4.12. Adventskalender: Arminuta | BUCHSZENE

Ein Mädchen wird aus seiner Pflegefamilie herausgerissen. Angekommen bei der leiblichen Familie, stellt sich eine dringende Frage: Warum holte man sie zurück? Donatella Di Pietrantonios „Arminuta“.

Donatella Di Pietrantonios Roman „Arminuta“ handelt von Familie, Identität und Mutterliebe

3. Dezember 2018 | Annika von Schnabel

Gewinner Arminuta

© shutterstock januszt Bild–ID 352085867

Die Gewinner:

Wer zu den glücklichen Gewinnern von je einem Exemplar  „Arminuta“ gehört, finden sie hier heraus.


Man nennt sie „Arminuta“, die „Zurückgekommene“

„Als Dreizehnjährige kannte ich meine andere Mutter nicht mehr.“ So beginnt Donatella Di Pietrantonios Geschichte, deren Erzählwucht beachtlich ist. Aus der Ich-Perspektive berichtet das junge Mädchen, das man im Dorf „Arminuta“, die „Zurückgekommene“ nennt, wie sie nur mit einem Koffer und einem Sack voller Schuhe bei einer ihr unbekannten Familie abgeliefert wird: „Die Frau, die mich geboren hatte, stand nicht von ihrem Stuhl auf. Das Kind, das sie im Arm hielt, kaute auf einer Seite des Mundes am Daumen, vielleicht bekam es gerade einen Zahn. Ich wusste nicht, dass ich so einen kleinen Bruder hatte.“

Warum hat sie diese fremde Familie zu sich geholt?

Doch dies ist nicht das einzige Geheimnis, auf das unsere Heldin stößt. Sicher ist nur, dass Arminutas echte Eltern sie wiederhaben wollten. Das haben ihr die, die sie bisher Vater und Mutter nannte, erklärt. Aber warum wird sie nun in diese Familie, mit der sie kein Gefühl, kein Erlebnis, keine gemeinsame Vergangenheit verbindet, geholt? Niemand scheint auf sie gewartet zu haben, alle haben offensichtlich andere Sorgen: Man lebt in Armut, es gibt wenig zu essen und kein eigenes Bett – Arminuta teilt es mit der kleinen Schwester. Und im selben Zimmer sind da auch noch die drei Brüder. Alles fühlt sich für Arminuta fremd an, die Armut, der Schmutz, die Härte dieser neuen Familie. Wie gerne würde sie wieder zurück in ihr früheres Leben in dem Haus am Strand! Doch je länger Arminuta bleibt, umso mehr entwickeln sich neue Bindungen, zu ihrer mutigen Schwester, zu den Brüdern und sogar zu ihrer Mutter. Nach und nach geht Arminuta auf, wie viele Facetten das Leben und die Liebe haben können.

Ein Roman über Identität, Verantwortung und Mutterliebe

Mit „Arminuta“ gelingt Donatella Di Pietrantonio eine fesselnde Familiengeschichte, die sich auf einfühlsame und oft verstörende Weise auf die Suche nach der Antwort auf unsere Fragen nach Identität, Familienbande, Verantwortung und Mutterliebe begibt. Donatella Di Pietrantonios zarter, poetischer Roman klingt noch lange nach. In Italien wurde er mit dem Premio Campiello belohnt. Es werden weitere Auszeichnungen folgen.


 

Herzlichen Glückwunsch an diese 20 Gewinner von je einem Exemplar „Arminuta“:

Christel Engelhardt
Anita Strasser
Claudia Teiwes
Marianne Mauch
Sonja Schmid
Markus Lennartz
Stella Kutschat
Claudia Kopprasch
Jacqueline Stamm
Birte Behlen
Dagmar Höfler
Sarah-Marie Rienow
Frank Warnking
Karoline Schaedler
Bettina Dahlem
Lana Dieckerhoff
Sandra Volkmann
Wilfried Stoy
Anett Lietz
Wolfgang Richter