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Donna Leon

Donna Leon

Sie war Tennis-Champion im Iran und liebt Musik – Donna Leon im Porträt

Mit 23 verließ sie New Jersey, wo sie 1942 geboren wurde, um in Perugia und Siena weiterzustudieren. Sie blieb im Ausland, arbeitete als Reisebegleiterin in Rom, als Werbetexterin in London und als Lehrerin an amerikanischen Schulen in ganz Europa und Asien. Im Iran wurde sie kurz vor dem Sturz des Schahs erster und einziger weiblicher Tennis-Champion. Jahrelang lehrte sie englische und amerikanische Literatur an der Universität eines amerikanischen Militärstützpunkts in der Nähe von Venedig, wo sie seit 1981 lebt, wenn sie sich nicht gerade an ihrem anderen Wohnsitz in der Schweiz aufhält.

Die Freundschaft mit Cecilia Bartoli bedeutet ihr viel

Die Idee für ihren Erstling kam Donna Leon durch ihre Leidenschaft für die Oper. Beim Besuch einer Probe im venezianischen Opernhaus La Fenice ereiferte sich ihr Begleiter: „Ich könnte den Dirigenten um bringen!“ – „Ich mach’s für dich, aber in einem Roman“, beruhigte sie ihn. Gemeinsam erkundeten sie das Haus, um Fluchtwege für einen möglichen Täter zu finden, und Donna Leon erfand Commissario Brunetti, um ihn zu fassen. Das Resultat war „Venezianisches Finale“, der erste von bis heute fünfundzwanzig Fällen für den inzwischen legendären Commissario. Die Brunetti-Romane machten sie weltberühmt, doch die Musik spielt im Leben der bekennenden Händel-Afficionada noch immer eine große Rolle: Mit dem Kamerorchester „Il Complesso Barocco“ reist sie durch die ganze Welt, mit der Sängerin Cecilia Bartoli verbindet sie eine Freundschaft.
Es sind von ihr mehrere kleine Bücher mit CD erschienen: „Tiere und Töne“ mit Händel-Arien, „Kurioses aus Venedig“ mit Vivaldi-Musik und „Gondola“ mit venezianischen Gondelliedern. Die Zusammenarbeit mit ihrer Freundin Cecilia Bartoli hat Donna Leon 2012 dazu veranlasst, einen Roman ohne ihre Hauptfigur Commissario Brunetti zu schreiben. Auch dieser erscheint – wie Ihre anderen Bücher – in 34 Ländern.

Brunetti ist zu gut, um wahr zu sein.

Donna Leon

Die Erfolgsautorin möchte das Leben in ihrer Wahlheimat weiterhin ungestört genießen und hofft, dass es den Italienern erspart bleibt zu lesen, „was ich über ihr Land schreibe.“ Deshalb lässt sie ihre mehrfach ausgezeichneten Romane – u.a. mit dem internationalen Buchpreis Corine und Japans renommiertem Suntory-Preis – auch nicht ins Italienische übersetzen.
Der Stoff geht Donna Leon nicht aus, sie braucht nur eine italienische Zeitung aufzuschlagen. Oder tief in sich selbst zu blicken. „Meine Gedanken kreisen immer darum, eine Bank auszurauben oder jemanden zu belügen und zu betrügen. Und das ist, ehrlich gesagt, schlimmer geworden, seit ich Krimis schreibe.“ Ganz anders steht es um ihren Commissario, in ihren eigenen Worten: „Brunetti ist zu gut, um wahr zu sein.“


25 Jahre Commissario Brunetti

Brunetti

© Regine Mosimann / Diogenes Verlag

Seit sie vor einem Vierteljahrhundert den Polizisten Commissario Brunetti erfand, hat sich Donna Leon den Ruf einer Grande Dame des Kriminalromans erschrieben. Ihre Krimis sind aktuell, spannend und sie transportieren italienische Lebensart. Anlässlich des Erscheinens von „Ewige Jugend“, Donna Leons 25. Brunetti-Band, widmen wir der Schriftstellerin ein Spezial, das sich vor ihrer Erzählkunst verneigt und zugleich einige noch nicht so bekannte Seiten ihres Lebens und Schaffens enthüllt.

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