Die Schriftstellerin Kathrin Lange und die Biologin Susanne Thiele legen mit „Probe 12“ einen Thriller über antiobiotikaresistente Keime vor. Johanna Wimmer verrät, ob es sich lohnt, den Roman zu lesen.

Kathrin Lange und Susanne Thiele greifen in „Probe 12“ ein brandaktuelles Medizin-Thema auf

17. Januar 2022 | Johanna Wimmer

Titelbild Probe 12

Der getötete Wissenschaftler hatte ein ehrgeiziges Lebensziel

Georgy Anasias, ein führender Wissenschaftler aus Georgien, wird in seinem Labor ermordet. Sein Lebensziel war es, ein Mittel gegen antibiotikaresistente Keime zu finden und zwölf Proben hat er auch schon entwickelt. Die Wissenschaftsjournalistin und Ziehtochter von Anasias, Nina Falkenberg, reist daraufhin nach Berlin, um herauszufinden, was mit dessen Bakteriophagen passiert ist und wer jetzt Anspruch auf sie hat. (Phagen sind die natürlichen Feinde von antibiotikaresistenten Bakterien.)

Sylvie leidet unter einem antibiotikaresistenten Keim

Sylvie, die Tochter der Bloggers Tom Morell, leidet an einem schwer behandelbaren, antibiotikaresistenten Keim. Ihre Chancen stehen sehr schlecht, weshalb sich ihre Eltern auf die Suche nach einer alternativen Heilmethode machen wollen. Anasias‘ Phagen könnten die Rettung sein. Tom macht Nina ausfindig, um mit ihr über die Verwendung der Phagen zu sprechen. Doch auch andere Leute haben Interesse an den Phagen, die für die ganze Welt Bedeutung haben. Zusammen wollen sie Sylvies Leben retten und Politikern zeigen, dass Phagen wirksam sind. Doch auch andere haben ihre Finger im Spiel und die Polizei ermittelt sogar gegen Anschläge auf Krankenhäuser.

„Probe 12“ ist ein Thriller über ein brandaktuelles Thema

Kathrin Langes und Susanne Thieles Thriller „Probe 12“ ist sehr aktuell und man erfährt viel über Antibiotika und ihre Alternativen, über die man sich informieren sollte, weil es immer mehr antibiotikaresistente Keime gibt. Für Laien wird das Thema immer wieder verständlich erklärt, und obwohl er von zwei Autorinnen verfasst wurde, ist der Roman leicht und flüssig zu lesen. Die Kapitel sind teilweise verwirrend, da mittendrin ein Orts- und Sichtwechsel stattfindet. Es ist schon richtig, dass die Protagonisten im Mittelpunkt stehen, trotzdem ist es schade, dass andere Charaktere so kaum zur Sprache kommen. Sylvie ist wichtig für den Handlungsverlauf, hat aber kaum Sprechzeit.

Eine Liebesgeschichte und die politische Situation in Deutschland

Abgesehen von den Namen Nina, Tom und Max und der – fast zwangsläufigen – Liebesgeschichte, gibt es spannende Kehrtwenden, obwohl erfahrene Thrillerleser*innen das Ende vermutlich schon nach den ersten Kapiteln erahnen werden. Phagen haben eine weltweite Bedeutung. „Probe 12“ greift allerdings nur die politische Lage in Deutschland auf; bis auf ein, zwei andere Länder, die erwähnt werden, ist alles auf Deutschland zentriert. Natürlich haben die Protagonisten auch Feinde: die Russen. Trotz der ebengenannten Kritik ist der Roman gelungen und empfehlenswert für alle, die sich für medizinische Themen begeistern.

 

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