Sebastien de Castell: Spellslinger – Karten ... | BUCHSZENE

Keiner glaubt an Kellens magische Kräfte. Doch der 16-Jährige gibt nicht auf und gerät dadurch in höchste Lebensgefahr. Sebastien de Castells „Spellslinger – Karten des Schicksals“ ist feine Fantasy.

Sebastien de Castells „Spellslinger – Karten des Schicksals“ liefert einen durchdachten Plot

8. Mai 2020 | Anna Schnitzler

Titelbild Spellslinger

©PhotochechCZ shutterstock-ID 404124109

Wie du dir einen Magiernamen verdienen kannst

„Wer sich bei den Jan‘Tep einen Magiernamen verdienen will, muss drei Voraussetzungen erfüllen. Die erste Voraussetzung ist die Kraft, die eigene Familie zu verteidigen. Die zweite ist die Fähigkeit die hohe Magie auszuüben, die unser Volk schützt. Die dritte besteht einfach nur darin sechzehn Jahre alt zu werden. Wenige Wochen vor meinem Geburtstag wurde mir klar, dass ich wohl keine dieser drei Anforderungen erfüllen würde.“

Wer in „Spellslinger“ nicht das Zeug zum Magier hat, wird Diener

Kellen hat ein Problem, ein großes Problem: Wenn er es nicht bald schafft seine Magiebänder, armbandförmige Tätowierungen, die die verschiedenen Arten von Zauberei repräsentieren, aufzubrechen kann er niemals ein wahrer Magier werden. Stattdessen wird der knapp Sechszehnjährige ein Diener werden, der nicht einmal schwächste Magie anwenden darf und der den wahren Zauberern ergeben sein und ihnen wie ein Sklave gehorchen muss. Aber statt dass seine kümmerlichen magischen Kräfte wachsen, werden sie immer schwächer.

Eine Schummelei kostet Kellen fast das Leben

Um zu beweisen, dass er dennoch einen Magiernamen verdient hat und seiner Familie Ehre einbringen kann, nimmt Kellen im Rahmen des Unterrichts an einem Duell teil. Doch dabei geht etwas schief. Denn seine Schwester Shalla weiß nicht, dass Kellen schummelt. Und so greift sie ihn – in der festen Überzeugung, er können sich schützen – an. Aber Kellen ist nicht mächtig genug und so bringt sie ihn fast um. Es ist die Daroman Ferius Parfax, die zufällig vor Ort ist und Kellen gerade noch so vor dem Tod rettet.

Es besteht der Verdacht, dass Ferius eine Spionin ist

Ab da nahmen die Dinge ihren Lauf: Kellen bekommt den Auftrag Ferius zu beobachten. Es besteht der Verdacht, dass sie eine Spionin ist. Außerdem wird Kellen Opfer von Schikanen und selbst seine zwei Freunde wenden sich von ihm ab. Als er dann auch noch ein Schutztier bekommt, das von seinem ganzen Stamm gefürchtet wird und als Verbündeter der uralten Feinde gilt, ist er sich sicher, dass ihn seine Ahnen verflucht haben.

Eine kratzbürstige Baumkatze und eine fiese Verschwörung

Gemeinsam mit seinem Schutztier Reichis, das sich als kratzbürstige Baumkatze herausstellt, erfährt er von einer Verschwörung, die sein ganzes Volk bedroht. Als auch noch Shalla und Ferius entführt werden, platzt Kellen endgültig der Kragen. Er beschließt, die beiden mit Reichis Hilfe zu befreien und die Verschwörung aufzudecken. Das geht jedoch gehörig schief – Kellen wird gefasst. Immerhin versucht der Anführer der Verschwörung Kellen zu überreden, mit ihm zusammenzuarbeiten. Wird er die richtige Entscheidung treffen? Was passiert, wenn die Verschwörung nicht das Einzige ist, was seine Familie und sein Volk bedroht? Und welche Rolle spielt eigentlich Ferius Parfax?

Was ich von Sebastien de Castells „Spellslinger“ halte

Sebastien de Castell hat mit „Spellslinger – Karten des Schicksals“ eine Geschichte mit mutigem Protagonisten kreiert. Dieser Kellen lässt sich wirklich nichts gefallen. Aber auch die anderen Figuren haben ihre festen Rollen, wenngleich diese nicht von Anfang an klar sind. Der Plot ist ausgefeilt, genau durchdacht und steckt voller Überraschungen. Man fiebert die ganze Zeit mit und wartet nur auf das nächste Unheil, in das Kellen zwangsläufig geraten muss. Ein rundum gelungenes Buch!

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