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Wer gewinnt die MIMI 2020 – den Krimi-Publikumspreis des deutschen Buchhandels?
Die spannende Wahl geht nun in ihre entscheidende Runde, denn mittlerweile stehen die 10 Titel der MIMI-Shortlist fest. Wir stellen sie hier kurz vor und laden alle Krimi-Liebhaber zur Abstimmung ein. Wer seine Stimme abgibt, sichert sich die Chance auf einen von 100 Kriminalromanen. Die Reihenfolge der Werke sagt nichts über ihre Qualität oder Chancen aus.

Sie hatten ein Geheimnis. Sie mussten sterben. An einem Sonntag.
In Nele Neuhaus‘ Kriminalroman „Muttertag“ wird im Wohnhaus einer stillgelegten Fabrik eine Leiche gefunden. Es handelt sich um den ehemaligen Betreiber des Werks, Theodor Reifenrath, wie Kriminalhauptkommissarin Pia Sander feststellt. In einem Hundezwinger machen sie und ihr Chef Oliver von Bodenstein eine grausige Entdeckung: Neben einem fast verhungerten Hund liegen menschliche Knochen verstreut und die Spurensicherung fördert immer mehr schreckliche Details zutage. Reifenrath lebte sehr zurückgezogen, seit sich zwanzig Jahre zuvor seine Frau Rita das Leben nahm. Im Dorf will niemand glauben, dass er ein Serienmörder war. Rechtsmediziner Henning Kirchhoff kann einige der Opfer identifizieren, die schon vor Jahren ermordet wurden. Alle waren Frauen. Alle verschwanden an einem Sonntag im Mai. Pia ist überzeugt: Der Mörder läuft noch frei herum. Er sucht sein nächstes Opfer. Und bald ist Anfang Mai.
Nele Neuhaus Muttertag, 978-3-548-06144-3, 560 S., € 14,99, Ullstein Jetzt bestellen auf bücher.de
Ein Kind. Ein Vater. Ein Höllentrip ins Innerste der Psychiatrie.
Zwei entsetzliche Kindermorde hat er bereits gestanden und die in Sebastian Fitzeks „Der Insasse“ ermittelnde Berliner Polizei zu den grausam entstellten Leichen geführt. Doch jetzt schweigt der psychisch kranke Häftling Guido T. auf Anraten seiner Anwältin. Die Polizei ist sicher: Er ist auch der Entführer des sechsjährigen Max, der seit drei Monaten spurlos verschwunden ist. Die Ermittler haben jedoch keine belastbaren Beweise, nur Indizien. Und ohne die Aussage des Häftlings werden Max‘ Eltern keine Gewissheit haben und niemals Abschied von ihrem Sohn nehmen können.
Drei Monate nach dem Verschwinden von Max macht ein Ermittler der Mordkommission dem verzweifelten Vater ein unglaubliches Angebot: Er schleust ihn in das psychiatrische Gefängniskrankenhaus ein, in dessen Hochsicherheitstrakt Guido T. eingesperrt ist. Als falscher Patient, ausgestattet mit einer fingierten Krankenakte. Damit er dem Kindermörder so nahe wie nur irgend möglich ist und ihn zu einem Geständnis zwingen kann.
Sebastian Fitzek Der Insasse, 978-3-426-28153-6, 384 S., € 22,99, Knaur, Jetzt bestellen auf bücher.de
Zwei Länder. Zwei Ermittler. Ein mysteriöser Mord.
Im beschaulichen Küstenort Kollund an der deutsch-dänischen Grenze wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Erschossen am Strand. Die Leiche in Anette Hinrichs‘ „Nordlicht – Die Tote am Strand“ wird als Liva Jørgensen identifiziert, die zwölf Jahre zuvor spurlos verschwand. Jetzt stellt sich heraus, dass Liva jahrelang unter falschem Namen in Deutschland gelebt hat. Was ist damals wirklich geschehen? Vibeke Boisen, gerade frisch als Leiterin der Flensburger Mordkommission angetreten, und ihr Kollege Rasmus Nyborg von der dänischen Polizei rollen den alten Fall wieder auf und stechen damit in ein gefährliches Wespennest.
Anette Hinrichs Nordlicht – Die Tote am Strand, 978-3-7341-0722-1, 432 S., € 9,99, Blanvalet Jetzt bestellen auf bücher.de

