
Ein Kunstband von einem, der viel vom Leben verstanden hat
Viele halten ihn für einen Kinderbuchautor. Nun wollen wir keinem Kinderbuchautor zu nahetreten, aber Janosch ist viel mehr als das: Er ist ein Künstler, der sowohl bildnerisch als auch literarisch einen völlig eigenen Stil kreiert hat. Ein Maler und Illustrator, dessen Bilder meist einfach aussehen, doch wer sie genauer betrachtet und wirken lässt, stellt fest: Hier muss man mindestens zweimal hinsehen und zweimal lesen, denn hier ist ein Meister am Werk. Einer, der viel vom Leben in all seinen euphorischen Höhen und gefährlichen Untiefen verstanden hat.
Das ist Janosch: Ernsthaftigkeit, Besessenheit und Präzision
Wie großartig Janoschs Kunst ist, zeigt aufs Eindrucksvollste der gelungene Kunstband „Leben & Werk“, zusammengestellt von Marie Thiriet und Marc Bastet. Darin begegnen wir einem vielseitigen Künstler, dessen Werk geprägt ist von „Ernsthaftigkeit, Besessenheit und Präzision“, und nicht zuletzt von unglaublicher Produktivität, wie es die Autoren des Vorworts ganz richtig formulieren.
„Leben & Werk“ lädt ein zu einer Reise durch die Janoschwelt
Die Herausgeber nehmen uns mit in Janoschs Leben, das zu Beginn geprägt war von großer Armut. Janoschs Vater begann als Neunjähriger zu arbeiten, Janosch selbst verdiente mit dreizehn sein erstes Geld. Die Familie lebte in einem Stall und schlief auf Stroh, so erzählt es Janosch in „Leben & Kunst“.
Janosch war zunächst Zeichner für Textilien und Tapeten
Auf einigen abenteuerlichen Umwegen gelangte Janosch dann aber auf die Kunstakademie in München. Doch dort hielt es ihn nur kurz, nach eigener Aussage aus Mangel an Begabung. Allerdings schlug sich Janosch als freischaffender Zeichner für Textildruckereien und Tapetenfabriken durch. Mit „Die Geschichte von Valek dem Pferd“, „Der Josa mit der Zauberfiedel“ und „Das kleine Schiff“ begann seine Karriere als Kinderbuchautor und -illustrator.

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