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Frau Bluhm liest J.D. Barkers "The Fourth Monkey - Geboren um zu töten" und ist hin und weg

Titelbild The Fourth Monkey - Geboren um zu töten - J.D. Barker

Shutterstock © Adul Krueyot Bild-ID: 776363848

14. März 2018 | Von Frau Bluhm | Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten


Der Killer findet die dunkelsten Geheimnisse seiner Opferfamilien und bestraft sie. Als eine Männerleiche mit dem Ohr eines Mädchens auftaucht, beginnt ein Wettlauf mit der Zeit. Frau Bluhm liest!


Frau Bluhm liest „The Fourth Monkey – Geboren, um zu töten“: 5 von 5 Blu(h)men

5 Blumen Frau Bluhm liest


Wieso heißt dieser Thriller „The Fourth Monkey – Geboren, um zu töten“?

Beinahe jeder hat schon mal von den drei Affen gehört: Nichts hören, nichts sehen, nicht sprechen. Doch kaum einer weiß, dass die Affen eigentlich Vierlinge sind, denn in Japan kennt man auch noch den vierten Affen, der für „nichts Böses tun“ steht. J.D. Barker, der mit seinem Thrillerdebüt „The Fourth Monkey – Geboren, um zu töten“ ein wirklich abscheuliches Exemplar der Gattung Serienmörder auf die literarische Reise schickt, hat sich eben diesen vierten Affen als Namensgeber für seinen Protagonisten ausgesucht.

Ein Serienmörder hält ganz Chicago in Atem – welchem Mädchen gehört das Ohr?

Schon seit einiger Zeit erschüttern die Taten des Fourth-Monkey-Killers, von der Presse kurz „4MK“ getauft, die Einwohner Chicagos: Junge Frauen werden entführt, die Familien erhalten zunächst Ohren, dann Lippen und Augen per Post zugeschickt. Doch bald stellt sich heraus, dass in jeder der betroffenen Familien ein düsteres Geheimnis verborgen liegt. Dem Motto des vierten Affen folgend „nichts Böses tun“, gräbt der Täter jeweils geheime Informationen über ein Familienmitglied aus und bestraft dessen Taten dann mit einer Entführung. Als eine vom Bus überfahrene Leiche gefunden wird, die ein Paket mit einem Ohr und ein handgeschriebenes Tagebuch bei sich führt, scheint die Sache klar: 4MK ist gefunden. Aber wo ist das Mädchen, dem das Ohr gehört? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. J.D. Barker erzählt die Geschichte aus drei verschiedenen Perspektiven: aus der Sicht des Täters, des Ermittlers und der Opfer.

J.D. Barker kreiert ein Ermittlerteam, das sympathischer nicht sein könnte

Die Protagonisten, die „The Fourth Monkey – Geboren, um zu töten“ tragen, sind genial: Für die „helle Seite“ hat sich Autor J.D. Barker zum Beispiel den Ermittler Sam Porter ausgedacht. Dieser Porter ist ein vielschichtiger und sympathischer Charakter. Ein Mensch zum Anfassen, zum Anlehnen und Aufschauen. Nicht nur für seine Kollegen bei der Polizei von Chicago, sondern auch für uns als Leser, da der Autor eine dermaßen interessante Biographie für ihn aus dem Hut zaubert, dass man ihn schon auf den ersten zehn Seiten ins Herz schließt. Gerade seine kleinen Schwächen und die seiner recht exzentrischen und außergewöhnlichen Teamkollegen machen das Buch flüssig und kurzweilig zu lesen.

4MK ist einer der gruseligsten Antagonisten, von dem ich jemals gelesen habe

Was aber auch kein Wunder ist, sieht man sich mal den Bösewicht des Thrillers an. Der tritt bei J.D. Barker nämlich auch schon sehr früh in Erscheinung. Durch Tagebucheinträge, die vom Mörder selbst verfasst wurden, kann man Ermittler Sam Porter beim Lesen über die Schulter gucken und so mehr über den 4MK erfahren, als man eigentlich wissen wollte. Gänsehaut und ungläubiges Kopfschütteln inklusive. Man sollte glauben, dass man bei so vielen Hintergrundinformationen, so früh im Buch, schon sehr schnell draufkommen müsste, wer denn jetzt eigentlich der gesuchte Täter ist. Weit gefehlt! Im letzten Teil des Krimis wartet der Autor noch einmal mit einer Überraschung auf, die selbst ich als Vielleserin nicht habe kommen sehen. Der Spannungsbogen baut sich dabei durch das stetige Wechseln der Perspektiven auf bis ins Unermessliche. Das Einzige, was man sich danach noch fragen kann, ist, ob und wann es hoffentlich weitergeht.

Ich hoffe sehr, dass dieser Thriller nur der Auftakt zu einer großartigen Reihe ist!

Meiner Meinung nach kann und darf „The Fourth Monkey – Geboren, um zu töten“ nur der Auftakt für eine Reihe sein, von der wir hoffentlich noch viel hören werden. Für mich eines der besten Bücher seines Genres, das ich seit langer, langer Zeit gelesen habe und ein überragendes Krimi-Debüt!

Katharina Bluhm
Frau Bluhm

Geboren 1984 in Aschaffenburg als Katharina Bluhm, studierte Frau Bluhm Psychologie und wurde nach dem Studium Erzieherin. Als BUCHSZENE.DE-Kolumnistin entdeckt wurde sie wegen ihrer so sympathischen wie zutreffenden Rezensionen auf…
Zur Biografie von Frau Bluhm

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Geboren 1984 in Aschaffenburg als Katharina Bluhm, studierte Frau Bluhm Psychologie und wurde nach dem Studium Erzieherin. Als BUCHSZENE.DE-Kolumnistin entdeckt wurde sie wegen ihrer so sympathischen wie zutreffenden Rezensionen auf…
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