
Ein atmosphärischer Roman aus dem Land der Glücksweltmeister
Die Finnen sind Glücksweltmeister. Jedenfalls laut Weltglücksbericht der UNO vom März 2023, und zwar bereits zum sechsten Mal in Folge. Was aber tun wir anderen alle, die wir nicht im Land der tausend Seen leben? Wir lesen Hiltrud Baiers Roman „Tangosommer“, der in Finnland spielt.
Riitta heißt die schlaflose Heldin, die nachts barfuß vors Haus tritt
Spätestens wenn ihre schlaflose Heldin Riitta mitten in der Nacht barfuß aus ihrem Haus tritt und über den im Sonnenlicht glitzernden See schaut, der sich in absoluter Stille vor ihr ausbreitet und dessen Ende nur zu erahnen ist, spüren wir: So fühlt sich vollkommenes Glück an. Aber wer ist eigentlich diese Riitta?
Phil und Riitta, das ist eine seltsame, aber stabile Beziehung
Riitta lebt in Lappland und führt ein ruhiges Leben in ihrem Holzhaus mit Sauna. Sie fährt mit dem Boot zum Angeln raus auf den Inarisee oder gärtnert. Über die Vergangenheit und ihre frühere Liebe sprechen Phil und sie nie, so lautet die Abmachung. Ihre Verbindung aber ist stabil: Jedes Jahr freut Riitta sich auf diese eine Woche im Sommer, wenn Phil nach Finnland kommt, um mit ihr auf dem Tangofestival in Seinäjoki zu tanzen.
Eines Sommer beschließt Riitta, in ihre Heimat zurückzukehren
Doch Phil sah krank aus im letzten Jahr, und Riitta hat das Gefühl, dass er diesmal nicht kommen wird. Kurzerhand beschließt sie, zum ersten Mal seit 27 Jahren in ihre einstige Heimat zurückzukehren, um Phil in Süddeutschland zu besuchen. Der allerdings lädt zur selben Zeit seine Tochter Johanna und seine Enkelin Leni ein, ihn nach Finnland zu begleiten. Er wolle ihnen das Land zeigen, das er so liebe, behauptet er.
Hiltrud Baiers „Tangosommer“ erzählt eine wunderschöne Geschichte
Werden Riitta und Phil einander verpassen und damit ihre möglicherweise letzte Chance, die Vergangenheit aufzuarbeiten? Die Antwort auf diese Frage hat Hiltrud Baier in einer wunderschönen, atmosphärischen Geschichte verpackt: eine richtige Glücksgeschichte.