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John Corey Whaleys Teenroman „Hochgradig unlogisches Verhalten“ über Freundschaft, Ängste und Liebe

Titelbild Hochgradig unlogischs Verhalten

Shutterstock © Dean Drobot Bild-ID: 321141701

BUCHSZENE-Faktor:

Romantik


Komik


Weisheit


Gänsehaut


Unterhaltung


10. November 2017 | Jörg Steinleitner | Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten


Der 16-jährige Solomon Reed war seit drei Jahren nicht mehr aus dem Haus. Und er hat auch nicht vor, daran etwas zu ändern. Doch eines Tages schreibt die hübsche Lisa ihm einen Brief…


Was Solomon nicht mag: die Panikattacken. Was er mag: Star Trek

Solomon Reed ist ein komischer 16-Jähriger: Seit drei Jahren hat er das Haus nicht verlassen, nicht einmal, um in die Highschool zu gehen. In Amerika geht das. Seine Hausaufgaben macht er online und wenn das Telefon klingelt, dann lässt er den Anrufbeantworter drangehen. Manchmal ist er einsam. Aber das ist immer noch besser als die Panikattacken, die er bekommt, wenn er draußen ist. Therapien mag Solomon nicht. Was er mag, ist Star Trek. Leider haben seine Eltern keine Ahnung davon.

„Hochgradig unlogisches Verhalten“ ist ein Roman für intelligente Teens

Eines Tages ändert sich etwas in Solomons Leben. Und zwar, als die gut aussehende Einserschülerin Lisa Praytor ihm einen Brief übermittelt. Der wichtigste Satz in dem Brief lautet: „Ich hoffe, Du denkst zumindest mal darüber nach, wie es wäre, eine Freundin in der Welt da draußen zu haben. Ich könnte eine solche Freundschaft nämlich gut gebrauchen.“ Zunächst sagt Solomon zu sich selbst: „Ich brauche keine Freundin.“ Aber dann, nach langem Nachdenken und kompliziertem Abwägen, entschließt er sich doch anders – und Lisa steht vor der Tür. Mit einer Packung Kekse. Und fragt: „Darf ich eventuell auch reinkommen?“ Solomon fühlt sich ein bisschen überrumpelt, aber sie darf. Es wird ein guter Nachmittag. Er zeigt ihr sogar seine Holodeck-Garage: ein schwarzer Raum, die Wände durchzogen von einem Gitternetz aus hellgelben Streifen. „Das ist mein persönliches Holodeck. In The Next Generation benutzt die Mannschaft der Enterprise so einen Simulator, um sich in virtuellen Welten zu bewegen.“ Als sich die beiden hinsetzen, berühren sich ihre Knie beinahe.

Irgendwann findet Solomon heraus, wie er selbst in der Liebe tickt

Fortan kommt Lisa häufiger zu Besuch. Solomon tut das gut. Als Lisa ihren Freund Clark mitbringt, wird es sogar noch schöner. Denn Clark mag auch Star Trek. Solomon geht es plötzlich so gut, dass er sich von seiner reichen Oma ein Schwimmbad wünscht. Und als es fertig ist, verlässt er zum ersten Mal seit langem das Haus. Alles könnte so schön sein. Doch es gibt ein paar Dinge, die Solomon nicht weiß: Lisas Studienpläne und was sie mit ihm zu tun haben. Wie genau das Verhältnis zwischen Lisa und Clark funktioniert. Und wie er selbst in Sachen Liebe tickt. Diese drei Dinge führen am Ende beinahe zur Katastrophe. Aber zum Glück nur beinahe.

Erwachsen zu werden, ist manchmal ganz schön kompliziert

John Corey Whaley ist mit „Hochgradig unlogisches Verhalten“ ein ziemlich beeindruckender Jugendroman gelungen. Beeindruckend, weil die Hauptpersonen ungewöhnlich, ihre Handlungsmotive aber sehr nachvollziehbar sind. Spannend ist die Geschichte auch, denn dadurch, dass John Corey Whaley aus mehreren Perspektiven erzählt, wissen wir als Leser mehr als die Protagonisten und fühlen manchmal den Schmerz voraus, der sie erst noch ereilen wird. Wie gerne würden wir sie schützen! Aber das geht nicht. Und so muss Solomon Reed auf seinem Weg der Selbsterkenntnis und Identitätsfindung ganz schön was aushalten. Am Ende ist er zwar vielleicht nicht der glücklichste Mensch der Welt, aber er hat in seinem Leben einen großen Schritt nach vorn getan.

John Corey Whaley

Ehe er Schriftsteller wurde, arbeitete der in Louisiana aufgewachsene John Corey Whaley als Lehrer. Bei Hanser erschien 2014 sein Debüt „Hier könnte das Ende der Welt“ sein, das u.a. mit…
Zur Biografie von John Corey Whaley

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John Corey Whaley

Ehe er Schriftsteller wurde, arbeitete der in Louisiana aufgewachsene John Corey Whaley als Lehrer. Bei Hanser erschien 2014 sein Debüt „Hier könnte das Ende der Welt“ sein, das u.a. mit…
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