Corona in der Seele – Was Kindern hilft | BUCHSZENE.DE

In einem aufrüttelnden Gespräch über ihr Buch „Corona in der Seele“ erklären Dr. Claus Koch und Dr. Udo Baer, warum Kinder und Jugendliche besonders unter der Pandemie leiden und wie wir ihnen helfen können.

Dr. Claus Koch und Dr. Udo Baer im Interview über ihr Buch „Corona in der Seele“

21. September 2021 | Interview: Jörg Steinleitner

Titelbild Corona in der Seele

Mit etwas Glück können Sie das Buch „Corona in der Seele“ gewinnen. Wir verlosen 15 Exemplare!


Herr Dr. Baer, Herr Dr. Koch, im Vorwort Ihres Buchs „Corona in der Seele“ schreiben Sie, dass die Kinder und Jugendlichen trotz der Pandemie nicht als „verlorene Generation“ anzusehen sind, dass Sie aber sehr wohl unsere Unterstützung brauchen, um keine dauerhaften Nachteile davonzutragen. Warum ist die Covid-Generation nicht verloren?

Dr. Claus Koch: Bezeichnet man Kinder und Jugendliche im Rückblick auf die Pandemie als eine „verlorene Generation“, haftet ihnen der Makel an, dass ihnen im Gegensatz zu vorherigen Generationen etwas fehlt. Bezeichnenderweise wird dieser „Mangel“ meistens in Zusammenhang mit schulischer Leistung genannt, was die Sache nicht besser macht, im Gegenteil. Hinzukommt: Die meisten Kinder und Jugendlichen litten tatsächlich in irgendeiner Form unter der Pandemie, sei es aufgrund von Schulschließungen, am Verlust sozialer Kontakte, an häuslichen Konflikten usw. Aber dies gilt nicht für alle.

Es gab auch Kinder und Jugendliche, die vom Lernen zu Hause profitiert und diese neue Freiheit genossen haben …

Dr. Udo Baer: Andere haben zum ersten Mal ihre Väter für längere Zeit bei sich zu Hause erlebt. Ein Anliegen unseres Buches ist ja gerade, die Voraussetzungen bei Kindern und Jugendlichen zu benennen, die dann zu ganz unterschiedlichen Reaktionen auf das führte, was die Pandemie für alle mitbrachte. Von einer „verlorenen Generation“ zu sprechen oder von „Coronakindern“ vereinfacht ein Geschehen, welches viel komplexer ist als mit einem Schlagwort benannt werden kann und sollte.  

Und weshalb brauchen die meisten Kinder und Jugendlichen dennoch Unterstützung?

Dr. Claus Koch: Alle Menschen brauchen, übrigens von Geburt an, soziale Kontakte, um sich gut entwickeln zu können. Corona aber hat das Sozialleben nahezu aller Kinder und Jugendlichen in irgendeiner Weise eingeschränkt und wir müssen dafür sorgen, dass sie mit den damit verbundenen Folgen möglichst gut fertig werden können – nicht nur die, die besonders darunter gelitten haben und immer noch leiden, sondern auch die, die besser durch diese Zeit gekommen sind. Dazu machen wir in unserem Buch eine Reihe von Vorschlägen – ob für das Familienleben, den Aufenthalt in der Krippe, Kita oder in der Schule oder für mögliche Freizeitaktivitäten. Vorschläge, die die erlebte Kontaktarmut während der Corona Zeit möglichst gut kompensieren können und den Kindern helfen, wieder in das soziale Leben zurückzufinden.  

Welches sind die häufigsten Probleme, die Kinder aus der Corona-Krise mitnehmen?

Dr. Claus Koch: Die häufigsten Probleme ergaben – und ergeben sich immer noch! – aus den während der Corona-Zeit entstandenen vielfältigen Ängsten und aus der diese begleitenden Kontaktarmut. Sämtliche Studien, die wir in unserem Buch aufführen, belegen, dass es bei Kindern und Jugendlichen zu einer deutlichen Zunahme von Angststörungen, von depressiven Zuständen, von Essstörungen, psychosomatischen Beschwerden und anderen Formen psychischer Auffälligkeiten kam. Ziel unseres Buches ist dabei, die jeweils individuellen Voraussetzungen zu benennen, aus denen heraus Kinder und Jugendliche solche Symptome entwickelt haben und wie man ihnen am besten – auch ohne therapeutische Interventionen – begegnen kann.     

