Luis Sellano: Portugiesisches Erbe - Krimi Tipp | BUCHSZENE

Luis Sellanos Krimi „Portugiesische Rache“ versetzt den Leser in Lissabons düsterste Gassen

Portugiesische Rache

© Johannes Wiebel/punchdesign, München, unter Verwendung von Motiven von shutterstock.com (Carlos Caetano, Pakhnyushchy, Tetiana Chernykova)

18. September 2017 | Bernhard Berkmann


Luis Sellanos Krimis „Portugiesisches Erbe“ und „Portugiesische Rache“ entführen in die düstersten Gassen Lissabons. Der geheimnisvolle Autor dieser atmosphärischen Romane stammt, so heißt es, aus Deutschland …


Artefakte, die mit ungelösten Kriminalfällen in Verbindung stehen

Es ist noch gar nicht lange her, da war Henrik Falkner Polizist in Deutschland. Doch wenn er gedacht hatte, sein Leben würde durch das Erbe seines Onkels – ein Haus im malerischen Lissabon samt Antiquitätengeschäft – ruhiger werden, dann hatte er sich getäuscht. Denn Martin hatte in seinem Laden nicht nur Kuriositäten aller Art gesammelt, sondern auch Artefakte, die im Zusammenhang mit ungelösten Kriminalfällen stehen. Und so gerät auch Henrik schon bald auf die Spur eines versuchten Mords. Davon erzählt Luis Sellano im ersten Band seiner atmosphärischen Krimireihe, er ist mit „Portugiesisches Erbe“ betitelt.

Der Sterbende hat Stunden vorher ein Buch bei ihm gekauft …

Aber auch im Fortsetzungsroman „Portugiesische Rache“, den man ohne Vorkenntnis von „Portugiesisches Erbe“ genießen kann, wird Henrik völlig unerwartet von einem Verbrechen überrascht: Luis Sellanos Hauptfigur steht an der Bar der Musikkneipe Esquina, und wartet auf seinen Mojito, da flammt hinter ihm plötzlich Unruhe auf. Rufe übertönen die Musik, eine Frau kreischt, ein Stuhl kippt. Dann taumelt ihm ein Mann aus der Menge direkt in die Arme. Erst als Henrik ihn behutsam auf den Boden legt, sieht er das Blut, das aus dessen Bauch hervorquillt.

Eine atemlose Jagd durch Lissabons düsterste Gassen

„Dunkel wie Portwein und klebrig wie der Kirschlikör, den sie unten am Largo de São Domingos ausschenkten“, so bildhaft formuliert es Luis Sellano. Henrik ist sofort bewusst, dass er den Mann kennt: Der Sterbende hat vor drei Stunden ein Buch bei ihm gekauft. Gemeinsam mit der temperamentvollen Polizistin Helena versucht Henrik den Mörder zu stellen. Als auch noch deren Tochter entführt wird, beginnt für sie eine atemlose Jagd durch Lissabons düsterste Gassen.

Luis Sellano
Luis Sellano

Hinter dem Pseudonym „Luis Sellano“ verbirgt sich ein deutscher Autor. Auch wenn Stockfisch bislang nicht als seine Leibspeise gilt, liebt Luis Sellano Pastéis de Nata und den Vinho Verde umso…
Zur Biografie von Luis Sellano

Luis Sellano
Luis Sellano

Hinter dem Pseudonym „Luis Sellano“ verbirgt sich ein deutscher Autor. Auch wenn Stockfisch bislang nicht als seine Leibspeise gilt, liebt Luis Sellano Pastéis de Nata und den Vinho Verde umso…
Zur Biografie von Luis Sellano

Mehr zur Rubrik
Claudia Rikl, Autorin von „Der stumme Bruder“, gewährt tiefe Einblicke in ihre schriftstellerische Arbeit
Titelbild Der stumme Bruder

Krimis und Thriller Werkstattbericht | 31. Mai 2019 | Redaktion

Wie schreibt man einen Krimi? Selten hat eine Autorin ähnlich detailliert über die Hochs und Tiefs während ihrer literarischen Arbeit erzählt wie Claudia Rikl, Autorin des Krimis „Der stumme Bruder“.

I.L. Callis‘ Thriller „Im Jahr der Finsternis“ spielt am Vorabend der Europawahl 2019
Im Jahr der Finsternis

Bücher gewinnen Gewinnspiel-Highlights Krimis und Thriller | 24. Mai 2019 | Martina Darga

Was wäre, wenn einer der mächtigsten Männer der Welt ermordet würde, um eine entscheidende Wahl zu beeinflussen? I.L. Callis‘ Thriller „Im Jahr der Finsternis“ entwirft ein erschreckend reales Szenario.

Ray Celestins „Todesblues in Chicago” versetzt uns ins Amerika der frühen 20er Jahre
Titelbild Todesblues in Chicago

Frau Bluhm liest Krimis und Thriller | 17. April 2019 | Frau Bluhm

Eine Tochter verschwindet, ein Tatortfotograf findet eine Leiche ohne Augen – und jemand versucht Al Capone mit Champagner zu vergiften. Frau Bluhm liest Ray Celestins „Todesblues in Chicago“.

In Bernhard Aichners „Bösland“ wird ein Mädchen auf einem Dachboden brutal ermordet
Titelbild Bösland

Krimis und Thriller | 11. März 2019 | Birte Vandar

Zieht Gewalt unweigerlich neue Gewalt nach sich? In Bernhard Aichners fulminantem Roman „Bösland“ scheint es so. Alles beginnt mit dem Selbstmord eines Vaters. Und es kommen immer mehr Leichen hinzu.