
Wird in der Kunstszene viel gekokst? Wie rutscht man vom schlichten Schreiner und Dorf-Loser in die Welt des Verbrechens ab? Aus welchem Holz sind Museumsdirektoren geschnitzt? Und: Könnte einen selbst auch das Schicksal Felix Ambachs, des Helden von Steinleitners & Edlingers neuer 6-teiliger Krimiserie „Ambach“ ereilen? Die Autoren stehen Rede und Antwort.
Herr Edlinger, Herr Steinleitner, das Verbrechen, mit dem sich der Held Ihrer Krimiserie, Felix Ambach, zunächst befasst, ist die Kunstfälschung. Doch schon bald und mit seinem zunehmenden Erfolg gerät er ja in Kreise, die auch vor Mord nicht zurückschrecken. Sogar die Ermittler der Mordkommission heften sich ihm an die Fersen. Wie glaubwürdig ist Ihr Kriminalroman?
Edlinger: Es ist ja so, dass man als Fälscher seine Werke nicht einfach so zur Auktion geben kann. Das heißt, man braucht kriminelle Helfer. Und die sind mitunter aus anderem Holz geschnitzt als Museumsdirektoren.
Steinleitner: Zudem rutscht Felix in diese Welt von Mord und Drogen ja auch eher aus Versehen hinein. So wie ihm das passiert, passiert das nicht nur in unserem Krimi – das könnte jedem von uns auch in der Realität passieren.
Edlinger: Das war uns wichtig, dass wir einen Helden haben, der eher ungeplant immer tiefer in den Sumpf gerät. Das steigert sich im Laufe der Krimiserie ganz langsam. Und Felix gerät immer wieder in Situationen, in denen er sich so oder so entscheiden könnte. Er biegt halt leider sehr oft falsch ab.
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