Michaela Kastel: Worüber wir schweigen. Kritik | BUCHSZENE

Dominik ist damals gestorben. Und Nina ist direkt danach nach Wien geflohen. Doch nun ist es Zeit zurückzukehren und sich dem Geheimnis zu stellen. Frau Bluhm über Michaela Kastels „Worüber wir schweigen“.

Frau Bluhm erfreut sich sehr an Michaela Kastels Thriller „Worüber wir schweigen“

17. Oktober 2019 | Frau Bluhm

Titelbild Worüber wir schweigen

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Frau Bluhm liest „Worüber wir schweigen“: 5 von 5 Blu(h)men

5 Blumen Frau Bluhm liest


Nina will den mysteriösen Tod ihres Freunds ein für alle Mal aufklären

Zwölf Jahre sind vergangen, seit Nina ihren Heimatort besucht hat. Damals floh sie ohne Abschied nach Wien, um ihrem Leben in der Kleinstadt zu entkommen. Und auch, um dem dunklen Geheimnis zu entkommen, das sie seitdem nicht mehr loslässt. Nun aber ist die Zeit gekommen: Nina will den Tod ihres Freundes Dominik ein für alle Mal aufklären.

Was Sebastian Fitzek über den Thriller „Worüber wir schweigen“ denkt

Michaela Kastel erschafft mit ihrem Thriller „Worüber wir schweigen“ eine ganz neue Form innerhalb des Spannungsgenres. Das findet übrigens, laut Klappentext, auch Sebastian Fitzek. Recht hat er! Zu Beginn des Romans erleben wir Nina, allein mit ihren Gedanken um Ereignisse, die mehr als ein Jahrzehnt zurückliegen. Die damals 17-Jährige verlor ihren Freund Dominik bei einem angeblichen Zugunglück, so viel wissen wir als Leser von Anfang an. Doch nun beginnt Michaela Kastel die Geschichte rückwärts zu erzählen. Der Thriller wird in wechselnder Perspektive aller vor zwölf Jahren beteiligten Charaktere erzählt und erstreckt sich über mehrere Zeitebenen. Von Abschnitt zu Abschnitt wird klarer, was damals passiert ist.

Des Öfteren habe ich mir beim Lesen die Haare gerauft

„Worüber wir schweigen“ ist ein Drama, das anschaulich zeigt, was passiert, wenn man nicht miteinander spricht. Des Öfteren saß ich beim Lesen da, raufte mir die Haare und dachte mir: „Herrgott, mach doch den Mund auf!“ Doch nichts passierte und die Spirale des Schweigens wurde größer und größer. Immer wieder im Verlauf der Lektüre beginnt man ein kleines Stückchen mehr zu begreifen. Je weiter man liest, desto öfter denkt man sich, dass das doch wohl alles so nicht wahr sein kann, und am Ende steht einem der Mund vollends offen. Alle Perspektiven, alle Erlebnisse und jedes kleinste Detail ergeben mehr und mehr Sinn und laufen zu einem Handlungsbogen zusammen.

Mein Fazit zu Michaela Kastels Kriminalroman ist eindeutig

Michaela Kastels Thriller ist ein wahnsinnig spannendes, gut geschriebenes und raffiniert aufgebautes Werk. Der Autorin gelingt es von der ersten Seite an eine große sprachliche Intensität und Atmosphäre aufzubauen und diese bis zum Ende zu halten.

 

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Frau Bluhm

Geboren 1984 in Aschaffenburg als Katharina Bluhm, studierte Frau Bluhm Psychologie und wurde nach dem Studium Erzieherin. Als BUCHSZENE.DE-Kolumnistin entdeckt wurde sie wegen ihrer so sympathischen wie zutreffenden Rezensionen auf Lovelybooks.


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