Steckt Literatur stets in Büchern? | BUCHSZENE

Literatur

Die ersten bekannten Schriftsteller der deutschen Literatur

Die deutsche Literaturgeschichte fächert sich in Literaturepochen auf. Erste auf Deutsch geschriebene Texte tauchten zur Zeit von Karl dem Großen auf. Doch erst in der Epoche des Mittelhochdeutschen (ca. 1050 bis 1350) lässt sich eine Kultur der Literatur in unserem Sinne erkennen. Erste namentlich bekannte Schriftsteller waren Hartmann von Aue, Walther von der Vogelweide und Wolfram von Eschenbach.

Wegbereiter für die deutsche Literaturgeschichte

Zwei Ereignisse ermöglichten im ausgehenden Mittelalter die Entwicklung der deutschen Sprache – und die Verbreitung der deutschen Literatur: Martin Luther übersetzte 1534 die Bibel aus dem Lateinischen. Zuvor, genauer um 1450, hatte Johannes Gutenberg bereits den Buchdruck erfunden. Um die seitdem entstandene reichhaltige deutsche Literatur stimmig einordnen zu können, wird sie in verschiedene Literaturepochen unterteilt.

Überblick über die Literaturepochen der deutschen Literatur

  • Renaissance (ca. 1470 – 1600)
  • Barock (ca. 1600 – 1720)
  • Aufklärung (ca. 1720 – 1785)
  • Sturm und Drang (ca. 1767 – 1785)
  • Klassik (ca. 1786 – 1805)
  • Romantik (ca. 1795 – 1835)
  • Biedermeier (ca. 1815 – 1848)
  • Vormärz (ca. 1830 – 1850)
  • Bürgerlicher Realismus (ca. 1850 – 1890)
  • Naturalismus (ca. 1880 – 1900)
  • Impressionismus (ca. 1890 – 1920)
  • Expressionismus (ca. 1910 – 1925)
  • Postmoderne (ca. ab 1970)

Hilfe bei der Beurteilung der Qualität von Literatur

Wer erfand diese und weitere Bezeichnungen für die deutsche Literatur einer bestimmten Literaturepoche? Selten stammten sie von den damaligen Schriftstellern selbst: Sie wurden meist von den Nachfolgegenerationen, vor allem aber von Literaturhistorikern und -kritikern verwendet. Ein Werk im Kontext der jeweiligen deutschen Literaturepoche zu sehen, hilft uns heute, seine Qualität zu beurteilen.

Bleibt ein Werk über die Jahrhunderte hinweg gute Literatur?

In der Aufklärung schrieb man anders als im Expressionismus oder in der Postmodernde. Und auch die Kriterien, was gute Literatur ist, veränderten sich über die Jahrhunderte. Dennoch gibt es Werke, die über alle Zeit erhaben sind. Dann sprechen wir von Klassikern der Weltliteratur. Hierzu zählen z. B. die Romane der russischen Schriftsteller Dostojewski und Tolstoi oder der Franzosen Balzac, Flaubert und Stendhal.

Deutsche Schriftsteller und ihre Romane der Weltliteratur

Der Superstar der deutschen Literaturgeschichte ist Johann Wolfgang von Goethe, auch Dichterfürst genannt. Den Nobelpreis für Literatur hat er nie gewonnen. Doch das nur, weil es diesen zu seiner Zeit noch nicht gab. Bislang wurde der Nobelpreis für Literatur dreizehn deutschsprachigen Schriftstellern zuteil. Darunter der sogenannte Großschriftsteller Thomas Mann, Hermann Hesse und Günter Grass. Ihre Werke zählen längst zur Weltliteratur.

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