Woran erkenne ich, dass mein Kind in der Pandemie-Zeit Schaden genommen hat?

Dr. Claus Koch: Wir erkennen es daran, dass sich ein Kind in seiner Stimmung und seinem Verhalten gegenüber der Zeit vor der Pandemie auffällig verändert hat. Dass es beispielsweise ängstlicher und oder auch schweigsamer geworden ist, trauriger oder verletzbarer, dass es mehr weint als früher oder leicht aufbrausend und aggressiv ist. Oder dass es seine Lebenslust verloren hat, seine Freude und sich immer mehr zurückzieht.

Was passiert, wenn ein Kind, das Hilfe braucht, diese nicht sofort bekommt?

Dr. Claus Koch: Es gilt, diese und ähnliche Symptome beim Kind oder auch Jugendlichen nicht nur zu erkennen, sondern mit den Kindern einfühlsam darüber zu sprechen. Nicht ausfragen, sondern Hilfe anbieten: „Kann ich etwas für dich tun, dass es dir besser geht?“ Es gilt, dem Kind das Gefühl zu geben, dass es beachtet wird, ihm Geborgenheit, Schutz und Sicherheit zu vermitteln. Ihm Hilfe anzubieten und keinesfalls mit Sanktionen zu drohen, wenn es sein Leiden offen zeigt, ist enorm wichtig. Solcherart „Sofortmaßnahmen“ können Eltern, Verwandte oder Freunde schnell ergreifen und sie bedeuten für die betroffenen Kinder und Jugendlichen eine große Hilfe. Mit der Zeit und auch mit Abklingen der Pandemie finden dann die meisten von ihnen den Weg zu ihren früheren Lebensgewohnheiten vor der Pandemie leichter wieder zurück. Wenn sie solche Hilfe nicht erhalten, können sich die Folgen verfestigen und verstärken.

Dr. Udo Baer: Bei schwereren Symptomen wie Essstörungen, Selbstverletzung oder länger andauernden depressiven Zuständen ist professionelle Hilfe notwendig. Aber die Wartelisten für einen Therapieplatz sind in der Corona-Zeit leider immer länger geworden …    

Haben Sie seit den Lockdowns mehr Patienten in Ihren Praxen empfangen? Können Sie das in konkrete Zahlen fassen?

Dr. Claus Koch: Alle erhobenen Studien deuten darauf hin, dass sich während des Lockdowns die Anzahl psychischer Störungen bei Kindern und Jugendlichen mehr als verdoppelt hat. Was insofern nicht überraschend ist, da die vorhandenen Untersuchungen ebenfalls ergeben haben, dass mindestens ein Drittel aller Kinder und Jugendlichen unter den Folgen der Pandemie wie Schulschließungen, sozialer Isolation bei sich zu Hause usw. deutliche psychische Auffälligkeiten zeigen. Auch unsere Erfahrungen zeigen, dass sich die Nachfragen von Kindern – und übrigens auch Erwachsenen – nach Hilfe in der Pandemiezeit teilweise vervielfacht haben.

Sie schildern anhand des Jungen Mirko, wie sich ein Kind durch Corona verändert – vom offenen Kind zum verschlossenen. Der nicht sofort sichtbare Grund für die Wesensänderung ist Angst …

Dr. Udo Baer: Angst hat viele Gesichter. Mirko zieht sich zurück, beteiligt sich nicht mehr am Unterricht … Er hatte in der Pandemie-Zeit Angst, dass der geliebte Großvater sich ansteckt und stirbt, später erweitert sich seine Angst auf die Eltern. Darüber konnte er nicht reden. Es wurde in der Familie viel über Corona geredet, aber nicht über die Ängste. So findet Mirko wie viele andere Kinder keine Worte und traut sich nicht, seine Angst auszusprechen. Es ist wichtig, dass Erwachsene über ihre Angst sprechen UND über ihre Zuversicht. Dadurch werden Kinder ermutigt.

