Frau Bluhm liest „Blutige Beichte“: 5 von 5 Blu(h)men

Handgranaten im Beichtstuhl und eine nach Bali abgehauene Ehefrau
„Haste Kacke am Schuh, haste Kacke am Schuh!“ Nie hat dieser Ausspruch besser gepasst, als zu der Situation, in der sich Karl Zimmerschied in Jörg Steinleitners neuem Krimi „Blutige Beichte“ am Anfang des Romans befindet. Der Polizeipräsident des Bayerischen Landeskriminalamts in München weiß nicht mehr, wo ihm der Kopf steht: Seine Frau Roswitha befindet sich auf dem Trip der Selbstfindung und lässt ihn mit Haus und Hof und Kühen alleine, um in Bali eine Oben-ohne-Bar zu eröffnen, im Amt überschlagen sich die Fälle, nebenbei bekommt Karl Zimmerschied merkwürdige Drohbotschaften, die Presse steigt ihm aufs Dach und dann kommt auch noch Jugendfreund und Pfarrer Herrmann um die Ecke und übergibt Karl eine Tüte voller Kriegswaffen, die er im Beichtstuhl gefunden hat. Und als wäre das nicht alles schon genug, kündigt sich auch noch der US-Präsident zum Staatsbesuch an!
Vergewaltigung, Mord, Einbruch – und immer derselbe Täter
Blutige Beichte
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Man sieht schon, Jörg Steinleitner hat seine Geschichte breit gefächert. Doch denkt man zu Anfang noch, dass das doch alles am Ende überhaupt nicht zusammenpassen kann, so täuscht man sich dabei ganz gewaltig. Denn tatsächlich laufen die losen Fäden im Rahmen von Karl Zimmerschieds eher unkonventionellen Ermittlungsmethoden immer weiter aufeinander zu, bis er dann irgendwann, mit Hilfe seines genauso unkonventionellen Teams, eine ziemlich überraschende Auflösung präsentiert. Wenn es in der Polizeiarbeit jemals ein Puzzle gegeben hat, das weiße Kätzchen auf weißer Decke zeigt, dann der Fall, den Zimmerschied hier lösen muss: Eine versuchte Vergewaltigung, ein Einbruch und ein Mord an einem Politiker. Tatwaffen, Tatorte, Tatzeitpunkte alle unterschiedlich. Und doch scheint es der gleiche Täter zu sein. Geht nicht? Doch, geht. Wie, das müsst ihr selbst nachlesen.
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