Elena Ferrante | BUCHSZENE

Elena Ferrante

Seit 1992 bereits veröffentlicht die Autorin, die sich hinter dem Pseudonym „Elena Ferrante“ verbirgt ihre Bücher anonym, da sie das Werk für wichtiger als dessen Urheberin hält. Und auch wenn mit dem weltweiten Erfolg ihrer „Neapolitanischen Saga“ das Interesse an der Person hinter dem Pseudonym wächst, ist und bleibt Elena Ferrante die große Unbekannte der Weltliteratur. Letztlich zählt allein der Inhalt – so rät der Boston Globe: „Jeder sollte alles lesen, wo Elena Ferrante draufsteht.“ Nach „Meine geniale Freundin“ (Bd. 1), „Die Geschichte eines neuen Namens“ (Bd. 2) und „Die Geschichte der getrennten Wege“ (Bd. 3) erscheint im Frühjahr 2018 unter dem Titel „Die Geschichte des verlorenen Kindes“ (Bd. 4) der letzte Band der Saga. Bereits vorher, ab Herbst 2017, erscheinen im Suhrkamp Verlag auch Elena Ferrantes frühere Romane „Lästige Liebe“, „Tage des Verlassenwerdens“ und „Frau im Dunkeln“.

Allen, die das Geheimnis um die sich hinter dem Pseudonym „Elena Ferrante“ verbergende Autorin bewegt, gab der Journalist Claudio Gatti einige spannende Hinweise. Claudio Gatti ist sich sicher, bei der Autorin, die als „Elena Ferrante“ veröffentliche, handle es sich um die Übersetzerin Anita Raja. Aber sowohl von Raja als auch von den Verlagen, die ihre Werke herausgeben, gibt es keine Bestätigung dieser These. Gatti führt seinen Beweis vor allem dadurch, dass er den plötzlich explodierten Wohlstand von Anita Raja in Bezug zum Erscheinen der Bestseller Elena Ferrantes setzt. Er führt an, dass sich Anita Rajas erstaunlicher Immobilienbesitz nicht mit ihrem Einkommen als Übersetzerin erklären lasse. Außerdem gäbe es sprachliche Gutachten, die mutmaßlich auf eine Identität Elena Ferrantes mit Anita Raja bzw. ihrem Ehemann Domenico Starnone, auch ein Schriftsteller, hindeuteten. Von Verlagsseite erfährt man lediglich, dass Elena Ferrante in Neapel geboren sein soll. So viele Fragen das Pseudonym Elena Ferrante aufwirft, so eindeutig ist die Wirkung ihrer Werke: „Meine geniale Freundin“ ist ein Weltbestseller, der auch bei Autorenkolleg*innen Begeisterung hervorruft. So schrieb etwa Ken Follett über den Roman: „Wenn ich ein Buch besonders stark finde, verschenke ich es so oft es geht. Momentan ist das ‚Meine geniale Freundin‘.“

Mehr zum Autor

Elena Ferrantes „Lästige Liebe“ ist eine psychologisch tiefgründige Mutter-Tochter-Geschichte
Titelbild Lästige Liebe

Gegenwartsliteratur | 1. Februar 2019 | Martina Darga

Zwei Jungen entdecken die Leiche einer kaum bekleideten Frau. Es ist Delias Mutter. Die Tochter kehrt nach Neapel zurück, um ihre Vergangenheit zu ergründen. „Lästige Liebe“ ist Elena Ferrantes Debüt.


Es ist zum Verzweifeln – Elena Ferrantes „Meine geniale Freundin“

Bestseller-Check Romane und Erzählungen | 10. November 2016 | Bernhard Berkmann

Um die Person, die sich hinter dem Pseudonym Elena Ferrante verbirgt, ranken sich Geheimnisse. Ihr neuestes Werk „Meine geniale Freundin“ wird von den Feuilletons gefeiert. Und dennoch ist unser Autor an diesem Roman verzweifelt. Hier erfahren Sie, warum. „Man verschlingt dieses Buch.“ Stern Es ist zum Verzweifeln: Elena Ferrantes neuer Roman, der durch die Enttarnung… Weiterlesen »