Eine Schneiderin, die aus dem Blut der Sterne und dem Lachen der Sonne Kleider näht. Und ein Dämon, dem sie grausam ausgeliefert ist. Frau Bluhm liest Elizabeth Lims „Bestickt mit den Tränen des Mondes“.

Frau Bluhm hadert mit Elizabeth Lims Roman „Bestickt mit den Tränen des Mondes“

12. November 2021 | Frau Bluhm

Titelbild Bestickt mit den Tränen des Mondes


Frau Bluhm liest „Bestickt mit den Tränen des Mondes“: 2 von 5 Blu(h)men


Kleider aus dem Blut der Sterne und dem Lachen der Sonne

Die Schneiderin Maia Tamarin hat das eigentlich Unmögliche geschafft: Mit Hilfe des Magiers Edan gelang es ihr, die drei für die kaiserliche Hochzeit gewünschten Kleider zu fertigen. Doch die Textilien aus dem Blut der Sterne, dem Lachen der Sonne und den Tränen des Mondes haben einen furchtbaren Preis, den nur Maia bezahlen kann. Der Dämon Bandur gewinnt immer mehr Macht über sie und bald steht die Schneiderin des Kaisers vor schwerwiegenden Entscheidungen.

Der zweite Teil von „Ein Kleid aus Seide und Sternen“ ist schwach

„Bestickt mit den Tränen des Mondes“ ist der zweite und abschließende Teil von Elizabeth Lims Fantasy-Dilogie. Der erste Band „Ein Kleid aus Seide und Sternen“ war bis auf kleine Abstriche unterhaltsam und machte Lust auf mehr. Leider hat mich die Fortsetzung sehr enttäuscht.

Der allgemeine Ton des Romans ist düster und kalt

Weder mit der Story, noch mit den Figuren wurde ich wirklich warm. Es fehlt durchweg an Emotionen und der allgemeine Ton des Romans ist mir zu düster und kalt. Sicherlich trägt der Schreibstil, der aus der Ich-Perspektive von Maia gehalten ist, genauso dazu bei, wie die Entwicklung der Beziehung zwischen den beiden Protagonisten. Fand ich die Spannung zwischen Maia und Edan im ersten Band noch aufregend und wunderschön zu lesen, so fehlt mir im zweiten Band die wirklich tiefe Emotion. Es mag als Stilmittel gemeint sein, dass Maia durch die Besessenheit Bandurs immer unmenschlicher wird, und somit auch ihre Gedanken immer kälter und härter, nur geht für mich der Schuss dabei wirklich nach hinten los.

Die asiatisch inspirierte Weltenschöpfung ist gelungen

Maia ist mir schlichtweg unsympathisch. Die Vorkommnisse und die eigentlich aufregenden Wendungen sind mir zu blass und emotionslos dargestellt, der Ausgang des Buches wird einem im Laufe der Lektüre beinahe gleichgültig. Einzig und allein das asiatisch inspirierte, fantasievolle Worldbuilding ist wirklich positiv zu erwähnen. Ob Götter, Dämonen, Geister, Magie – die Zutaten stimmen. Unter der Feder Elizabeth Lims erstrahlen die Landschaften in ebenso farbenfrohem Licht wie ihre Bewohner. Leider bleibt dies alles viel zu oberflächlich. Insgesamt kann ich daher die Lektüre von „Bestickt mit den Tränen des Mondes“ leider nicht empfehlen. Schade.

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Frau Bluhm

Geboren 1984 in Aschaffenburg als Katharina Bluhm, studierte Frau Bluhm Psychologie und wurde nach dem Studium Erzieherin. Als BUCHSZENE.DE-Kolumnistin entdeckt wurde sie wegen ihrer so sympathischen wie zutreffenden Rezensionen auf Lovelybooks.


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