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Frau Bluhm liest zwei Bücher von Jeffery Deaver und kommt zum unterschiedlichen Ergebnis:
„Der Todbringer“
„Der Todesspieler“
Lincoln Rhyme und Amelia Sachs ermitteln in ihrem 14. Fall
Bereits zum vierzehnten Mal schickt Jeffery Deaver sein außergewöhnliches Ermittlerduo Lincoln Rhyme und Amelia Sachs ins Rennen. „Der Todbringer“ schlägt im Diamantendistrikt von New York zu, und hinterlässt einen furchtbar anzusehenden Tatort: Ein junges Paar liegt ermordet beieinander, die Hände im Todeskampf verschränkt. Ein grausiger Anblick für die frisch verheiratete Amelia. Doch wie immer ist bei Jeffery Deaver nichts so einfach, wie es auf den ersten Blick scheint. Aus mehreren Erzählperspektiven betrachtet, läuft die Storyline gegen Ende des Thrillers zu einer einzigen logischen Lösung zusammen, auf die man niemals kommen würde.
Jeffery Deavers Serie zeigt leichte Abnutzungserscheinungen
Die Lektüre des neuesten Lincoln-Rhyme-Thriller ist ein Muss für alle, die der Reihe von Anfang an folgen. Allerdings zeigt die Serie Abnutzungserscheinungen. Die Tatsache, dass der gehbehinderte Lincoln Rhyme und die risikobereite Amelia Sachs so ein gutes Team ergeben, war von Anfang an faszinierend und ist es auch jetzt noch. Er, der verkopfte, vernunftbetonte Wissenschaftler. Und sie, die gefühlsbetonte, ihren Instinkten folgende Mechanikerin, die es genießt, mit halsbrecherischer Geschwindigkeit Auto zu fahren. Eigentlich ein geniales Team. Mit den Jahren gewöhnte man sich aber an sie; und jetzt, da Amelia und Lincoln verheiratet sind, flacht auch der Spannungsbogen ihrer persönlichen Beziehung ab.
Mit „Der Todesspieler“ startet Jeffery Deaver eine neue Thriller-Reihe
Wissenschaft und Instinkt vereinen sich aber in einer weiteren, von Jeffery Deaver erdachten Figur: Colter Shaw ist der Protagonist einer neuen Serie, die mit dem Band „Der Todesspieler“ startet. Aufgewachsen in der Wildnis, lernte er von seinen Aussteigereltern alles, was man zum Überleben braucht. Colter Shaw kann mit Waffen umgehen und ist im Nahkampf bewandert. Außerdem ist er sehr belesen und intuitiv, und obendrein der beste Spurenleser der Familie. Weil er über diese Fähigkeiten verfügt, entschied sich Colter Shaw für den Beruf des Prämienjägers. Er ist darauf spezialisiert, Leute zu finden, die sonst keiner finden kann. Mit den Belohnungen, die Eltern für vermisste Kinder oder Ehepartner für verschwundene Ehemänner aussetzen, bestreitet er seinen Lebensunterhalt. Was auf den ersten Blick hartherzig und berechnend rüberkommt, deutet auf den zweiten Blick auf einen einfühlsamen und sozialen Charakter hin. Colter Shaws Motive gehen über das reine Geldverdienen hinaus.
Colter Shaw und Lincoln Rhyme haben eines gemeinsam
Jeffery Deaver nimmt sich viel Zeit, seinen neuen Protagonisten einzuführen und uns als Leser*innen mit seiner Biografie und seinen Beweggründen vertraut zu machen. Das alles verpackt er in einer interessanten Hülle. Damit liefert er gewohnt gute Jeffery-Deaver-Qualität. Lustigerweise könnte man sagen, Colter Shaw ist alles, was Lincoln Rhyme nicht ist, und doch haben sie die gleiche Profession: Spurenlesen. Meiner Meinung nach tut Jeffery Deaver sehr gut daran, diese neue Reihe zu eröffnen. Dieser Colter Shaw ist einem sofort sympathisch.
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