Die Teenager Quinn und Matilda wollen nichts voneinander. Doch das Schicksal zwingt sie zusammen. Kerstin Giers Roman „Vergissmeinnicht“ ist eine Liebesgeschichte mit Humor und übersinnlichen Elementen.

„Vergissmeinnicht“ markiert den Auftakt zu Kerstin Giers neuer Fantasy-Trilogie

31. Dezember 2021 | Frau Bluhm

Titelbild Vergissmeinnicht


Frau Bluhm liest „Vergissmeinnicht“: 4 von 5 Blu(h)men


Der Teenager Quinn sieht Dinge, die eigentlich nicht vorhanden sind

Matilda und Quinn wohnen in derselben Straße. Und das wäre auch schon alles, was die beiden Teenager gemeinsam haben. Doch als Quinn nach einem Unfall plötzlich Dinge sieht, die eigentlich gar nicht vorhanden sind, ist es einzig und allein Matilda, die ihm Glauben schenkt. Bald stellt sich heraus, dass Quinn keineswegs verrückt geworden ist, sondern tatsächlich merkwürdige Dinge um ihn herum geschehen. Außerdem finden Quinn und Matilda heraus, dass sie wider Erwarten doch viel mehr verbindet, als nur der gleiche Wohnort.

„Vergissmeinnicht“ ist der Auftakt zu einer neuen Fantasy-Trilogie

Mit „Vergissmeinnicht – Was man bei Licht nicht sehen kann“ etabliert Kerstin Gier eine neue Fantasy-Trilogie. Nach der Edelstein-Serie erwartete ich Großes von der Autorin – und ich wurde keineswegs enttäuscht. Allein schon das wunderschöne Äußere und das Ex Libris des Buches verführen einen zum Kauf des Romans.

Quinn sitzt nach einem Unfall im Rollstuhl – Matilda soll ihm helfen

Die Figuren Matilda und Quinn sind realistisch und sympathisch gestaltet. Obwohl Quinn anfangs noch als hochmütiger Überflieger daherkommt, beginnt er mit fortschreitender Zeit immer mehr zu verstehen, was wirklich wichtig ist. Selbstverständlich trägt zu dieser Metamorphose bei, dass der einst so sportliche Teenager nach einem schweren Unfall im Rollstuhl sitzt und seine Prioritäten zwangsläufig neu ordnen muss. Doch ist es hauptsächlich das anfangs erzwungene Zusammensein – Matilda kriegt Quinn als charitatives Projekt aufs Auge gedrückt – mit dem sehr viel bodenständigeren Mädchen, das ihn regelrecht verwandelt.

Tätowierungen werden lebendig – und andere übersinnliche Dinge

Aber natürlich spielen bei seiner Verwandlung auch andere Dinge eine Rolle. Zum Beispiel, dass plötzlich Tätowierungen lebendig werden oder dass die Rosenhecke mit ihm reden will. Quinn ist nämlich ein Nachfahre uralter Wesen, die zwar auf der Erde wohnen, aber dennoch fähig sind, im Saum zu wandeln, der Grenzwelt zwischen Tod und Leben. Bei seinen ersten Erfahrungen mit dem Saum, den Quinn durch ein Kirchenfenster erreicht, befürchtet er noch den Verstand zu verliere. Doch mit Matildas Hilfe findet er sich schon bald in seinem neuen Leben zurecht.

Wie immer bei Kerstin Gier bekommen wir Humor und Romantik

Kerstin Gier versieht die Geschichte mit dem ihr so eigenen Humor und einer großen Prise Romantik. Dabei geht die Storyline über die langsam wachsenden Gefühle zwischen Quinn und Matilda einem genauso ans Herz, wie einem die komischen Geschichten über Matildas zahlreiche schräge Verwandte zum Lachen bringen. Leider nimmt sich die Autorin zur Entwicklung der Beziehung zwischen den beiden Protagonisten meiner Meinung etwas zu wenig Zeit. Mir ging das alles so hopplahopp. Dennoch ist „Vergiss mein nicht“ ein gelungener Auftakt in eine weitere Trilogie zwischen den Welten. Ohne zu viel verraten zu wollen: Es gibt sogar ein kleines Crossover zur Edelstein-Serie.

 

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Frau Bluhm

Geboren 1984 in Aschaffenburg als Katharina Bluhm, studierte Frau Bluhm Psychologie und wurde nach dem Studium Erzieherin. Als BUCHSZENE.DE-Kolumnistin entdeckt wurde sie wegen ihrer so sympathischen wie zutreffenden Rezensionen auf Lovelybooks.


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