In Christian Handels „Das verborgene Zimmer von Thornhill Hall“ wird der 16-jährige Colin zum Geist und verliebt sich in den arroganten Theodore.

Frau Bluhm empfiehlt Christian Handels „Das verborgene Zimmer von Thornhill Hall“ für den Sonntagnachmittag

7. November 2022 | Frau Bluhm

Titelbild Das verborgene Zimmer von Thrornhill Hall


Frau Bluhm liest „Das verborgene Zimmer von Thornhill Hall“: 4 von 5 Blu(h)men


Ein Treppensturz katapultiert Colin in die Geisterdimension

Der 16-jährige Colin kommt 1897 nach Thornhill Hall, um seine Mutter zum ersten Mal nach zehn Jahren wiederzusehen, und ihre neue Familie kennenzulernen. Bereits kurz nach seiner Ankunft stürzt er die Treppe hinunter und landet in der Geisterdimension. Selbst ein Geist, bleiben ihm nur noch drei Tage Zeit, um das verborgene Zimmer von Thornhill Hall zu finden, und in sein altes Leben zurückzukehren. Hilfe findet er dabei bei den liebenswerten Geistern des Hauses und Theodore McKenzie, der als einziger Lebender in der Lage ist, Colins Geist zu sehen.

Christian Handels Roman versetzt uns ins England des 19. Jahrhunderts

Ich als Cover-Käuferin wurde vom wunderschönen Äußeren des Buches angelockt, das Innere war allerdings von der ersten Seite an genauso schön. Beinahe unmittelbar fühlt man sich ins England des späten 19. Jahrhunderts versetzt und betritt mit Colin das schaurige Anwesen.

Die Geister von Thornhill Hall sind liebenswert und lustig

Tat ich mir zu Anfang etwas schwer mit der Lektüre, weil ich den Umgang der Familie untereinander als kalt und steif und Colin als einen sehr unsympathischen Protagonisten empfand, so änderte sich das nach seinem Tod fast unmittelbar. Die Geister von Thornhill Hall sind so liebenswert und lustig, dass man sich fast wünschen würde, dort das Zeitliche zu segnen.

Die Liebesgeschichte ist schön und die Suche nach dem Zimmer spannend

Die queere Liebesgeschichte zwischen Theodore und Colin ist schön, wenn auch sehr hastig inszeniert, die gemeinsame Suche nach dem Zimmer ist spannend und logisch gut erzählt. Einzig und allein gegen Ende von Christian Handels Romn hätte ich mir etwas mehr Erzählstruktur gewünscht.

Klare Leseempfehlung für „Das verborgene Zimmer von Thornhill Hall“!

„Das verborgene Zimmer von Thornhill Hall“ hat so ziemlich alles, was ein Buch braucht, um einen gemütlichen Sonntag mit Tee und Kuscheldecke an einem kalten Wintertag zu garantieren.

 

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Frau Bluhm

Geboren 1984 in Aschaffenburg als Katharina Bluhm, studierte Frau Bluhm Psychologie und wurde nach dem Studium Erzieherin. Als BUCHSZENE.DE-Kolumnistin entdeckt wurde sie wegen ihrer so sympathischen wie zutreffenden Rezensionen auf Lovelybooks.


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