Es gibt auch Kinder, die sich in der Corona-Zeit stärker unter Druck fühlen als zu normaler Zeit. Das Mädchen Sarah, dessen Fall Sie beschreiben, reagierte mit Rückzug. Was können Eltern tun? 

Dr. Udo Baer: In vielen Familien wuchs in Corona- und Lockdown-Zeiten der Druck. Sorge um Ansteckung, Home-Office, Kurzarbeit, Befürchtungen um den Arbeitsplatz und anderes mehr ließen oft eine Atmosphäre des Drucks entstehen. Diese sickert in Sarah und andere Kinder ein. Eltern und Pädagog*innen sollten sich dessen bewusst werden und Druck vermindern – soweit es den Umständen nach möglich ist. Vor allem „druckfreie Zeiten“ und Aktivitäten helfen. Vom Spielen bis zum Sport, Lachen und gemeinsamen Kochen oder Backen – was jeweils hilft, wird jede Familie herausfinden. Und das Geheimrezept lautet: Gegen Druck hilft Drücken. Sich gegenseitig fest in den Arm zu nehmen, entlastet.

Der Studierende Nils sieht die „Welt“ plötzlich wie „hinter einer Scheibe“ und entwickelt starke Ängste. Wie kam diese Entwicklung zustande?

Dr. Claus Koch: Nils steht mit seinen einundzwanzig Jahren für eine Gruppe von jungen Erwachsenen, die hinsichtlich der gravierenden Folgen von Corona viel zu wenig Beachtung gefunden hat. Gerade Studierende haben unter den Corona-Maßnahmen wie Uni-Schließungen, den nur noch virtuellen Vorlesungen und Seminaren und vor allem unter der massiven Einschränkung sozialer Kontakte besonders gelitten. Was auch mit dem Lebensabschnitt zu tun hat, in dem sie sich gerade befinden. Für nahezu alle jungen Erwachsenen bedeutet der Auszug aus dem Elternhaus und die beginnende Ausbildung einen Akt der „Befreiung“, ein Versprechen auf ungezügelte Lebenslust zusammen mit anderen. Die gängigen Popsongs sind voll von solchen Versprechungen „Those were the best days of my life“ singt Bryan Adams im „Summer of 69“.

Corona hat nun genau diese Erwartungshaltung junger Menschen in eine große Krise gestürzt.

Dr. Claus Koch: Ja. Alles, von dem man geträumt hatte, dass es genau jetzt passiert, fiel plötzlich weg. Die Schließung von Hörsälen, Mensen oder Bibliotheken hatte und hat massive Auswirkungen auf die jungen Leute. Gleichzeitig fallen in dieser Entwicklungsetappe aber auch die Leitplanken von Elternhaus und Schule weg, was bei vielen gerade in krisenhaften Zeiten zu großer Verunsicherung und auch Ängsten führt. Nils entwickelt seine massiven Symptome, weil sich das soziale Leben um ihn herum wie „abgestorben“ anfühlt. Und zusätzlich hat Corona wie unter einem Brennglas seine bereits bei ihm vorhandenen Probleme sichtbar werden lassen.     

Von vielen Familien ist zu hören, dass ihre Kinder viel mehr Zeit am Computer oder Smartphone verbringen. Ist das per se schlecht? Können Sie Eltern eine Richtschnur geben, ab wann das gefährlich für die Kindergesundheit werden kann?

Dr. Claus Koch: Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene haben auch vor Corona Computerspiele gespielt und „gezockt“. Natürlich hat die Pandemie hier noch einmal für einen Schub gesorgt, denn jetzt stand ihnen oft einfach mehr Zeit zur Verfügung. Wenn sie zusammen mit anderen „gezockt“ haben, hatte dies sogar eine positive Seite, denn auf diese Weise konnten soziale Kontakte immerhin aufrechterhalten werden. Dies gilt ebenso für die vielfältig möglichen Kontaktmöglichkeiten mit entsprechenden Apps auf dem Smartphone. Gefährlich wird es immer dann, wenn über die Zeit am Computer oder Smartphone die „echten“ Kontakte völlig zum Erliegen kommen und sich die Betroffenen immer mehr von der Außenwelt abgekapselt haben, wenn sie für Eltern und Freunde nicht mehr ansprechbar sind und Suchtprobleme entwickelten. 

