Stefan Wollschläger: Ankerschmerz. Krimi | BUCHSZENE.DE

Eine erschossene Schlagerkomponistin. Eine Ladung K.O.-Tropfen. Und ein widerborstiger Chef. Stefan Wollschlägers Kommissarin Kira Jensen hat es in ihrem ersten Fall „Ankerschmerz“ nicht leicht.

Mit seinem Krimi „Ankerschmerz“ entführt Stefan Wollschläger in die Schlagerwelt Ostfrieslands

14. Oktober 2020 | Bernhard Berkmann

Ankerschmerz

Die 20 Gewinner*innen von je einem Exemplar des Buchs „Ankerschmerz“ stehen fest. Wer gewonnen hat, finden Sie hier heraus!

Kira Jensen spürt im Unterleib einen dumpfen Schmerz

Der Tag, an dem Kira Jensen ihre neue Stelle in der alten ostfriesischen Heimat antreten will, ist kein Glückstag. Als die junge Kommissarin aufwacht, fühlt sich ihr Kopf benommen an. Die Erinnerung an den Vorabend kehrt erst allmählich zurück: Da war das Konzert mit der Schlagersängerin Maybrit Decker, und da war dieser Typ – als Mats hatte er sich vorgestellt. Er hatte sie an der Bar erst so angeschaut, dann angesprochen. Sie hatte mit ihm etwas getrunken. Je länger Kira darüber nachdenkt, umso fremder fühlt sich ihr Körper an. Ihr Unterleib – ein dumpfer Schmerz. Und plötzlich wird ihr schlagartig klar: Dieser Mats hat ihr K.O.-Tropfen gegeben und sich alles genommen, was er ihr nehmen konnte. Und dann auch noch ein Mordfall – am ersten Tag!

Ihr neuer Vorgesetzter ist ein widerborstiger Eigenbrötler

Die Leiche, die aus dem im Dornumersieler Hafenbecken untergegangenen Auto gezogen wird, ist keine ganz gewöhnliche Person: Wiebke de Wall war eine erfolgreiche Schlagerkomponistin. Seit ihr Song „Ankerschmerz“ – interpretiert von ausgerechnet der Maybrit Decker, auf deren Konzert Kira war – die Charts erobert hatte, galt ihr Name in der Branche etwas. Blöderweise entpuppt sich Kiras neuer Vorgesetzter Tilmann Baer als widerborstiger Eigenbrötler: „Es gibt keine Zusammenarbeit, Frau Jensen“, blafft er sie bei ihrer ersten Begegnung am Mordtatort an. „Ich habe Sie bisher nicht vermisst. Wenn Sie schon so lange  brauchen, um mich zu finden, wie lange dauert das wohl bei einem Mörder? Eine  junge Frau wurde ermordet, da habe ich keine Zeit, um Babysitter zu spielen.“ Kira muss das runterschlucken, auch wenn sie mit der Vergewaltigung der vergangenen Nacht einen triftigen Grund für ihr Zuspätkommen hat.

Wiebke de Wall hat sich kürzlich von ihrem Freund getrennt

Kira muss positiv denken. Und so definiert sie den Mordfall als doppelte Chance für sich. Einerseits kann sie sich durch ihre Ermittlungen vor den Kollegen beweisen, andererseits kann sie sich nach der Vergewaltigung daran selbst aufrichten. Indem sie sich auf die Arbeit konzentriert, bekommt sie vielleicht auch ihr Leben wieder unter Kontrolle. Aber die Arbeit am Fall kristallisiert sich als schwierig heraus. Es kommen einige merkwürdige Dinge zusammen: Wiebke de Wall hat sich erst kürzlich von ihrem Freund getrennt. Und ihre Kollegin, die Schlagerkomponistin Tina Taube berichtet, dass Wiebke etwas seltsam Rastloses hatte. Neben dem Studium baute sie eine Coverband auf, machte zusätzlich bei jedem Poetry-Slam mit und hatte sogar den Song Contest in der Lagerhalle gewonnen. Sie gab immer alles und setzte sich selbst stark unter Druck. Gestorben war sie durch einen Kopfschuss. Erst danach hatte der Täter sie mit dem Auto versenkt.

Die Rechnung von der Insel Norderney bringt Kira auf Spur

Eine Rechnung bringt Kira auf eine vielversprechende Spur: Sie stammt vom Restaurant Riffkieker auf Norderney. Ausgestellt am Samstag um 14.18 Uhr. Zwei Steaks, vier Pils, ein Espresso und ein Tiramisu. Also war Wiebke mit einer anderen Person dort gewesen, vielleicht mit dem Besitzer eines Segelboots? Ein Liebhaber wegen dem sie sich von ihrem Freund getrennt hatte? Und dann stößt Kira noch auf einen Songtext der Komponistin, der irgendetwas zu bedeuten hat: „Das rote Krönchen richten und volle Fahrt voraus.“ Warum ausgerechnet das „rote“ Krönchen? Könnte es sein, dass Wiebke hier die Erfahrungen mit einem bestimmten Boot eingearbeitet hat? Bezog sich dieses Wortspiel auf ein konkretes Merkmal eines Segelschiffs? Je tiefer Kira Jensen in die Geheimnisse von Wiebke de Walls Schlagertexte eintaucht, umso näher kommt sie der Aufklärung des Verbrechens. Doch vor lauter Ermitteln, verliert sie eine andere Sache ein wenig zu fahrlässig aus dem Blick. Und so spitzt sich in Stefan Wollschlägers Krimi „Ankerschmerz“ alles zu einem spannenden Finale zu.


Wir gratulieren den 20 Gewinner*innen von je einem Exemplar des Buchs „Ankerschmerz“:

Marina Wardanjan aus Dresden
Daniella Harkai aus Kiszombor
Melanie Zinkner aus Leoben
Jörg Kerwien aus Berlin
Gisela von Heusinger aus Hamburg
Jakob Michalsky aus Scharbeutz
Matthias Kock aus Wewelsfleth
Christine Ortmann aus Hannover
Annemarie Wagner aus Wettenberg
Sabine Hartrumph aus Wuppertal
Ana Kniest aus Krefeld
Iris Schuhmacher aus Hochstetten-Dhaun
Denise Geyer aus Attendorn
Claudia Braunholz aus Frankfurt am Main
Petra Fischer aus Ketsch
Gerda Gummersbach aus Michelbach an der Bilz
Sven Kasche aus Hügelsheim
Sabine Seeger aus München
Astrid Schrötz aus Ochsenhausen
Stephanie Graebner aus Neusorg


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