Stets war ihre siebte Schwester ein Rätsel für sie, denn Merope ist seit langem verschwunden. Doch eines Tages gibt es ein Zeichen. Lucinda Rileys „Die verschwundene Schwester“ nimmt uns mit auf eine große Reise.

Lucinda Rileys „Die verschwundene Schwester“ im Bestseller-Check

25. August 2021 | Stephanie Pointner

Lucinda Riley

Die verschwundene Schwester

ISBN 978-3-442-31448-5

832 Seiten | € 22,00

Goldmann
Bestseller-Button Belletristik

Romantik (2/5)

Komik (1/5)

Weisheit (4/5)

Gänsehaut (3/5)

Unterhaltung (4/5)

Titelbild Die verschwundene Schwester

Sechs Schwestern begeben sich auf die Suche nach der siebten

Nachdem wir in den ersten sechs Bänden von Lucinda Rileys Familiensaga die ersten sechs Schwestern und ihre Geschichten kennengelernt haben, machen sich diese in der aktuellen Folge „Die verschwundene Schwester“ auf die Suche nach ihrer siebten Schwester Merope/Merry. Pa Salt, der Adoptivvater der sechs Geschwister, hat sein Leben lang nach Merope gesucht. Als er verstirbt, setzen Maia, Ally, Star, Cece, Tiggy und Electra alles daran, ihre verschwundene Schwester zu finden. Ihre Suche führt sie einmal um die ganze Welt.

Merrys Geschichte reicht zurück bis in den irischen Unabhängigkeitskrieg

Während die sechs Schwestern nach Merry fahnden, versucht diese, ihre eigene Vergangenheit zu ergründen. Merrys Geschichte reicht weit zurück, bis in den irischen Unabhängigkeitskrieg. Immer, wenn sie ein mit ihren Ursprüngen zusammenhängendes Puzzleteil findet, wirft dies allerdings eine neue Frage auf. Bald schon sieht sie sich mit unschönen Begebenheiten konfrontiert, die sie bis heute belasten. Weil aber auch Merry auf der Suche nach ihrer Identität um die Welt reist, rutscht sie den anderen Schwestern regelmäßig durch die Finger. Werden die sechs Schwestern ihre verschwundene Schwester dennoch finden?

Ein etwas mühsamer Einstieg in einen eigentlich fesselnden Roman

Anfangs war es etwas schwer und mühsam in die Handlung von Lucinda Rileys „Die verschwundene Schwester“ hineinzufinden, da sich viele Handlungsstränge aus Gegenwart und Vergangenheit abwechseln und viele Protagonist*innen darin vorkommen. Mit zunehmender Seitenzahl habe ich mich aber immer besser zurechtgefunden und fühlte mich zunehmend gefesselt. Geschickt baut Lucinda immer wieder Puzzleteile in die Handlung ein, die neue Fragen aufwerfen. Nach und nach können diese Puzzlestücke zusammengesetzt werden, allerdings fehlen bis zum Ende (und darüber hinaus) wichtige Fakten, weshalb das Mysterium rund um die Schwestern und Pa Salt dennoch ungelöst bleibt. Gerade der Handlungsstrang rund um den irischen Unabhängigkeitskrieg ist faszinierend, entbehrt aus meiner Sicht jedoch jede Verbindung zur restlichen Handlung. Im letzten Viertel des Romans gelingt es Lucinda Riley dann, alle Handlungsstränge zu einem runden Ganzen zu verbinden.

Wie ist „Die verschwundene Schwester“ im Vergleich zu den Vorgängern?

Mein einziger Wehrmutstropfen ist der Handlungsstrang der Gegenwart. Dieser konnte mich nicht ganz so begeistern, wie das in den sechs Vorgängerbänden der Fall war. Die Suche der sechs Schwestern und die damit einhergehende Reise rund um die Welt lesen sich stellenweise etwas zäh, da wenig passiert. Zudem ist dieser Handlungsstrang sehr harmonisch, konfliktfrei und beschreibt gerade die Reiseverläufe für mein Empfinden etwas zu ausführlich. 

Fraglich ist nun auch das Ende von Lucinda Rileys Sieben-Schwestern-Reihe

Lucinda Rileys „Die verschwundene Schwester“ wirft einige Fragen auf, die wohl im nächsten Buch beantwortet werden sollten. Leider aber ist die Autorin vor kurzem nach schwerer Krankheit verstorben. Die Welt verliert dadurch eine unfassbar tolle Autorin, die sehr viel Herzblut in ihre Geschichten gesteckt hat. Bedauerlicherweise erhält die Sieben-Schwestern-Reihe dadurch vermutlich auch nicht das Ende, das sie verdient. Es werden einige Fragen unbeantwortet bleiben.

 

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