In Claire Douglas‘ Thriller „Beste Freundin“ bekommt die Journalistin Jess den Auftrag, über einen Doppelmord zu schreiben. Je mehr sie erfährt, umso mehr rückt ihre einst beste Freundin ins Fadenkreuz.

Claire Douglas‘ „Beste Freundin – Niemand lügt so gut wie du“ liefert ein überraschendes Finale

9. Juli 2021 | Stephanie Pointner

Claire Douglas

Beste Freundin

ISBN 978-3-328-10547-3

496 Seiten | € 13,00

Penguin

Romantik (2/5)

Komik (1/5)

Weisheit (3/5)

Gänsehaut (4/5)

Unterhaltung (4/5)

Beste Freundin

Zwei brutale Morde erschüttern die Heimat der Journalistin Jess

Jess wuchs in der kleinen verschlafenen Küstenstadt Tilby in England auf. Als Erwachsene zog sie nach London, um ihren Traum, als Journalistin durchzustarten, wahr werden zu lassen. Doch nach einer moralisch verwerflichen Aktion, verliert Jess ihre Arbeit und ist gezwungen aus London weg zu ziehen und bei einer kleinen Zeitung anzufangen. Eines Tages bekommt sie einen interessanten Auftrag: In einem Nachbarort eben jener Küstenstadt, in der Jess aufwuchs, wurden zwei Menschen brutal ermordet und die Täterin liegt im Koma. Jess soll über die Hintergründe dieses brutalen Verbrechens berichten. Dazu begibt sie sich zurück in ihre Heimat.

Jess beschleicht ein Verdacht: Ist ihre beste Freundin eine Mörderin?

Schon bald muss Jess feststellen, dass die vermeintliche Täterin Heather ist. Die beiden waren in ihrer Kindheit beste Freundinnen und unzertrennlich. Da sie sich nicht vorstellen kann, dass Heather hinter dem Doppelmord steckt, beginnt sie zu recherchieren und Anwohner zu befragen. Leider spricht vieles für Heathers Schuld. Es scheint, als hütete ihre ehemals beste Freundin ein dunkles Geheimnis. Zudem entdeckt Jess eine Verbindung zum finstersten Tag in ihrem und Heathers Leben.

Gibt es eine Verbindung zum Verschwinden einer weiteren Freundin?

In dem letzten Sommer, den die beiden Freundinnen gemeinsam verbrachten, besuchten sie häufig in Begleitung von Heathers großer Schwester Flora einen Jahrmarkt. Flora begann eine Beziehung mit einem Schausteller und widersetzte sich häufig den von ihrer Mutter festgelegten Regeln. Eines Tages verschwand die junge Frau spurlos. Bis in die Gegenwart bleiben die Hintergründe und das Schicksal der jungen Frau mysteriös und ungeklärt. Jess muss sich die Frage stellen, ob der Doppelmord im Zusammenhang mit diesem, Jahre zurückliegenden Verbrechen steht.

Claire Douglas‘ Thriller startet verhalten und endet furios

Wie in allen ihren Thrillern überzeugt Claire Douglas einmal mehr durch ihren detaillierten Schreibstil, der dennoch nicht zu ausschweifend ist. Als Leser*in taucht man komplett in die Handlung ein und man spürt die Bedrohungen, denen Jess ausgesetzt ist, beinahe am eigenen Leib. Dies führt zu einigen Gänsehautmomenten. Aber auch die Beschreibungen der Orte und Protagonist*innen kommen detailreich und bildgewaltig daher, was der der Lektüre für Kopfkino sorgt. Dennoch dauert es leider sehr lange bis die Handlung von „Beste Freundin – Niemand lügt so gut wie du“ an Spannung aufbaut. Ungünstigerweise wirken gerade die ersten Kapitel etwas zäh und langatmig, da ist Durchhaltevermögen gefragt. Wer es aufbringt, wird dafür umso mehr belohnt, denn die letzten Kapitel und die so spektakuläre wie unerwartete Auflösung verwandeln Claire Douglas‘ Thriller in einen fesselnden Pageturner. Wie bereits in ihrem Vorgänger-Krimi „Vergessen – nur du kennst das Geheimnis“ geht es in „Beste Freundin – Niemand lügt so gut wie du“ um Freundinnen und ein schlimmes Geheimnis. 

„Beste Freundin – Niemand lügt so gut wie du“ hat ein Gänsehautfinale

Das Faszinierende beim Lesen von „Beste Freundin“ ist, dass man immer wieder das Gefühl hat, der Wahrheit zum Greifen nahe zu sein, aber dann fehlt doch immer noch ein Puzzlestück, um alle Zusammenhänge zu erkennen. Claire Douglas flicht immer neue Details in die Handlung ein und entwickelt auf diese Weise ein fesselndes Verwirrspiel mit zahlreichen falschen Fährten. Der Doppelmord, Heathers Geheimnis und Floras Verschwinden lösen sich größtenteils überraschend, aber dennoch sehr schlüssig und wie ein Paukenschlag auf. Gerade der Epilog enthüllt die ganze Tragweite der Tat und ermöglicht ein Gänsehautfinale, dass lange im Gedächtnis bleibt.

 

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