Grace heiratet eine wunderschöne Unbekannte – am nächsten Morgen ist diese verschwunden. Morgan Rogers‘ „Honey Girl” ist ein spannender queerer Roman.

Morgan Rogers‘ Roman „Honey Girl“ handelt von queerer Liebe und beruflichem Druck

1. April 2022 | Johanna Wimmer

Titelbild Honey Girl

Grace hat in der Nacht ihre Traumfrau geheiratet

Verkatert wacht Grace Porter in einem Hotelbett in Las Vegas auf. Sie erinnert sich an nichts mehr, nur dass sie die schönste Frau der Welt kennengelernt hat und sie geheiratet hat. Doch am nächsten Morgen war sie verschwunden. Grace versucht sie zu finden. Auch sonst läuft es in Graces Leben eher schlecht. Die Achtundzwanzigjährige hat zwar beruflich einiges erreicht: einen Abschluss in Astronomie und sogar promoviert. Doch als schwarze Frau ist es nicht leicht, einen Job zu bekommen. Frustriert geht Grace von einem Vorstellungsgespräch zum nächsten – ohne Erfolg.

Die schwarze Hauptfigur fliegt nach New York

Ihren Vater kann Grace auch nicht zufriedenstellen, er wollte von Anfang an, dass sie Medizin studiert und nicht Astronomie. Von ihrer Mutter hat Grace schon länger nichts mehr gesehen, denn ihre Eltern leben geschieden. Nur noch ihre Mitbewohnerinnen, Ximena und Agnes, geben ihr Halt. Schließlich beschließt Grace nach New York City, zu ihrer eigentlich unbekannten Frau, zu fliegen. Denn sie hat Yuki Yamamoto in jener Nacht vermutlich nicht umsonst geheiratet.

Sie war ihr Leben lang nur auf Leistung fixiert

Morgan Rogers schreibt über eine Frau, die ihr ganzes Leben nur auf Leistung fixiert war und sich keine Minute Ruhe gegönnt hat. Erst als Grace Yuki kennenlernt, bemerkt sie, wie schön das Leben sein kann. Diese außergewöhnliche Begegnung bringt Grace dazu, ihr Leben zu überdenken und neu zu gestalten.

„Honey Girl“ ist keine typische Coming-Out-Geschichte

Auch Graces Freunde haben psychische Probleme. Morgan Rogers klärt darüber auf, ohne auf medizinische Details einzugehen. Die queere Protagonistin und ihre Freunde sind sich ihrer Sexualität bewusst, es handelt sich bei „Honey Girl“ also nicht um eine typische Coming-Out-Geschichte. Der Roman beschäftigt sich einerseits mit unseren Beziehungen zur Arbeit und andererseits damit, wie es gelingen kann, Beziehungen zu geliebten Menschen wiederherzustellen. Grace vermisst ihre Mutter und ist sich nicht sicher, ob sie nach der Trennung ihrer Eltern noch erwünscht ist. Graces Vater ist sehr streng, was für sie ebenfalls eine große Belastung darstellt.

Das Leben zweier Frauen, die sich kaum kennen und doch lieben

Morgan Rogers schreibt sanft und gefühlvoll über das Leben zweier Frauen, die sich kaum kennen und trotzdem lieben. Die Entwicklung der Hauptfigur schildert die Autorin bildhaft. Denn obwohl Grace bewusst ist, dass sie nicht ganz glücklich ist, will sie das nicht begreifen. Ihre Freunde unterstützen sie bedingungslos. „Honey Girl“ soll nicht nur als reine Unterhaltungslektüre dienen, sagt die Autorin, sondern auch Menschen unterstützen, die Hilfe brauchen. Morgan Rogers möchte besonders queeren Mädchen zeigen, dass es einen Ort gibt, an dem sie akzeptiert sind. Das Buch ist nicht vorrangig für eine bestimmte Altersgruppe geeignet. Alle, die sich für queere Romane interessieren, wird „Honey Girl“ gefallen.

 


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