Ein Mörder auf Rachefeldzug und ein Kommissar, für den es um alles geht.
Alex Beers „Der dunkle Bote“ (Band 3 der Serie) versetzt uns ins Wien des Novembers 1920. Ein unerwarteter Kälteeinbruch hat die Ernten vernichtet, jeder dritte Mann ist arbeitslos, und das organisierte Verbrechen hat Hochkonjunktur. Doch der Mordfall, der jetzt die Stadt erschüttert, übertrifft alles bislang Dagewesene: Ein Toter wird bizarr zugerichtet und von einer Eisschicht bedeckt aufgefunden. Kurz darauf taucht ein Bekennerschreiben auf. Kriminalinspektor August Emmerich und sein Assistent Ferdinand Winter ermitteln – und das ist nicht das einzige Rätsel, das sie zu lösen haben, denn noch haben sie Xaver Koch nicht aufgespürt, den Mann, der Emmerichs Lebensgefährtin entführt hat und der sich als gefährlicher Gegner entpuppt …
Alex Beer Der dunkle Bote, 978-3-8090-2703-4, 400 S., € 20,00, Limes Jetzt bestellen auf bücher.de
Ein forensischer Anthropologe und in ein Krankenhaus mit Vergangenheit.
Nur Fledermäuse verirren sich noch nach St. Jude. Das Krankenhaus im Norden Londons, seit Jahren stillgelegt, soll in Simon Becketts „Die ewigen Toten“ demnächst abgerissen werden. Doch dann wird auf dem staubigen Dachboden eine Leiche gefunden, eingewickelt in eine Plastikhülle. Die Tote, das sieht David Hunter sofort, liegt schon seit langer Zeit hier. Durch das trockene und stickige Klima ist der Körper teilweise mumifiziert. Als beim Versuch, die Leiche zu bergen, der Boden des baufälligen Gebäudes einbricht, entdeckt der forensische Anthropologe ein fensterloses Krankenzimmer, das nicht auf den Plänen verzeichnet ist. Warum wusste niemand von der Existenz dieses Raumes? Und warum wurde der Eingang zugemauert, obwohl dort nach wie vor Krankenbetten stehen? Betten, in denen noch jemand liegt …
Simon Beckett Die ewigen Toten, 978-3-8052-5002-3, 480 S., € 22,95, Wunderlich Jetzt bestellen auf bücher.de
Ein Roman gegen die rassistische Scheinheiligkeit in Texas.
Mit einem Abschluss in Princeton und zwei Jahren Jurastudium hätte Darren Mathews leicht einen Platz in der Elite der afroamerikanischen Anwälte einnehmen können. Stattdessen folgte er dem Beispiel seines Onkels, um Texas Ranger zu werden. Auf Drängen eines Freundes im FBI fährt er nach Lark. Was zunächst wie ein doppeltes Hassverbrechen in einer winzigen Stadt in Texas aussieht, entpuppt sich als ein komplizierter Fall. Eines der Opfer ist Michael Wright, ein schwarzer Anwalt aus Chicago. Das andere Opfer Missy Dale, eine unglücklich verheiratete weiße Kellnerin, die zusammen mit Wright eine Redneck-Bar in Lark spät in der Nacht verlassen hat. Beide misshandelten Leichen werden im nahegelegenen Attoyac Bayou gefunden.
Mathews, der wegen eines ähnlich gelagerten Falls suspendiert wurde, vermutet eine Verbindung zur Aryan Brotherhood of Texas, einer gewalttätigen rassistischen Bande, die sich durch Drogenschmuggel bereichert. Er trifft auf einen ihm feindlich eingestellten Sheriff, den rassistischen Ehemann der Toten und die äußerst launische Witwe des toten Anwalts, die extra einfliegt, um herauszufinden, was ihrem Ehemann zugestoßen ist. Attica Lockes Roman „Bluebird, Bluebird“ verdankt seinen Originaltitel einem Song von John Lee Hooker.
Attica Locke Bluebird, Bluebird, 978-3-945133-71-2, 280 S., € 20,00, Polar Jetzt bestellen auf bücher.de

Der Tod hält alle Schlüssel in der Hand – Kommissar Jennerwein ermittelt.
Ein schöner Fassadenschmuck war das alte Feuerrad am Holzhaus der Rusches im idyllisch gelegenen Kurort. Aber jetzt liegt Alina Rusche tot in ihrem Garten, erschlagen vom herabgestürzten Rad. Kommissar Jennerwein, der auch in

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