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Wie gefährlich sind Menschen, die durch Nahtoderfahrungen zu Superhelden mutieren? Was ist von einem Jungen zu halten, der sich als „Naturgeist“ beschreibt? Und was, wenn Vampire die Weltherrschaft anstreben? Um diese und andere fantastische Fragen kreisen die packenden Romane, die uns die Graff-Experten vorstellen. Viel Spaß mit den neuesten Fantasy- und SciFi-Werken des Monats!

Terra Mater, die Erde selbst, wehrt sich!
Tag 1, Orsett, England. Addy und ihre Freundin Sarah, die in einem Vorort von London leben, sind auf dem Weg zur Schule. Addy, die in der Enge Londons ständig unter Panikattacken litt, findet gerade wieder in den Alltag zurück – bis jetzt. Wie in Trance erleben die beiden, wie das in der Ferne liegende London bombardiert wird und die Skyline in Rauch und Asche verschwindet.
In all dem Durcheinander trifft Addy auf einen Jungen namens Casimir, der sich selbst als eine Art „Naturgeist“ beschreibt und eine gewisse Anziehungskraft auf sie ausübt. In ihm ruht eine außergewöhnliche Kraft, die ihm von der Erdmutter verliehen wurde, um zum Gegenschlag der Natur gegen die Menschheit ausholen zu können.
Doch nicht nur in Europa sind die Folgen dessen zu spüren. Überall auf der Welt wüten Stürme, Erdbeben erschüttern Städte und Sturmfluten treiben die Menschen in die Flucht. Die Pflanzen gewinnen die Oberhand und Terra Mater erwacht nach all den Jahren der Verdrängung wieder zum Leben. Im Buch blättern
Warum mir der Roman gefällt
In diesem Post-Apocalyptic-Roman beschreibt Jennifer Alice Jager eindrucksvoll, in welches Chaos die Menschheit stürzen würde, wenn die Erde selbst sich wehren könnte bzw. würde. Im Hinblick auf die aktuellen Prognosen bezüglich des Klimawandels hat mich Jennifer Alice Jagers „Awakening – Terra #1“ vollkommen fasziniert und gleichzeitig beunruhigt – denn die Häufigkeit der weltweiten Naturkatastrophen nimmt statistisch gesehen zu.
Jennifer Alice Jager Awakening – Terra #1 ISBN 978-3-401-60492-3, 256 Seiten, € 12,00, Arena. Bei Graff bestellen

Ein düsteres Familiengeheimnis und eine Reise in ein dunkles Reich
Amaia wirkt auf den ersten Blick wie jede andere 16-Jährige in ihrem Alter. Sie ist etwas unordentlich, liebt das Internet, die Musik und besonders das Tanzen. Doch anders als die anderen Mädchen in ihrem Alter lebt Amaia bereits seit mehreren Jahrzehnten und ist jetzt zum achten Mal 16 Jahre alt geworden.
Amaia hat viele Fragen und ist auf der Suche nach Antworten. Neben dem langsamen Alterungsprozess ist da auch noch die Tatsache, dass sie und ihre fünf Geschwister keinerlei Ähnlichkeit miteinander haben. Von ihren Eltern bekommt sie keine Auskunft. Stattdessen versuchen sie das Thema zu meiden, ziehen oft um und versuchen Amaia mit der Macht der Worte zu kontrollieren und zu beeinflussen.
Erst mit dem Tag, an dem der geheimnisvolle Noar Gefangener der Familie wird, nimmt ihr Leben eine rasante Wendung. Als ihre Familie in große Gefahr gerät, muss Amaia mit ihren Geschwistern und Noar nach Cassardim – das Reich der Toten – fliehen und stürzt sich dabei in ein turbulentes Abenteuer. Wem kann Amaia im Reich der Toten vertrauen? In einem Reich, in dem es vor Intrigen, Machtkämpfen, lebendigen Landschaften und fiesen Lebewesen nur so wimmelt? Im Buch blättern
Warum mir der Roman gefällt
Julia Dippel hat einen angenehmen Schreibstil, der mich von Beginn an in ihrer Urban-Fantasy-Geschichte versinken ließ. Das von ihr geschaffene Cassardim beschreibt sie mit faszinierenden Bildern wie dem Ewigen Fluss, dem Wandernden Wald oder dem Trockenen Meer, sowie interessanten Charakteren, mit denen ich mich sehr wohl fühle. „Cassardim – Jenseits der Goldenen Brücke“ ist ein gelungener Serienauftakt.
Julia Dippel Cassardim – Jenseits der Goldenen Brücke ISBN 978-3-522-50645-8, 528 Seiten, € 17,00, Planet! Bei Graff bestellen

Eine Sekte, ein Mord und eine Droge, die die Welt verändert
Taema und Tila sind siamesische Zwillinge und in einer Sekte fernab der Zivilisation aufgewachsen, doch jetzt konnten sie nach akribischer Planung entkommen. Nun leben sie in San Francisco und sind nach einer Operation zum ersten Mal in ihrem Leben voneinander getrennt. Dann kommt Tila eines Tages blutüberströmt in Taemas Wohnung, wo sie kurz darauf beide verhaftet werden. Tila soll einen Mord begangen haben. Doch Taema glaubt an ihre Unschuld.
Um ihre Schwester zu entlasten, lässt sie sich auf einen Deal mit einem Undercoverpolizisten ein, der sie als Tila ausgibt und mit ihrer Hilfe in die Tiefen des kriminellen Untergrunds der Stadt eintaucht. Dort kommen sie in Berührung mit einer gefährlichen, bewusstseinsverändernden Droge, die das ganze Land bedrohen könnte, und Taema muss sich Erkenntnissen stellen, die ihr gesamtes Weltbild in Frage stellen. Im Buch blättern
Warum mir der Roman gefällt
Laura Lam entführt den Leser mit ihrem Social-Science-Fiction-Roman in eine düstere Version der nahen Zukunft. „Dark World“ zu lesen fühlt sich an, als würde man einen rasanten Undercover-Actionfilm schauen, in dem man nie weiß, was als nächstes passiert. Die beiden Zwillingsschwestern Tila und Taema erzählen abwechselnd und man erfährt viel über ihre Vergangenheit als siamesische Zwillinge in einer fanatischen Sekte. Dringende Leseempfehlung für alle, die mal etwas Neues in einer Geschichte hören wollen!




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