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Nun ist der Herbst offiziell da! Es wird früher dunkel und die Leseecke daheim lockt mehr und mehr. Klar, dass wir für eine der schönsten Lesezeiten des Jahres die spannendsten Neuerscheinungen der Bereiche SciFi und Fantasy für euch gelesen haben. Eines ist dabei auf jeden Fall sicher: Auf euch wartet eine bunte Mischung aus Science Fiction, Fantasy, Spannung, Grusel und dunklen Zukunftsentwürfen.
Für alle Fans der „Witcher“-Reihe gibt es super Neuigkeiten: Mit „Etwas endet, etwas beginnt“ lässt uns Andrzej Sapkowski noch tiefer in die Welt von Geralt eintauchen. Und auch für Anhänger klassischer Dystopien ist dieser Monat ein Highlight: Im neuen Gewand und ausgestattet mit vielen Illustrationen kommt die Neuübersetzung von Aldous Huxleys „Schöne neue Welt“ im Fischer-Verlag daher.
Ihr wollt den „Witcher“ mit noch mehr Magie? Dann ist Sam Sykes High-Fantasy Epos „Sieben schwarze Klingen“ die Alternative für euch! Oder vielleicht etwas ganz anderes? In Alard von Kittlitz‘ Roman „Sonder“ begibt sich ein Produktdesigner in die Fänge einer bedrohlichen Zukunftsmaschine, während in „The Passengers“ von John Marrs Cyber-Hacker auf selbstfahrende Autos zugreifen und die Insassen ihrem Willen unterwerfen. Ganz im Zeichen des guten Gruselns zu Halloween ist die Fortsetzung von Christina Henrys „Die Chroniken von Alice“ erschienen und auch Camila Bruce jagt uns mit „Pepper-Man“ kalte Schauer über den Rücken.
Unser Tipp für Teens ab 11 entführt in diesem Monat in ein verschlafenes Küstendörfchen, das ein dunkles Geheimnis verbirgt und immer wieder von einer seltsamen Kreatur heimgesucht wird – dem Malamander!

Selbstfahrende Autos werden per Hack zu Todesfallen
„Guten Morgen. Sie dürften bemerkt haben, dass sich Ihr Fahrzeug nicht mehr unter Ihrer Kontrolle befindet. Ab sofort bestimme ich, wohin Ihre Fahrt geht. Im Augenblick gibt es nur eines, das Sie wissen sollten: In zwei Stunden und dreißig Minuten sind Sie höchstwahrscheinlich tot.“
Als die hochschwangere Claire Arden diese Worte aus dem Lautsprecher ihres nagelneuen selbstfahrenden Autos vernimmt, hält sie es zunächst für einen schlechten Scherz. Schnell aber stellt sich heraus, dass sie tatsächlich in ihrem Auto gefangen ist. Genauso wie sieben andere Passagiere in ihren Wagen. Das System der autonomen Autos wurde gehackt! Doch damit nicht genug: Der Hacker streamt das ganze live im Internet und lässt die Zuschauer über Leben und Tod entscheiden. Blick ins Buch
Warum mir der Roman gefällt:
Ein Science-Thriller, der zum Nachdenken anregt und zum Gruseln geeignet ist. Eingesperrt in etwas, das man nicht kontrollieren kann – was für ein Albtraum! Die Gedanken über dieses Buch lassen mich nicht los.
John Marrs The Passengers ISBN 978-3-45332072-7, 496 Seiten, € 14,99, Heyne Verlag. Bei Graff bestellen

Bizarre Magie, eine geheimnisvolle Pistole und eine Hinrichtung
Die Rebellion muss im Kampf gegen das Imperium zu allen Mitteln greifen und richtet daher regelmäßig Gefangene öffentlich hin. Eine dieser Gefangenen ist Sal. Doch Sal möchte vor ihrem Tod eine Geschichte erzählen, die – wie sich nach und nach herausstellt – für die Rebellion sehr wichtig und informativ zu werden scheint: Sie erzählt farbig von brutalen Schlachten, bizarrem Einsatz von Magie und nicht zuletzt von einer Gruppe von Magiern, die trunken vor Macht zu den absonderlichsten Mitteln greifen. Und dann ist da noch die einzigartige Pistole, die sich gemeinsam mit Sal so geheimnisumwittert darstellt, dass die Hinrichtung nicht vor Ende der Geschichte vollzogen werden kann. Blick ins Buch
Warum mir der Roman gefällt:
Sam Sykes gelingt es in diesem High-Fantasy-Roman eindrucksvoll sowohl ein nachvollziehbares Magiesystem zu etablieren, als auch Schauplätze und Geschehnisse so treffend zu zeichnen, dass es die Leser*innen völlig in den Bann schlägt. Zugleich baut er die handelnden Figuren charakterlich so faszinierend auf, dass man am Ende einfach mehr von dieser Welt erfahren möchte. Die Geschichte ist so rund, dass man doch Angst bekommt, das Buch könnte für sich allein stehen.
Sam Sykes Sieben schwarze Klingen ISBN 978-3-492-70571-4, 685 Seiten, € 18,00, Piper Verlag. Bei Graff bestellen

Das Versprechen der Alice – der Wahnsinn geht weiter
Alice hat es geschafft. Sie ist dem Albtraum der Stadt entkommen und muss nun ein Versprechen einlösen. Zusammen mit ihrem Beschützer Hatcher reist sie in den unbekannten Osten, um Hatchers Tochter Jenny zu finden, die verschleppt und verkauft wurde. Doch die beiden gelangen nur an einen weiteren schrecklichen Ort: In das Reich der weißen Königin. Hier tragen Zauberer boshafte Machtspiele untereinander aus und alles Lebende in ihrem Umfeld zahlt den Preis dafür. Wenn Alice und Hatcher ihre Reise weiter bestreiten wollen, müssen sie gegen die weiße Königin bestehen. Alice muss lernen ihre magischen Kräfte zu nutzen oder sie wird das Reich nicht mehr lebend verlassen … Blick ins Buch
Warum mir der Roman gefällt:
Der zweite Teil der Dark-Fantasy Alice-Neuerzählung. Hier gibt es kein schönes Märchen, keine strahlenden Helden. Nur zwei gebrochene Menschen, die sich in einer albtraumhaften Welt an ihre letzte Hoffnung klammern. Packend und mitreißend geschrieben! Wer mehr davon möchte, kann sich schon auf die nächsten Märchenadaptionen von Christina Henry freuen.




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