Joy Renner: Das Haus an der Grand Avenue | BUCHSZENE

Ein Mädchen aus ärmlichen Verhältnissen. Ein großzügiger Ölmagnat. Und eine so leidenschaftliche wie unmögliche Liebe. Joy Renners „Das Haus an der Grand Avenue“ basiert auf einer wahren Begebenheit.

In „Das Haus an der Grand Avenue“ entführt Joy Renner ins malerische Oklahoma des Jahres 1917

10. August 2020 | Simone Lilienthal

Titelbild Das Haus an der Grand Avenue Lesesommer 2020

Der Ölmagnat Ernest nimmt das Mädchen Lydie bei sich auf

Lydie wird ins New York des Jahres 1917 hineingeboren. Doch ihre arme Familie kann die vielen Kinder nicht ernähren. Deshalb freut sie sich über das Angebot des Ölmagnaten Ernest Marland und seiner Frau Virginia, sie nach Oklahoma zu holen. Die Marlands bieten ihr die Chance, eine gesellschaftliche Stellung zu erreichen, die in Flourtown bei ihren leiblichen Eltern allenfalls ein kühner Traum bleiben würde. Als Näherin oder Verkäuferin wäre ihr selbst der Zutritt zum Country Club dieser kleinen Stadt verwehrt, und sie würde niemals das Vergnügen genießen, kostbare Kleider und wertvollen Schmuck zu tragen oder sich auf einem Ball zu amüsieren.

Die Männer umschwirren die attraktive Lydie wie die Fliegen

Mit dem Werben der zahlreichen jungen Männer, die sie auf manchen Veranstaltungen wie Fliegen umschwirren, weiß sie umzugehen. Es macht ihr Spaß, mit den Männern zu flirten, und sie freut sich über die Aufmerksamkeit, die man ihr entgegenbringt, hält aber stets den nötigen Abstand und denkt gar nicht daran, sich näher mit ihnen zu beschäftigen. Mit jedem Atemzug ist ihr bewusst, dass sie ihr unbeschwertes Leben im Haus an der Grand Avenue den Adoptiveltern Ernest und Virginia verdankt. Auch deshalb fühlt sie sich gezwungen, die gesellschaftlichen Pflichten ihrer Mutter zu übernehmen, als diese schwer erkrankt.

Hat Lydies Liebe zu John unter diesen Umständen eine Chance?

Bei einem Ausflug zu den Ölfeldern rettet Lydie einen jungen Mann aus einer gefährlichen Situation. Schon bald verliebt sie sich unsterblich in John. Die beiden treffen sich fortan regelmäßig. Allerdings darf niemand von ihrer Liebe erfahren, denn John ist ein Arbeitersohn und Lydie für ihren Adoptivvater so etwas wie eine kostbare Prinzessin. Dass John ehrgeizig ist und sicher einmal eine angesehene Stellung als Ingenieur im Ölgeschäft bekleiden wird, zählt nichts. Und schließlich gibt es neben Lydies Adoptivvater noch andere, die diese Verbindung nicht gutheißen.

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