Nadine Matheson: Jigsaw Man – Im Zeich ... | BUCHSZENE.DE

Der Killer sitzt ein, aber die Mordserie geht weiter! Wie er die Leichen zerstückelt ist dabei unverwechselbar. Ermittlerin Anjelica Henley kämpft in Nadine Methesons „Jigsaw Man“ an mehreren Fronten.

In Nadine Mathesons „Jigsaw Man – Im Zeichen des Killers“ ermittelt Anjelica Henley gegen zwei Serienmörder

26. Oktober 2020 | Stephanie Pointner

Titelbild Jigsaw Man Im Zeichen des Killers

©krolya25 shutterstock-ID 1186419844

Wie kann das Morden erneut beginnen, wo doch der Killer im Knast sitzt?

Olivier, auch genannt der Jigsaw Killer, tötete und zerstückelte mehrere Menschen. Anschließend verteilte er die Leichenteile in ganz London und führte die Ermittler lange an der Nase herum. Mittlerweile sitzt er in einem Hochsicherheitsgefängnis und die damalige Ermittlerin Anjelica Henley versucht sich von den traumatischen Ermittlungen und einer schweren Verletzung bei Oliviers Verhaftung zu erholen. Gerade, als sie in den Außendienst zurückversetzt wird, werden erneut Leichenteile gefunden. Es gibt immer mehr Tote, die ganz nach dem Vorbild des inhaftierten Jigsaw Killers präpariert wurden. Bei allen Leichen findet sich ein Detail, das unter Verschluss gehalten wurde. Daher ist den Ermittlern schnell klar, dass der Mörder ein Trittbrettfahrer mit Verbindung zu Olivier ist.

Er ist ein perfider Täter – und Ermittlerin Anjelica hat private Probleme

Anjelica Henley und ihr Azubi Ramouter besuchen Olivier im Gefängnis und erhoffen sich Hinweise auf den neuen Täter. Doch Olivier spielt nur mit ihnen. Während er die Ermittler mit seinen Psychotricks in die Irre führt, verfolgt er allerdings einen weitreichenden Plan. In dessen Rahmen gelingt Olivier die Flucht und er setzt das Morden fort. Anjelica Henley hat es jetzt mit zwei Serienkillern zu tun. Und ihr ist eines klar: Je länger die beiden Mörder in Freiheit sind, umso mehr Menschen werden sie töten. Zu allem Überfluss kann sich Anjelica Henley nicht mit all ihren Kräften auf den Fall konzentrieren, denn auch in ihrem Privatleben läuft so einiges schief.

Leider muss ich deutliche Kritik an Nadine Mathesons „Jigsaw Man“ üben

Die Idee vom Serienkiller und dessen Trittbrettfahrer, die Nadine Mathesons „Jigsaw Man“ zugrunde liegt, ist wirklich grandios und verspricht einen mitreißenden Pageturner. Dem kommen auch der bildgewaltige Schreibstil und die Kreativität der Autorin zu Gute. Sie beschreibt die Morde blutrünstig, brutal und detailreich und beschert uns dadurch immer wieder Gänsehaut. Allerdings flechtet Nadine Matheson auch immer wieder Einblicke in Anjelica Henleys Privatleben ein. Darunter leidet die Spannung massiv, der Lesefluss bricht ein und es entsteht Lageweile. Nicht nur, dass Anjelica Henleys Eheprobleme uninteressant sind, sie wiederholen sich auch ständig. Diese monotonen Wiederholungen werden gespickt mit belanglosen Kapiteln, beispielsweise, wenn Henleys Schwiegermutter ein falsches Shampoo für Henleys Tochter kauft. Das zerstört den Spannungsbogen.

Der Jigsaw Man ist ein faszinierender und charismatischer Killer

Während sich Anjelica Henley nicht von den Protagonisten diverser anderer Thriller abhebt, sind gerade Ramouter und Olivier spannende Figuren. Wir begleiten den Azubi Ramouter bei seinem ersten Fall und lernen dessen Sichtweise und Ansätze kennen, die oftmals frischen Wind in die Handlung bringen. Wir haben Mitleid mit ihm, dass ausgerechnet sein erster Fall so brutal und kompliziert ist, mehrmals war ich über seine Hartnäckigkeit, seinen Mut und das Engagement wirklich überrascht. Aber noch faszinierender ist der charismatische Jigsaw-Killer Olivier. Aufs Ganze betrachtet kommt er in diesem Kriminalroman zwar nur wenig vor, aber diese Kapitel sind ungemein fesselnd. Die Einblicke in seine Vergangenheit und die Motivation für die Taten sowie seine Psychospielchen faszinieren und stoßen gleichzeitig ab. Dank eines offenen Endes freue ich mich – trotz der Kritikpunkte – auf die Fortsetzung.

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