Literarische Texte – Was ist Epik, Lyrik und Dramatik? | BUCHSZENE

Literarische Texte

Der Unterschied zwischen Sachtext und literarischem Text

Literatur sei Sprache, die mit Sinn geladen ist, schrieb der US-amerikanische Schriftsteller Ezra Pound. Demnach wäre ein literarischer Text zum Beispiel ein epischer, lyrischer oder dramatischer Text, der Sinn trägt. Aber auch Sachtexte tragen Sinn in sich und so ist Ezra Pounds Definition nicht vollkommen zufriedenstellend. Eine andere Erklärung literarischer Texte konzentriert sich auf den Einsatz sprachlicher Mittel.

Sprache systematisch einsetzen spricht für literarischen Text

Danach sind literarische Texte schriftliche Ausführungen, in denen der Schriftsteller sprachliche Stilmittel systematisch verwendet. Ein weiterer Unterschied zwischen Sachtext und literarischem Text ist, dass es sich der Schriftsteller eines literarischen Texts erlaubt, von der herkömmlichen Sprache abzuweichen. Dies kann durch den Einsatz spezieller Stilmittel wie Metapher, Ironie oder Übertreibung geschehen. Ein Sachtext dagegen zielt auf Eindeutigkeit hin.

Wir erklären verschiedene Formen von literarischen Texten

Im nächsten Absatz wollen wir die verschiedenen literarischen Gattungen kurz erklären, also insbesondere folgende Ausformungen literarischer Texte:

  • Epik
  • Lyrik
  • Dramatik

Desweiteren beschäftigen wir uns mit den Unterschieden zwischen folgenden literarischen Texten:

  • Hochliteratur
  • Populärliteratur
  • Trivialliteratur

Die Epik ist die häufigste Form aller literarischen Texte

Von allen literarischen Texten ist die Epik die am häufigsten anzutreffende Form. Das Wort „Epik“ kommt aus dem Griechischen. Es bezeichnet die erzählenden Formen literarischer Texte wie Romane, Kurzgeschichten oder Novellen. Der Begriff „Lyrik“ bezeichnet literarische Texte, die wir der Dichtkunst zurechnen. Merkmale von Lyrik können sein: Metrik, Vers, Reim und eine besonders bilderreiche Sprache.

Dramatik steht für viel Dialog und Monolog im literarischen Text

Dramatik ist der Gattungsbegriff für literarische Texte, die an die Stelle der epischen Erzählung eine szenisch-theatralische setzen. Hier stehen Dialog und Monolog im Vordergrund. Der übliche Rahmen, in dem diese literarischen Texte dargeboten werden, sind das Theater und die Oper. In literarischen Texten der Dramatik zeigt sich die Welt als konfliktträchtiger Ort. Grundformen der Dramatik sind Tragödie und Komödie.

Hoch-, Populär-, Trivialliteratur – Differenzierungen literarischer Texte

Literarische Texte lassen sich auch in Hochliteratur, Populärliteratur und Trivialliteratur gliedern. Als Hochliteratur definiert man literarische Texte, die hinsichtlich ihres literarischen Konzepts vom Bekannten abweichen und etwas Neues oder Spezielles darstellen. Ein weiteres Merkmal ist, dass man Hochliteratur eine Qualität zuspricht, die unabhängig von Moden und Trends zeitlos überdauert.

Populärliteratur ist zeitgeistig, gilt aber als literarischer Text

Zur Populärliteratur dagegen zählen literarische Texte, die dem Zeitgeist huldigen. Ihr Anspruch besteht weniger darin, konzeptionell Neues zu bieten, sondern zu unterhalten. Entsprechend werden literarische Texte der Gattung Populärliteratur/Unterhaltungsliteratur in der Regel häufiger gelesen und von einem breiteren Publikum gekauft. Kriminalroman und Liebesroman werden dieser Art literarischer Texte zugerechnet.

Trivialliteratur: geringster Anspruch unter den literarischen Texten

Desweiteren gibt es noch die Gattung der Trivialliteratur. Literarische Texte, die so tituliert werden, zeichnen sich durch geringen literarischen Anspruch, stereotype Figuren und klischeehafte Handlungsverläufe aus. Dennoch erreichen gerade Schriftsteller dieser literarischen Texte ein Millionenpublikum. Es bleibt festzuhalten, dass die Unterscheidung zwischen Hochliteratur, Populärliteratur und Trivialliteratur ein typisch deutsches Phänomen ist. Im angloamerikanischen Sprachraum ist dieses Schubladendenken weit weniger verbreitet.

BUCHSZENE.DE schätzt jede Form von Literatur und literarischem Text

Die Redaktion von BUCHSZENE.DE fühlt sich in dieser Hinsicht eher dem offeneren, angloamerikanischen Zugang verpflichtet. Wir mögen und interessieren uns für jede Form von literarischem Text – ganz gleich, ob es sich um Epik, Lyrik oder Dramatik handelt; egal, ob die Literaturwissenschaft ihn als Hochliteratur, Populärliteratur oder Trivialliteratur klassifiziert. Uns geht es um die gemeinsame Freude am Genuss literarischer Texte.

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