman gefällt
Hayley Barker hat mich mit dem Auftakt ihres Social-Science-Fiction-Zweiteilers stark beeindruckt. Beim Lesen haben mir oft die Worte gefehlt. Die Autorin schreibt spannend und fesselnd über eine brutale, entsetzliche Gesellschaft, für die man sich nur fremdschämen kann. Wir können nur hoffen, dass unsere Welt nie so wird wie in „Die Arena – Grausame Spiele“. Außerdem glänzen tolle Charaktere mit einer ordentlichen Portion Mut und Kampfgeist. Ich fiebere bereits jetzt dem nächsten Band von Hayley Barkers Serie entgegen!
Hayley Barkers „Die Arena“ spielt in einer Gesellschaft der Ungerechtigkeit und Gewalt

Niederträchtige Menschenversuche an Kindern unter wissenschaftlichem Vorwand
Luke Ellis ist zwölf Jahre alt und hat die Zusage für zwei hoch angesehene Colleges. Er weiß genau, was er noch in seinem Leben schaffen und machen möchte und wird dabei von seinen Eltern bestmöglich unterstützt – bis zu einer schicksalhaften Nacht, in der seine Eltern ermordet werden und Spezialkräfte Luke in ein abgelegenes Institut verschleppen.
Hier trifft er auf andere Kinder, die – genau wie er – übernatürliche Fähigkeiten haben. Egal ob Telekinese oder Telepathie, sie werden zu Versuchsobjekten im Sinne der Wissenschaft. Bis zu dem Tag, an dem sie in den Hinterbau gebracht werden und nicht mehr zurückkommen … Im Buch blättern
Warum mir der Roman gefällt
„Das Institut“ von Stephen King ist faszinierend und erschreckend gleichermaßen. Die Geschichte von Luke hat mich emotional aufgewühlt und so gepackt, dass ich die 768 Seiten regelrecht verschlungen habe. So muss Science Fantasy von einem der besten Autoren unserer Zeit sein – „Das Institut“ ist ein absolutes Muss für alle King-Fans und die, die es noch werden möchten!
Stephen Kings „Das Institut“ handelt von Kindern als Opfer gewissenloser Menschenversuche

Eine App, die jede Entscheidung für dich trifft – ein Pakt mit dem Teufel
Der Traum vom optimalen Leben – sich gut fühlen, die richtigen Entscheidungen treffen, Erfolg im Leben haben. Es klingt zu verlockend, um wahr zu sein. Doch das Ting kann dir helfen ein perfektes Leben zu führen und ein perfekter Mensch zu werden!
Linus ist ein Versager. Zumindest fühlt er sich so. Adam hat seinen Job verloren und steht vor dem Nichts. Doch als Team können sie es schaffen. Zusammen mit Niu und Kaspar bringen sie eine revolutionäre App auf den Markt: das Ting. Mithilfe kleinster Sensoren sammelt das Ting körperbezogene Daten seiner Nutzer und kombiniert sie mit Kontextwissen zu Handlungsempfehlungen. Mit dem Ting können praktisch keine falschen Entscheidungen getroffen werden. Es ermöglicht ein optimal optimiertes Leben – richtige Ernährung, ausreichende Schlafzeiten, zutreffende Partnerwahltipps.
Die Idee der vier Start-Up Gründer findet großen Anklang. Doch um ihr Projekt finanzieren zu können, müssen sie einen hohen Preis zahlen: Sie verpflichten sich jeder Empfehlung des Tings Folge zu leisten. Ohne Ausnahme … Im Buch blättern
Warum mir der Roman gefällt:
Peter Dziuk entwirft mit „Das Ting“ einen Einblick in ein Social-Science-Fiction-Szenario, das nicht weit von der heutigen Zeit entfernt zu sein scheint: Eine App diktiert ihren Nutzern, wie sie sich zu verhalten haben. Was diese mit den Nutzern macht und wie sehr sich die vier Gründer dieses Start-ups durch ihre Arbeit an und mit dem Ting verändern, hat mich so stark gefesselt, dass ich das Buch nicht weglegen konnte. Die beste Empfehlung des Tings: lesen!

Ein Junge mit einer außergewöhnlichen Gabe in einer gefährlichen Welt
Nach dem großen Krieg ist die Welt nicht mehr, wie sie vorher war. Die einstige Hochkultur der Tarakanier ist verschwunden. Geblieben sind einzig ihre technologischen Errungenschaften. Die Menschen leben nur noch von den Resten dessen, was ihre Vorgänger erschaffen haben. Die meisten versuchen alles, um die Technologie zu ihrem eigenen Vorteil nutzen. Sei es für mächtigere Waffen oder zu genetischen Verbesserungen bis sie übermenschliche Fähigkeiten besitzen. Doch die Technologien werden sicher verwahrt und die speziell gesicherten Türen vermag niemand, bis auf eine Handvoll mit einer Gabe ausgestatteter Menschen, zu öffnen. Diese Menschen werden Puzzler genannt.
Rafik ist einer von ihnen. Als sich bei dem Jungen die Gabe in Form von Tätowierungen auf seiner Haut abzeichnet, verändert sich für ihn alles. Jeder möchte einen Puzzler besitzen. Denn Zugang zu den technischen Schätzen der Tarakanier bedeutet Macht und Geld. Auf einmal muss sich Rafik in einer Welt zurechtfinden, in der ihn die meisten als wertvolle Ware betrachten, ohne zu wissen, wer oder was er genau ist. Im Buch blättern
Warum mir der Roman gefällt
Eval Kless‘ „Das schwarze Mal“ ist ein spannender SciFi-Roman: Schnell und rasant geschrieben spielt er in einer postapokalyptischen Welt, die sehr an „Mad Max“ oder die „Fallout“-Reihe erinnert. Wer coole Charaktere schätzt und ein hohes Maß an brutaler Action nicht scheut, ist hier genau richtig.

Als Klon gefangen im Spiel um Macht und Intrigen in der Welt der Reichen und Schönen
2083 – Isabel, auch als Klon Nr. 2066-VI-003 bekannt, ist ein Mensch zweiter Klasse. Gemeinsam mit ihren Freunden lebt sie in einem abgeschotteten Institut als eine von vielen perfekt entwickelten Kopien. Seit ein paar Jahren ist es jedem volljährigen Menschen gestattet, Klone von sich selbst und seinen Kindern erschaffen zu lassen, die im Falle eines Unglücks als Allheilmittel dienen. Als Isabels Original Elektra Hamilton bei einem Reitunfall verunglückt, ist es Isabels Aufgabe in Elektras Rolle zu schlüpfen. Doch auch wenn sie Elektra wie aus dem Gesicht geschnitten ist – wie täuscht man vor, jemand zu sein, den man nicht einmal kannte? Und wie kann Isabel sich treu bleiben, wenn sie zu Elektra wird? Schnell stellt Isabel fest, dass Elektra Geheimnisse hatte, und dass auch der Reitunfall alles andere als ein Zufall gewesen sein muss …





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