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Jaron Lanier erklärt, warum Social Media unsere Freiheit bedrohen
Jaron Laniers „Zehn Gründe, warum du deine Social Media Accounts sofort löschen musst“ ist eine lohnenswerte Lektüre für alle, die sich im Internet bewegen. Denn anders als viele andere Bücher über das Netz zeigt Jaron Laniers Werk nicht nur die Auswirkungen von Social Media auf jeden einzelnen von uns. Der Autor, der zu den Tech-Pionieren des Silicon Valley zählt, erklärt vor allem auch, wie gefährlich Social Media für unsere freiheitliche Gesellschaft ist. Dabei verdammt er Social Media keineswegs.Wir sollten jetzt aus Social Media aussteigen, um ein neues, besseres Netz zu ermöglichen
Jaron Lanier sagt nur, dass wir jetzt sofort aussteigen sollten, um einen Neustart zu ermöglichen. Weil die Grundidee von Social Media eigentlich brillant ist. Weil aber die bestehenden Social Media Plattformen wie Facebook, Twitter & Co. unter Fehlern leiden, die bereits jetzt den Zusammenhalt unserer Gesellschaften und damit unsere Demokratie gefährden. Die sechs Thesen, die er „Zehn Gründe, warum du deine Social Media Accounts sofort löschen musst“ zugrunde legt, sind drastisch formuliert: Social Media führe zur „Arschloch-Herrschaft“, zu totaler Überwachung, es zwinge seinen Nutzern Inhalte auf und verändere ihr Verhalten auf ungute Weise, es sei ein „perverses Geschäftsmodell“ und es fördere die Existenz von Fake People und Lüge.„Zehn Gründe, warum du deine Social Media Accounts sofort löschen musst“ erklärt die „Arschloch-Herrschaft“
Die „Arschloch-Herrschaft“ werde dadurch begründet, so Jaron Lanier, dass extremere Inhalte sich in Social Media schneller verbreiten als gemäßigte. Die totale Überwachung kennen wir alle. Ihr mildestes Anzeichen sind die Werbeanzeigen, die an uns ausgespielt werden; und die natürlich gar nicht zufällig häufig Produktgruppen präsentieren, nach denen wir kürzlich erst zum Beispiel bei Google gesucht haben. Dadurch, dass die Algorithmen entscheiden, welche Inhalte wir sehen, ist es uns unmöglich, uns ein unabhängiges Bild von einem Thema zu machen. Die Suchmaschine zwingt uns Inhalte auf. Wir sehen nur das, was sie uns zeigen will. Wir verlieren damit auch die Fähigkeit, uns in die Gedankenwelten anderer Menschen hineinzuversetzen. Es ist das Filterblasenphänomen. Damit einher geht eine Radikalisierung: Jemand, den die Social Media Plattform als grundsätzlich offen für Trump-Sprüche erkannt hat, wird sie mit immer mehr Trump-Sprüchen füttern.Wir tun nicht mehr das, was wir tun wollen, sondern das, was als Post gut ankommt
Zehn Gründe, warum du deine Social Media Accounts sofort löschen musst
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