In „Die Frauen von Kilcarrion“ versetzt uns Jojo Moyes in die Leben dreier Frauen. Mit ihrem realistischen und berührenden Roman spannt sie ein erzählerisches Panorama von fast einem Jahrhundert.

„Die Frauen von Kilcarrion“ ist Jojo Moyes‘ Debütroman

12. Juli 2021 | Stephanie Pointner

Jojo Moyes

Die Frauen von Kilcarrion

ISBN 978-3-499-26795-6

430 Seiten | € 17,00

Rowohlt

Romantik (3/5)

Komik (1/5)

Weisheit (5/5)

Gänsehaut (4/5)

Unterhaltung (5/5)

Titelbild Die Frauen von Kilcarrion

Ein Umzug nach Hongkong, eine Heirat und eine wechselvolle Ehe

1953 ist Joy eine junge Frau aus England, die mit ihren Eltern in Hongkong lebt. Bei einer großen Feier lernt sie den Offizier Edward kennen und lieben. Die beiden beschließen, sehr schnell zu heiraten. Sie führen eine Ehe mit vielen Höhen und Tiefen, ziehen nach Irland und bekommen zwei Kinder. Unter anderem Kate, die sich selbst als das ungeliebte schwarze Schaf in der Familie fühlt und den Eindruck hat, dass ihre Eltern ihr viele Vorwürfe machen. Als die noch minderjährige Kate schwanger wird, zieht sie nach England und hält nur noch losen Kontakt zu ihren Eltern. 

Drei Frauen entschließen sich zu Offenheit, auch wenn es schmerzt

Im Jahr 1997 geht Kates Beziehung in die Brüche. Darunter leidet auch ihre sechzehnjährige Tochter Sabine – sie vermisst den Stiefvater. Daher schickt Kate ihre Tochter nach Irland zu den Großeltern. Sabine ist zunächst sehr unglücklich über diesen Beschluss, auch hat sie Schwierigkeiten sich in Irland und dem alten Haus einzuleben. Zudem gestaltet sich das Zusammenleben mit ihrer Großmutter Joy und dem kranken Großvater Edward als kompliziert und konfliktreich. Dennoch ist Joy sehr bemüht, da sie hofft zu ihrer Enkelin ein besseres Verhältnis aufbauen zu können, als zu ihrer Tochter. Bald müssen alle drei Frauen feststellen, dass manche Wunden nur durch bedingungslose Offenheit miteinander geheilt werden können, auch wenn die Erinnerungen an die Vergangenheit schmerzhaft sind.

„Die Frauen von Kilcarrion“ ist Jojo Moyes‘ Debütroman

Spätestens seit dem herzergreifenden und dennoch humorvollen Roman „Ein ganzes halbes Jahr“ ist Jojo Moyes eine weltweit gefragte Romanautorin. Ihre Bücher – z.B. auch „Wie ein Leuchten in tiefer Nacht“ – sind aus den Bestsellerlisten nicht mehr wegzudenken. „Die Frauen von Kilcarrion“ ist der erste Roman, den Jojo Moyes schrieb. Sie erzählt darin eine berührende Geschichte über drei Frauen und die Kraft des Verzeihens. Obwohl die Handlung ohne große Spannung dahinplätschert, haben mich die Einblicke in die Familiensituation und das hohe Konfliktpotenzial gefesselt und mitgerissen. Man taucht derart tief in die Geschichte der drei Frauen ein, dass man den Schmerz, die Enttäuschung und den Wunsch nach Vergebung beinahe am eigenen Leib spüren kann.

Dieser Roman ist realistisch, glaubwürdig und ergreifend

Jojo Moyes gelingt eine äußerst glaubwürdige Geschichte, in der nichts beschönigt wird. Es gibt auch kein konstruiertes Happy End – vielmehr bleibt den drei starken Hauptfiguren trotz Aussprache und Versöhnung ein Teil ihres Schmerzes erhalten. Dies erscheint zwar gegenüber Sabine, Kate und Joy etwas gnadenlos, wirkt aber realistisch und glaubwürdig. Sehr gut beschreibt Jojo Moyes, wie unzertrennbar das Band zwischen Müttern und ihren Kindern ist und wie wichtig es ist, Fehler zu verzeihen, um am Schicksal nicht zu zerbrechen. Aber auch die Beschreibung von Sabines Emotionen überzeugen auf ganzer Linie. Wir begleiten das jugendliche Mädchen auf ihrer Identitätssuche mit all den Selbstzweifeln. Gerade Sabines Gefühlsleben und Entwicklung schildert Jojo Moyes besonders ergreifend.

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