Seit 12 Jahren verfolgt sie ihn. Jeri hält Richter Bannick für einen Serienkiller. Wird sie ihn stoppen? John Grishams „Der Verdächtige“ im Bestseller-Check.

In John Grishams „Der Verdächtige“ ist ein angesehener Richter der Serienmörder

18. Juli 2022 | Tim Pfanner

John Grisham

Der Verdächtige

ISBN 978-3-453-27316-0

411 Seiten | € 24,00

Heyne
Bestseller-Button Belletristik

Romantik (1/5)

Komik (1/5)

Weisheit (3/5)

Gänsehaut (4/5)

Unterhaltung (3/5)

Titelbild Der Verdächtige

Der korrupte Richter nimmt keine Bestechungsgelder, er nimmt Leben

Der Bösewicht in John Grishams Thriller „Der Verdächtige“ ist ein Serienkiller, den man nicht unbedingt erwarten würde: Ross Bannick ist ein neunundvierzigjähriger Richter und ein angesehener obendrein. Seine Jägerin ist Grisham-Kennern bekannt: Die Anwältin Lacy Stoltz hat bereits in „Bestechung“ ermittelt. Seinerzeit ging es um einen Richter, der Bestechungsgelder nahm. Ross Bannick ist schlimmer: Er nimmt Leben.

Jeri, die den Serienkiller jagt, ist Professorin für Politikwissenschaft

Doch es ist nicht Lacy, die die Ermittlungen gegen den Richter in Gang setzt, sondern Jeri Crosby, eine Afroamerikanerin, sechsundvierzig, attraktiv, gebildet, eine Ehe, eine Scheidung, ein Kind. Jeri sammelt seit zwölf Jahren Beweise gegen Bannick. Sie ist Professorin für Politikwissenschaft und die Tochter eines seiner ersten Opfer.

Er zertrümmert die Schädel seiner Opfer und erwürgt sie

Der mordende Richter hat eine Handschrift: Er geht äußerst brutal vor, indem er seinem jeweiligen Opfer zunächst zweimal mit einem kugelförmigen Schlagwerkzeug den Kopf zertrümmert, um ihm dann ein Seil um den Hals zu legen und es zu erwürgen. Dabei verwendet er stets denselben Doppelknoten. Jeder Mord findet in einem anderen Bundesstaat statt.

Die Opfer sind Professoren, Mitschülerinnen und Kollegen

Die Opfer sind sehr unterschiedliche Menschen: ein Juraprofessor wie Jeris Vater, ein Anwalt, eine Mitschülerin vom College. Jeri hat schon bald eine Vermutung, was die Opfer verbinden könnte, was Ross Bannicks Motiv sein könnte. Aber sie tut sich zunächst schwer, die Anwältin Lacy Stoltz, die für eine Gerichtsaufsichtsbehörde arbeitet, zu überzeugen, dass tatsächlich ein Richter für die vielen Morde verantwortlich sein soll.

Ross Bannick ist ein perfektionistischer Täter, der nach Plan mordet

Dies liegt auch daran, dass Ross Bannick ein perfektionistischer Täter ist, der seine Spuren geschickt verwischt. Seine Taten sind minutiös geplant, niemals hinterlässt er Fingerabdrücke oder andere Hinweise. Sein Haus und seinen Arbeitsplatz im Gericht kann er von überall her per Kamera überwachen.

Verhängnisvoll ist, dass der Serienkiller über viel Geld verfügt

Außerdem verfügt er über ein geheimes Versteck, das ihm als Büro dient. Schlimm ist zudem, dass Richter Bannick über mehr Geld als ein gewöhnlicher Amtsträger verfügt: Dank geschickter Immobiliendeals herrscht er über ein kleines Immobilienimperium, zu dem auch ein Supermarkt gehört.

John Grisham schickt zwei Frauen ins Rennen gegen Ross Bannick

Dennoch lässt sich Lacy von Jeri überzeugen, dass er schuldig ist und die beiden Frauen heften sich an seine Fersen. Doch dabei unterlaufen ihnen Fehler und es dauert nicht lange und Richter Bannick bemerkt, dass sie ihn ins Visier genommen haben. Und wie sie wissen, hat Bannick für Leute, die ihm schaden wollen, stets ein Schlagwerkzeug und ein Seil parat. Lacy und Jeri geraten in Lebensgefahr.

Wie gut ist John Grishams Bestseller „Der Verdächtige“?

„Der Verdächtige“ zählt nicht zu John Grishams besten Thrillern. Anders als sein jüngst veröffentlichter Roman „Der Polizist“ entsteht nicht die Sogwirkung, die viele seiner Werke entfalten. Womöglich liegt es daran, dass von Anfang an schon zu viel über den Verfolgten und seine Jägerinnen bekannt ist. Auch kann John Grisham nicht seine große Meisterschaft in der Inszenierung von Gerichtsszenen ausspielen, weil es keine gibt. Dennoch ist „Der Verdächtige“ ein solider Thriller, der einem einige unterhaltsame Stunden bereiten kann.

 

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