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Herzlichen Glückwunsch, Frau Keim, Sie haben den #stayhomeandwrite-Schreibwettbewerb von BUCHSZENE.DE und Piper Verlag gewonnen! Wie fühlt es sich an, über 800 Konkurrent*innen besiegt zu haben?
Dankeschön! Ich kann keine richtigen Worte für dieses wundervolle Gefühl finden. Das Bewusstsein der Menschen für die Umwelt scheint immer mehr zuzunehmen und ich bin dankbar für die Chance, einen winzigen Beitrag dazu leisten zu können. Meine „Konkurrenten“ haben unheimlich starke Werke präsentiert. Ich sehe die 800 anderen Teilnehmer nicht als meine „Konkurrenten“, sondern als Menschen, die wie ich Tag für Tag gegen das leere Papier kämpfen. Ich hoffe von ganzem Herzen, dass jeder einzelne von ihnen es schafft, seine Geschichte mit der Welt zu teilen – jede gute Geschichte verdient es, gehört zu werden.
Aber dass Sie gewonnen haben, ist ja nicht alles: Der Piper Verlag hatte eigentlich als Hauptpreis einen Vertrag mit Piper Digital ausgeschrieben, also für eine eBook-Ausgabe. Doch jetzt ist man so begeistert von Ihrer Romanidee „Was Schildkröten im Schilde führen“, dass Sie sogar einen Vertrag über ein gedrucktes Buch bekommen. Was sagen Sie dazu?
Ein gedrucktes Buch ist mein größter Kindheitstraum, der jetzt in Erfüllung geht. Ich bin überglücklich! Aber die Schildkröte würde sagen: „Für eine papierne Erstauflage müssten Bäume sterben! Von den CO2-Emissionen ganz zu schweigen!“
Worum geht es in Ihrem Roman „Was Schildkröten im Schilde führen“?
Eine umweltaktivistische Schildkröte versucht, die CO2-Emissionen in Deutschland zu verringern und macht dazu die Oberstufenschülerin Marlin zu ihrer Handlangerin.
Wie kamen Sie auf diese umweltaktivistische Schildkröte?
Ich habe sie letztens getroffen. Sie sagte, wir bewohnen den gleichen Planeten. Wir sind alle ein Teil der Natur, und wenn sich die Gleichgewichte verschieben, haben wir alle mit den Konsequenzen zu leben.
Welche Charakterzüge zeichnen die Schildkröte aus?
Sie beißt nicht, zumindest nicht physisch. Lernen Sie sie gerne selbst kennen (wenn Sie sich trauen!). Ich verrate nur so viel: harte Schale, weicher Kern und schlagfertig wie Sahne!
Die menschliche Hauptfigur ist die Schülerin Marlin. Könnten Sie sie bitte ein wenig beschreiben?
Marlin versucht ihrer Rolle als Schülerin, Tochter, Enkelin und junger Frau gerecht zu werden. Als wäre das nicht schon schwer genug, taucht auf einmal dieses kleine Reptil auf und stellt prompt ihr Leben auf den Kopf.
Hat es einen bestimmten Grund, dass Ihr Roman in Köln spielt?
Es gibt viele Gründe. Einer davon ist, dass ich dort großgeworden bin.
Die Waldbesetzung in Ihrer Geschichte hat mit der Besetzung des Hambacher Forsts ein reales Vorbild. Wie läuft die Besetzung mit Schildkröte ab?
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