Wie kommen Schriftsteller auf die Orte, die sie für ihre Romane erfinden? In „Wonderlands“ begibt sich Laura Miller auf eine so fesselnde wie faszinierende Suche im Reich der literarischen Fantasie.

Mit „Wonderlands“ begibt sich Laura Miller auf eine große Reise durch die Welt der Fantasie

18. Dezember 2020 | Stephanie Pointner

©Drepicter shutterstock-ID 1771248386

Eintauchen in ferne Fantasiewelten

Es gibt viele Bücher, die in Fantasiewelten spielen und ihre Leser*innen somit in andere Zeiten und fremde Orte versetzen. Dazu gehören Klassiker wie „Alice im Wunderland“ oder „Peter Pan“, aber auch Bestseller wie „Harry Potter“, „Herr der Ringe“ oder „Hunger Games“. Obwohl man die beschriebenen Orte nie besucht hat, besitzen diese Bücher dennoch die Zauberkraft uns dorthin zu entführen. Ich selbst hatte nach der Lektüre einiger Bücher oft das Gefühl, tatsächlich in die fantasievollen Welten gereist zu sein, die sie beschrieben. Oftmals erschienen sie mir sogar realer als wirklich existierende Städte.

Ein Reiseführer durch die Weltliteratur

In Laura Millers „Wonderlands“ wird genau dieser Zauber, Leserinnen und Leser in andere Welten und Zeiten zu versetzen, gefeiert. Das Buch enthält 100 Essays sowohl zu den bedeutendsten Klassikern der Literaturgeschichte als auch zu aktuellen Romanen. Es gibt kaum ein bedeutendes Fantasybuch, das man in dieser Auflistung nicht findet. Jeder Essay liefert eine kurze und perfekt auf den Punkt gebrachte Zusammenfassung der Handlung, ohne dabei zu spoilern.

Von Narnia über Mittelerde bis Hogwarts

Hier kann man entweder in bereits gelesene Romane nochmals eintauchen – oder es wird einem Lust auf neuen Lesestoff gemacht. Zudem finden sich interessante und nicht zu ausschweifende Informationen über das Leben des jeweiligen Verfassers. Mein Highlight unter den Essays waren die kurzen und knackigen Beschreibungen, wie die damaligen gesellschaftlichen und geschichtlichen Verhältnisse die Romanidee beeinflusst haben. Und es ist wirklich alles versammelt, was in der Fantasyliteratur Rang und Namen hat: von Narnia über Mittelerde bis Hogwarts, vom Gilgamesch-Epos bis zu den Tributen von Panem, von William Shakespeare bis Douglas Adams, Stephen King und Haruki Murakami.

Ich bin von Laura Millers „Wonderlands“ begeistert

Jeder Essay ist gespickt mit bunten Bildern wie Filmplakaten, detailreichen Illustrationen und farbenprächtigen Fotos. Gerade diese liebevolle Gestaltung macht aus dem Buch etwas ganz Besonderes und daher nehme ich es gerne immer wieder zur Hand, blättere darin und entdecke ausnahmslos jedes Mal etwas Neues. „Wonderlands“ ist nichts weniger als ein magischer und liebevoll illustrierter Führer durch die Weltliteratur, der zum Träumen und zum Eintauchen in fremde Welten einlädt. Ich bin restlos begeistert und finde, dass dieses Werk im Regal eines jeden Bücherwurms stehen sollte.

Über Laura Miller

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Laura Miller

Laura Miller ist Journalistin, Kritikerin und Autorin. Sie schreibt für Harper’s, den New Yorker und den Guardian.


Zur Biografie von Laura Miller



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