Was ist die Liebe? Wo kommt sie her, wo führt sie hin? Diese und viele andere spannende Fragen umkreist Janosch in „Ich liebe eine Tigerente“
Was ist Liebe? Allen, die sich diese unbeantwortbare Frage stellen, kann man nur eines ans Herz legen: die Lektüre von Janoschs „Ich liebe eine Tigerente“. Denn in diesem umwerfenden Bilderbuch beschreibt der Künstler anhand der unsterblichen Liebe zwischen Günter, dem Frosch, und der Tigerente, wie die Liebe funktioniert.Warum liebt der Frosch Günter ausgerechnet diese Ente aus Holz?
Den ganzen Irrsinn, den die Liebe ausmacht, fasst Janosch gleich in den ersten Zeilen in treffende Worte: „Was findest du herrliches Wesen von einem Günter bloß an dieser erbärmlichen Ente aus Holz? Der du schöner bist als der wundergrüne Mai. Du kannst singen, springen, dödeln und dudeln und quaken wie ein Rocker. Sie aber kann nichts, ist aus Holz, kann nicht singen, nicht springen und ist auch nicht reich. Was also findest du an dieser Ente? – Ich sage es euch: ICH LIEBE SIE.“Janosch verrät, was Verliebte am liebsten tun
In der Folge erfahren wir, was Verliebte am liebsten tun: Immer zusammen auf Ewigkeit, und küssen und küssen und küssen. Aber auch, was die Liebe braucht, damit sie Bestand hat, verrät Janosch mit durchtriebenem Humor: ein Haus, welches im Fall von Günter aus einem Karton besteht. Er schläft drinnen, die Ente draußen, natürlich aus reiner Selbstlosigkeit, denn: „Nirgendwo eine Kartonwand, die sie einengte. Mehr kannst du einer Ente in der Liebe doch wohl nicht bieten, oder?“ Kommunikation ist wichtig, außerdem Schwimmen und Picknick Die finanziellen Komponenten der Liebe werden ebenso behandelt wie die Notwendigkeit ausführlicher Kommunikation zwischen den Liebenden. Dabei stellt sich Günter im besten Licht dar: „Bei diesen Diskussionen bin ich stets der Sieger, weil sie nichts darüber zu sagen weiß.“ Aber auch gemeinsame Unternehmungen wie Schwimmen oder Picknicken dienen der Liebe. Schlimm ist die Eifersucht. Da kann es auch mal laut werden: „Du sollst nicht den Tiger lieben, du Rabenaas. Sondern mich, den Günter.“ Dann weiß die geliebte Tigerente schon mal wieder für eine Weile Bescheid. Janoschs Lebensweisheit ist hinterlistig, belohnt uns aber mit einem Happy End So geht es munter weiter in „Ich liebe eine Tigerente“. Neben Janoschs hinterlistiger Lebensweisheit begeistern seine gewitzten Aquarellzeichnungen. Und natürlich gibt es ein Happy End: „Nachts werde ich mich in den Kasten legen und unsere Liebe wird ewig dauern. Wetten? Und nichts, nichts kann uns mehr trennen.“ Sollten nun noch nicht sämtliche Liebesfragen beantwortet sein, so bietet sich noch eine zweite Lektüre an: „Löwenzahn und Seidenpfote“ Diese Geschichte handelt von zwei Mäusen, die so gerne Kinder bekommen wollen. Sie wissen auch schon genau, wie ihre Kinder werden sollen. Als sie dann die Kinder bekommen, kommt aber alles ganz anders als die Eltern es sich vorgestellt haben. Zunächst aber ist alles perfekt in „Löwenzahn und Seidenpfote“: Maus und Mauser bewohnen eine Kaffeekanne, sie haben genügend Nüsse für den Winter, kurzum, es fehlt ihnen an nichts. Der Mauser träumt von Söhnen, die Maus von Töchtern
Ich liebe eine Tigerente
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