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Wir zeigen euch diesen Monat wieder eine schöne Auswahl an SciFi- und Fantasy-Büchern, angefangen mit zwei Romanen, die zum Grübeln anregen: „Sechs Leben“ von Véronique Petit sowie „Die Mitternachtsbibliothek“ von Matt Haig. Diesen Titeln folgt eine bedrohliche Weltraumreise in „Der Netzwerk-Effekt“ von Martha Wells. Mit „Nocturna“ hingegen durchlebt ihr eine Welt voller gefährlicher Magie. Und wenn ihr was zum Lachen braucht haben wir Kevin Hearnes „Tinte und Siegel“ für euch. Zu guter Letzt gibt es wie immer den Tipp für Teens, in dem ein ausgestorbenes Mädchen von Teenager-Robotern gerettet wird.

Was würdest du tun, wenn du sechs Leben hättest?
An seinem 15. Geburtstag erfährt Gabriel, dass er etwas ganz Besonderes ist: Er zählt zu den wenigen Menschen, die sechs Leben besitzen. An seiner Schule gibt es zwar einige Zweileben, Dreileben und sogar ein Mädchen, das vier Leben hat – aber sechs! Da ist er der Einzige. Hals über Kopf stürzt er sich in ein gefährliches Leben mit Fallschirmsprüngen und Heldentaten. Doch als er innerhalb eines Monats schon drei seiner sechs Leben verloren hat, überkommen ihn langsam Zweifel: Ist es wirklich so toll, mehrere Leben zu haben? Und wozu sollte man sie einsetzen? Blick ins Buch
Warum mir der Roman gefällt:
Dieses Urban-Fantasy-Buch der besonderen Art wirft viele Fragen auf. Wenn man sich mal auf die fantastische Prämisse einlässt, dass Menschen einfach so mehrere Leben haben können, regt die Geschichte um Gabriel und seinen Weg zum Nachdenken und Reflektieren an; auch darüber, was man vielleicht mit einem einzigen Leben schon erreichen könnte. Ein tolles Buch, nicht nur für Jugendliche.
Véronique Petit Sechs Leben, ISBN 978-3-95854-162-7, 218 Seiten, € 15,00, Mixtvision Bei Graff bestellen

Die traurige Nora landet in der Mitternachtsbibliothek
In Nora Seeds Leben läuft so ziemlich alles schief: Sie verliert ihren Job, ihre Katze stirbt und ihr Umfeld will auch nichts mehr von ihr wissen. Die junge Frau fällt in eine tiefe Depression und beschließt aus lauter Verzweiflung sich das Leben zu nehmen. Doch statt im Himmel landet Nora in der sogenannten Mitternachtsbibliothek. Hier ist es den Menschen möglich, sich anzuschauen, wie ihr Leben hätte verlaufen können. Nora kann die verschiedenen Leben ausprobieren, die sie in Wirklichkeit nie erlebt hat. Sie kann herausfinden, was passiert wäre, hätte sie eine andere Abzweigung genommen. Dabei findet Nora viel über sich selbst und ihr Leben heraus. Blick ins Buch
Warum mir der Roman gefällt
Matt Haigs neuer Urban-Fantasy-Roman hat mich von Beginn an sehr berührt. Auch wenn die Geschichte um Nora Seed traurig beginnt, ist sie doch eine Hommage an das Leben in seiner ganzen Vielfalt. Mit seinem humorvollen, aber gleichzeitig sensiblen Schreibstil, habe ich mich durch Matt Haig bestens unterhalten gefühlt. Nach diesem wundervollen Roman weiß man das Leben trotz seiner Schwierigkeiten noch mehr zu schätzen.
Matt Haig Die Mitternachtsbibliothek ISBN 978-3-426-28256-4, 320 Seiten, € 20,00, Droemer. Bei Graff bestellen

Der Magierschüler handelt illegal mit Feenwesen
Das ist nun schon der siebte Schüler, der dem Siegelmagier Al MacBharrais wegstirbt. So langsam sollte er sich wohl Gedanken machen. Andererseits – so entdeckt MacBharrais wenigstens, dass sein Schüler einen illegalen Handel mit Feenwesen betrieben hat. Sollte er vielleicht besser mal ermitteln, was es damit auf sich hat? Als Siegelmagier reguliert MacBharrais schließlich den Verkehr zwischen der Feen- und der Menschenwelt. Und wenn da etwas schief läuft – wer weiß, ob das im Sinne der obersten Göttin der Dichtkunst ist? Blick ins Buch
Warum mir der Roman gefällt:
Actiongeladen und mit einem verdammt trockenen Humor kommt diese Urban-Fantasy–Geschichte daher. Ein absoluter Pluspunkt für mich: Der Roman spielt größtenteils in Glasgow und ist gewürzt mit einer deftigen Prise Schimpfwörtern und Gin – viel Gin. Ein spaßiger, grundsolider Roman, bei dem kein Auge trocken bleibt, auch wegen der hervorragend schrulligen Charaktere – ich sage nur Hobgoblin Fuck Boy – äh Buck Foi.
Kevin Hearne Tinte und Siegel: Die Chronik des Siegelmagiers I ISBN 978-3-608-98203-9, 378 Seiten, € 15,00, Hobbit Presse aus dem Hause Klett Cotta. Bei Graff bestellen

Das Spiel des Fuchses hat begonnen – und es ist tödlich
Nachdem sein älterer Bruder Dez bei einem Attentat auf ihn spurlos verschwunden ist, sucht Prinz Alfehr verzweifelt nach einer Möglichkeit, ihn zu retten. Er hat Dez nicht aufgegeben, so wie es seine Eltern taten, doch je mehr Zeit vergeht, desto aussichtsloser ist es, dass Dez lebend und wohlbehalten zurückkehrt. Alfie muss sich mit dem Gedanken anfreunden, dass er nun der Kronprinz ist, eine Rolle, die er niemals haben wollte. Durch einen Fehler seinerseits wird unglaublich dunkle und böse Magie freigesetzt, die die Bürger von San Cristóbal bedroht. Alfie versucht alles, um seinen Fehler wiedergutzumachen und alle zu beschützen. Auf seinem Weg trifft er auf die Gesichtsdiebin Finn, die seit Jahren ihr eigenes Gesicht nicht mehr gesehen hat und sich mit Diebstählen über Wasser hält. Gemeinsam versuchen sie, die böse Magie wieder festzusetzen. Blick ins Buch



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