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Wie Eleanor Oliphant die Liebe suchte und sich selbst dabei fand

Gail Honeyman

© Philippa Gedge Photography

24. April 2017 | Redaktion | Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten


Eleanor Oliphant ist anders als andere Menschen. Eine Pizza bestellen, mit Freunden einen schönen Tag verbringen, einfach so in den Pub gehen? Für Eleanor undenkbar! Und das macht ihr Leben auf Dauer unerträglich einsam. Erst als sie sich verliebt, wagt sie sich zaghaft aus ihrem Schneckenhaus – und lernt dabei nicht nur die Welt, sondern auch sich selbst noch einmal neu kennen.

Mit ihrem Debüt „Ich, Eleanor Oliphant“ ist Gail Honeyman ein anrührender Roman mit einer unvergesslichen Hauptfigur gelungen. Ihre erfrischend schräge Sicht auf die Dinge zeigt uns, was im Leben wirklich zählt. Liebe. Hoffung. Ehrlichkeit. Und vor allen Dingen die Freundschaft.

Absolut mitreißend.
Jojo Moyes

Im Autorensteckbrief erzählt Gail Honeyman über ihren Debütroman „Ich, Eleanor Oliphant“

Lieblingssatz aus dem Buch:
So seltsam es vielleicht auch klingt, ist das eine sehr kurze Unterhaltung zwischen Eleanor und Raymond, in der es um Suppe geht! Dieser winzige Dialog bringt mich zum Schmunzeln, weil er sehr viel von der psychischen Widerstandsfähigkeit vermittelt, über die Eleanor verfügt. Außerdem verdeutlicht er Raymonds beste Charaktereigenschaften – seine Liebenswürdigkeit, seine rücksichtsvolle Natur, seine Geduld.

Die Stelle im Buch, die am schwierigsten zu schreiben war:
Die größte Herausforderung bestand ohne jeden Zweifel darin, den Anfang des Kapitels “Schlechte Tage” zu schreiben. Das war eine emotional sehr aufwühlende Stelle.

Was ist schöner: den letzten Satz zu Ende gebracht zu haben oder das fertige Buch in Händen zu halten?
Den letzten Satz der ersten Rohfassung zu schreiben, beschert einem ganz besondere Gefühle – es ist einfach großartig zu wissen, dass man es endlich bis zum Ende geschafft hat. Aber wenn man sich daran dann einen Moment erfreut hat, blättert man wieder ganz zurück zur ersten Seite und fängt an zu redigieren…

Wer oder was hilft, wenn es mal schwierig ist, weiterzuschreiben?
Ich empfinde es als hilfreich, einen Spaziergang zu machen.

Was war zuerst da: die Story oder eine Figur aus dem Buch?
Die Figur. Meiner Meinung nach wird die Figur am Ende die Story.

Wie wichtig sind Freunde, Familie, Berater beim Schreiben?
Das Schreiben ist ein einsames Geschäft. Ich habe allerdings das große Glück, gleich mehrere Freunde zu haben, die ebenfalls Autoren sind. Es ist sehr hilfreich, mich mit ihnen auszutauschen, wenn ich schreibe oder über etwas nachdenke, was ich schreiben will.

Lieber akkurat durchplanen oder erstmal drauflosschreiben?
Was das angeht, gibt es keinen richtigen oder falschen Weg, aber ich persönlich schreibe lieber erstmal drauflos. Die effizienteste Methode ist das vermutlich nicht, bewirkt aber, dass das Buch sich organisch entwickelt. Wenn ich es als Autor interessant finde zu entdecken, was meine Figuren tun, und mich davon überraschen zu lassen, welche Richtung sie einschlagen, werden Leser es hoffentlich auch interessant finden. Das hoffe ich jedenfalls!

Wer das Buch liest, fühlt sich nach der letzten Seite…?
Solange sie etwas fühlen, wird mich das glücklich machen. Um welche Reaktion es sich dabei handelt, wird individuell unterschiedlich sein. Es ist einfach herrlich zu wissen, dass ein Buch einen Leser in irgendeiner Form berührt.

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