Als die junge Journalistin Ellie einen Liebesbrief aus vergangener Zeit findet, sieht sie Parallelen zu ihrer eigenen heimlichen Liebe. Jojo Moyes‘ Roman „Eine Handvoll Worte“ steckt voller Gänsehautmomente.

Jojo Moyes‘ Liebesroman „Eine Handvoll Worte“ wurde für Netflix verfilmt

13. September 2021 | Stephanie Pointner

Titelbild Eine Handvoll Worte

Eine junge Journalistin findet einen alten Liebesbrief

Die junge Journalistin Ellie hat ihren Traumjob bei einer renommierten Zeitschrift in London ergattert. Eigentlich müsste sie überglücklich sein. Allerdings hat Ellie eine Affäre mit einem verheirateten Mann. Die ständige Eifersucht, wenn er Zeit mit seiner Familie verbringt, und der unerfüllte Wunsch, er könnte seine Frau für Ellie verlassen, beschäftigen diese regelmäßig; und darunter leidet auch die Qualität ihrer Arbeit. Für die Jubiläumsausgabe der Zeitschrift will Ellie daher einen besonders gelungenen Artikel liefern. Bei der Recherche im Archiv fällt Ellie ein etwa 40 Jahre alter Brief in die Hände, der sie zutiefst berührt. In dem Brief bittet der Verfasser eine Frau ihren Ehemann zu verlassen und mit ihm ins Ausland zu gehen. Ellie, die in dem Brief Parallelen zu ihrem eigenen Liebesleben findet, begibt sich auf die Suche nach der Geschichte hinter dem Brief.

Eine verbotene Liebe in einer Zeit der Unfreiheit

Es stellt sich heraus, dass es sich bei der Empfängerin der Briefe um die junge Jennifer handelte. Sie war zu jener Zeit mit einem wohlhabenden Mann aus der Oberschicht verheiratet und bekam stets alles, was sie wollte. Eigentlich hatte Jennifer ein wunderbares Leben, wäre da nicht Anthony gewesen: Schon bei ihrer ersten Begegnung verliebten sich Anthony und Jennifer unsterblich ineinander. Allerdings war eine Beziehung angesichts von Jennifers bereits bestehender Ehe undenkbar.

Ellie fragt sich, was sie von ihrer eigenen Liebe erwartet

Ellie setzt nun alles daran herauszufinden, wie es mit Jennifers und Anthonys Liebe weiterging und wie sie heute leben. Hierbei unterstützt sie der Archivmitarbeiter Rory. Je mehr Ellie über die wahren Hintergründe des Briefs und Jennifers heutiges Leben herausfindet, umso mehr muss sich Ellie die Frage stellen, was sie sich von ihrem eigenen Leben erwartet.

Jojo Moyes‘ Roman „Eine Handvoll Worte“ – ein Netflix-Film

Pünktlich zur Netflix-Verfilmung erscheint Jojo Moyes‘ Roman „Eine Handvoll Worte“ nun als Taschenbuch-Neuauflage mit Fotos aus dem Film. Die Bestsellerautorin verbindet in ihrem Roman auf gelungene Weise zwei Handlungsstränge miteinander. Sowohl Ellies Geschichte, als auch die von Jennifer sind gleichermaßen fesselnd, berührend und emotional. Sowohl Ellie, als auch Jennifer sind herrlich normale Persönlichkeiten auf der Suche nach dem Glück. Da beide Frauen sehr stark, sympathisch und humorvoll sind, wachsen sie einem schnell ans Herz und man folgt ihren Schicksalen umso gebannter. Einzig, dass Jennifers Geschichte deutlich mehr Platz bekommen hat, ist ein kleiner Kritikpunkt. Diese empfand ich gelegentlich als etwas ausschweifend und langatmig, wohingegen mir die Entwicklung von Ellies Beziehung zu Rory etwas zu kurz kam.

Große Emotionen, Gänsehautmomente und Liebesszenen

Die Idee, die sich hinter „Eine Handvoll Glück“ verbirgt, ist keine neue, aber Jojo Moyes hat sie sehr gelungen umgesetzt. Im Verlauf der Geschichte lesen wir immer wieder die ergreifenden Briefe zwischen Jennifer und Anthony, aber zum  Beispiel auch SMS zwischen Ellie und ihrer Affäre. Diese Wechsel setzt Jojo Moyes dramaturgisch raffiniert ein – die Briefe sind voller Gefühl, wohingegen die SMS eher kalt und berechnend wirken. Als Leser*in merkt man daher schnell, wer und was es ernst meint und man beginnt daher mit den beiden Protagonistinnen mitzufiebern, in der Hoffnung, dass sie ihre wahre Liebe finden. Trotz großer Emotionen, Gänsehautmomente und der einen oder anderen klischeehaften Liebesszene kommt dieser Roman mit wenig Kitsch aus und hat mir unterhaltsame Lesestunden beschert. „Eine Handvoll Worte“ gehört zu den besten Romanen, die Jojo Moyes verfasst hat. Die sympathische Ellie schafft es tatsächlich beinahe, mit der liebenswürdigen Lu aus „Ein ganzes halbes Jahr“ mitzuhalten.

Unsere Autoren-Empfehlung für Sie: Jojo Moyes

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