Sie berichten auch von Kindern, die als Reaktion auf die Corona-Krise Bett nässen, beißen oder verschwinden. Wie können Eltern herausfinden, ob es Zeit ist, sich Hilfe von außen zu holen?

Dr. Udo Baer: Das Kriterium, sich Hilfe zu holen, ist das Leiden. Wenn Eltern spüren, dass ihre Kinder und sie selbst leiden und wenn ihre eigenen Bemühungen keine Veränderung bewirken, sollte Hilfe gesucht werden.

Es gibt sogar Kinder, die nicht mehr leben wollen. Wie kann es so weit kommen?

Dr. Claus Koch: Tatsächlich hat die Pandemie suizidale Neigungen bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen verstärken können. Auch hier machte die Pandemie in der Regel vorhandene, zumeist schwerwiegende psychische Probleme, die von ihrer elterlichen Umgebung oft gar nicht wahrgenommen wurden, wie unter einem Brennglas sicht- und fühlbar. Auch die Schule als ein Ort, an dem eine solche Entwicklung von einfühlsamen Lehrer*innen bemerkt werden kann, fiel ja häufig weg. Wir haben dies in unserem Beispiel einer jungen Frau gut aufzeigen können.

Was, wenn Eltern sich schämen, sich ein familiäres Problem einzugestehen, das in der Pandemie-Zeit plötzlich aufgetreten ist? Wie können Sie Mut machen?

Dr. Claus Koch: Viele Studien weisen auf eine deutliche Zunahme familiärer Probleme in der Corona-Zeit hin. Entstanden sind sie häufig durch häusliche Enge, das durch Homeoffice ungewohnte Zusammensein unter einem Dach, die Doppelbelastung besonders von alleinerziehenden Müttern, die sich neben ihrem Beruf gleichzeitig auch noch um die schulischen Belange ihrer Kinder kümmern mussten. Dass diese Umstände zu Konflikten führten, liegt auf der Hand und niemand muss sich dafür schämen. Es hilft, sie nicht unter den Tisch zu kehren, sondern gemeinsam mit den Kindern ohne Schuldzuweisungen anzusprechen.    

Wo können Eltern Hilfe finden?

Dr. Udo Baer: Das ist in den Kommunen und Landkreisen unterschiedlich. Im Internet oder in den Telefonverzeichnissen gibt es eine Reihe von Beratungsstellen und andere Hilfsangeboten, die weiterhelfen. Manche Städte haben zentrale Ansprechstellen, denen man sein Problem schildern kann und die dann an die passende Beratung weitervermitteln.

Im ersten Teil Ihres Buchs „Corona in der Seele“ gehen Sie auf einzelne Schicksale ein. In einem weiteren Kapitel zeigen Sie ganz allgemein, was Kinder stark macht. Können wir die wesentlichen Punkte kurz aufzeigen, mit denen Eltern ihren Kindern Gutes tun können?

Dr. Claus Koch: Neben vielen Fallbeispielen und Lösungsvorschlägen war eines der Hauptanliegen unseres Buches aufzuzeigen, warum Kinder und Jugendliche auf die Herausforderung der Pandemie ganz unterschiedlich reagieren. Was auch und vor allem mit ihren Bindungserfahrungen in der frühen Kindheit zusammenhängt. Jedes Kind sucht ja von Beginn seines Lebens an den Kontakt zu seinen nächsten Angehörigen. Entscheidend dabei sind seine Resonanzerfahrungen, also dass es auf seine anfänglichen Gesten und Worte von seiner Umgebung eine Antwort erhält. Nur so kann es sozial überleben. Und diese Suche nach sozialen Kontakten und die Art, wie seine nächste Umgebung auf es reagiert prägt seine ganze weitere Entwicklung und hört niemals auf.

Genau diese Prozesse sozialen Austauschs haben während der Pandemie besonders gelitten.

