Maverick ist erst 17, aber bereits Vater eines Sohnes. Weil er und seine Mutter kaum Geld haben, dealt Mav. Doch eigentlich will er aussteigen. Angie Thomas’ Concrete Rose“ ist spannend und lebensnah.

Angie Thomas’ Jugendroman „Concrete Rose“ ist unglaublich realitätsnah

24. März 2021 | Johanna Wimmer

Titelbild Concrete Rose

©Matt-in-Photo shutterstock-ID 1805607529

Er hat kein Geld und ist erst 17, aber er hat bereits einen Sohn

Der 17-jährige Maverick und seine Mutter haben wenig Geld. Um wenigstens die Stromrechnungen bezahlen zu können, dealt Mav. Außerdem ist er bereits Vater: Sein kleiner Sohn Seven war ein Ausrutscher, aber jetzt muss sich Mav um ihn kümmern. Seine Mutter unterstützt ihn, wo sie kann, aber es ist nicht leicht den Alltag mit Seven hinzubekommen und gleichzeitig in der Schule gute Noten zu schreiben.
Für alle, die „The Hate U Give“ kennen: Maverick ist der Vater von Starr, der Protagonistin aus „The Hate U Give“.

Mav will mit dem Dealen aufhören, aber die Gang lässt ihn nicht

Mavs Dad sitzt schon Gefängnis, seit Mav acht Jahre alt war, deshalb weiß er, wie wichtig es ist, einen Vater zu haben. Damit er selbst nicht in den Knast kommt, will er mit dem Drogen dealen aufhören. Doch die King Lords lassen einen nicht so einfach gehen. Zu allem Überfluss trennt sich seine Freundin Lisa von ihm, als sie herausfindet, dass er ein Kind hat. Auf legalem Weg versucht er Geld aufzutreiben, um für seinen Sohn aufkommen zu können.

Angie Thomas‘ „Concrete Rose“ ist ein authentischer Jugendroman

Das vermutlich Erstaunlichste an Angie Thomas‘ Büchern ist, dass alles real wirkt, so als würden die Geschehnisse wirklich stattfinden. Die Charaktere sind lebensnah und sehr komplex gestaltet. Auch in diesem Roman spielt das Thema Rassismus eine Rolle. Mavs eigener Vater sitzt im Gefängnis und er selbst will dort nicht landen. Die Schule, in die Mav geht, hat weiße Lehrer, die dort gar nicht sein wollen und auch die Polizei wirft Blicke auf die Gang. Ohne Zensur bekommt man Einblick in das Leben eines Jugendlichen, der in einem gefährlichen Viertel lebt und dessen Leben sich vollkommen verändert hat. Angie Thomas schreibt über die Probleme, die man hat, ohne Vater aufzuwachsen und wenn man keine Unterstützung von den eigenen Eltern bekommt.  

Ein hoffnungsvoller Roman gegen Rassismus und Ungerechtigkeit

Dank überraschender Wendungen ist Angie Thomas‘ Roman nur dann ein wenig vorhersehbar, wenn man „The Hate U Give“ gelesen hat. „Concrete Rose“ ist eine wunderbare Abwechslung zu klassischen Jugendbüchern. Die guten und die schlechten Dinge des Lebens in ein Buch zu packen, ohne dass es übertrieben wirkt, ist eine Kunst, die Angie Thomas beherrscht. Ihr Roman ist flüssig zu lesen, die Spannung bleibt bis zum Schluss, auch wenn man einige Stellen sicher kürzer zusammenfassen könnte. Man merkt, dass „Concrete Rose“ sich vor allem auch an jugendliche People of Color richtet – dass es ihnen Hoffnung machen soll. Auf elegante Weise macht der Roman klar, dass genau jene, deren Leben von Ungerechtigkeit geprägt sind, eigentlich eine hoffungsvolle Zukunft verdienen. „Concrete Rose“ erzählt die Vorgeschichte zu „The Hate U Give“. Man kann diese zwei Meisterwerke aber nicht miteinander vergleichen. Sie sind unterschiedlich und jedes für sich trotzdem besonders.


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