Dr. Udo Baer: Ja. Es fehlte vor allem an sozialer Resonanz! Und so wurden Erfahrungen, die das Kind in seiner frühen und späteren Entwicklung gemacht hat, wieder „getriggert“, also hervorgerufen. In der Regel hatten es dann solcher Kinder und Jugendliche mit einer guten sozialen Bindung zu ihrer nächsten Umgebung oft leichter, mit den Einschränkungen des sozialen Lebens während der Pandemie umzugehen, als Kinder, die in ihren Familien schon früh die Erfahrung gemacht hatten, mit ihren sozialen Bedürfnissen nicht „gehört und gesehen“ zu werden.

Für die wiederholte sich einfach etwas, das sie schon kannten …

Dr. Claus Koch: Und das machte sie zusätzlich ängstlich unglücklich. Woraus folgt, wie wir Kindern und Jugendlichen während und auch nach der Pandemie am besten helfen können: In dem wir uns ihnen zuwenden, ihnen auf ihre Fragen, auch wenn wir sie nur bei ihnen spüren, Antworten geben, sie annehmen und anerkennen, wie sie gerade sind. Sodass sie bei uns Geborgenheit und Sicherheit spüren und einen Halt finden. Dass wir, mit anderen Worten, für sie da sind, Präsenz zeigen. Dann fühlen sich auch diese Kinder mit ihren Problemen, die die Corona-Zeit für sie wie für alle Kinder und Jugendlichen mit sich brachte, bei uns gut angenommen, bei uns aufgehoben und von uns respektiert. Das mindert Ängste und stärkt ihr Vertrauen in ihre nächste Umgebung und darüber in die ganze Welt um sie herum. Wie das geht, beschreiben wir ausführlich in unserem Buch.

Am Ende Ihres Buchs verraten Sie kreative Methoden, die Sie mit dem Institut für soziale Innovationen (ISI) und dem Pädagogischen Institut Berlin (PIB) entwickelt haben. Methoden, die dazu dienen, die häufigsten Pandemiefolgen abzubauen und gleichzeitig den individuellen Besonderheiten der Kinder und Jugendlichen Raum zu geben. Könnten Sie bitte zwei oder drei solcher kreativen Ideen erklären?

Dr. Udo Baer: Ein Kind sucht sich zum Beispiel einen Stein aus, der zu einem „Kraftstein“ wird. Der Stein wird gesäubert und von dem Kind bemalt. Es trägt ihn bei sich. Wenn es Angst spürt oder sich hilflos fühlt, kann das Kind den Stein umfassen. Ein anderes Beispiel betrifft die Unfassbarkeit der Covid 19-Viren. Es hilft, sie sich konkreter vorzustellen, zum Beispiel, indem ein Kind ein Virus-Monster malt. Danach kann es ein Anti-Viren-Monster malen oder aus Ton gestalten, das die Viren-Monster vertreibt oder auffrisst. Die Corona-Gefahr schafft oft ein Gefühl der Ohnmacht und Wirkungslosigkeit. Durch solche und andere kreative Aktivitäten können Kinder aus der Ohnmacht herauskommen und über Hände-Waschen hinaus wirksam und tätig werden.

Können Sie uns am Ende unseres Gesprächs noch etwas Aufmunterndes mit auf den Weg geben?

Dr. Claus Koch: Die teilweise schlimmen Folgen von Corona für Kinder und Jugendlichen sind kein Naturgesetz. Wir, ob als Eltern, Erzieher*innen oder Lehrer*innen können helfen sie zu verhindern, zumindest aber sie zu mildern. Entscheidend ist, dass wir in gutem Kontakt zu den Kindern und Jugendlichen bleiben und sie mit Empathie und kreativen Lösungen in dieser schwierigen Zeit begleiten. Dass wir ihnen auf vielfältige Weise eine Rückkehr ins soziale Leben ermöglichen. Eltern, aber auch viele Pädagog*innen haben das in dieser schwierigen Zeit bewiesen. In unserem Buch „Corona in der Seele“ haben wir eine Reihe von Beispielen dafür aufgeführt.

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