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Ken Folletts „Das Fundament der Ewigkeit“ erzählt von einem jungen Liebespaar in den Wirren von Politik und Religion

Das Fundament der Ewigkeit

Shutterstock: © Michael Warwick - Bildnummer: 223844917

11. September 2017 | Annika von Schnabel | Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten


Ken Folletts „Das Fundament der Ewigkeit“ versetzt uns ins 16. Jahrhundert und in das Leben und Lieben des besten Spions der englischen Königin. Werden Ned und Margery zusammenfinden?

Ken Follets „Das Fundament der Ewigkeit“ stellt ein junges Paar ins Rampenlicht

Er ist jung, idealistisch und ein Spion. Sie ist auch jung, außerdem tapfer und sogar bereit für eine gute Sache Gesetze zu brechen. Ned und Margery sind ineinander verliebt. Doch ihre Liebe ist verboten. Denn die Helden von Ken Folletts „Das Fundament der Ewigkeit“ leben im 16. Jahrhundert, als es Protestanten und Katholiken verboten ist zu heiraten.

Ned ist Spion der Königin Elisabeth I.

Mit seinem neuesten Wurf, einem farbig ausstaffierten Historienroman katapultiert uns Ken Follett in die Zeit Königin Elisabeths I. Ned Willard ist ihr bester Spion. Für die Monarchin ist es ein großes Glück, diesen intelligenten, toughen Briten an ihrer Seite zu wissen, denn sie kämpft an vielen Fronten und Europa versinkt in Problemen: Katholiken und Protestanten bekämpfen einander, von Edinburgh bis Genf lodern die Feuer des Kriegs.

Sie war verführerisch und setzte das auch ein

Mit Elisabeth Tudor stellt Ken Follett eine faszinierende Herrscherin ins Rampenlicht. „Sie war nicht wirklich schön“, erklärt der Bestsellerautor im Interview, „aber sie war verführerisch und wusste ihre Weiblichkeit zu ihrem Vorteil einzusetzen.“ In der Tat war Elisabeth I. ebenso durchsetzungsfähig wie ihr Vater Heinrich VIII. Dieser ging keiner Auseinandersetzung aus dem Weg, nicht einmal der mit dem Papst, als Heinrich sich scheiden lassen wollte, das Kirchenoberhaupt ihm dies jedoch untersagte. Elisasbeths Vater beschloss hierauf kurzerhand, dass der Papst nicht mehr gebraucht werde. „Ich werde Oberhaupt der Kirche von England“, so zitiert ihn Ken Follett fasziniert.

Europa war entsetzt – man wollte sie beseitigen

Als dann Elisabeth Königin wurde und England zu einem protestantischen Land machte, sei Europa entsetzt gewesen. Man wollte sie beseitigen. „Aber sie hat sehr geschickt agiert, sie hat vorgetäuscht, dass sie einen katholischen Prinzen heiraten könnte, und alle dachten, wenn sie einen katholischen Mann heiratet, wird er sie zur Vernunft bringen und England wird wieder katholisch. Also flirtete sie jahrzehntelang mit diesen Männern und hielt tatsächlich alle damit zum Narren.“

Hat Neds und Margerys Liebe eine Chance?

Einer ihrer wichtigen Helfer in diesem Ränkespiel ist Ned. Er ist bereit für die Königin bis an die Grenzen gehen. Wäre da nur nicht die Liebe! Als Top-Spion der Herrscherin könnte sich Ned die schönste Frau unter vielen aussuchen. Aber er liebt Margery Fitzgerald. Hat diese Liebe in den Wirren eines der brutalsten Jahrhunderte der europäischen Geschichte eine Chance?

Ken Follett tauchte für seine Recherchen tief ins 16. Jahrhundert ein

Wie in seinen anderen Werken auch, zieht Ken Follett in „Die Fundamente der Ewigkeit“ alle Register seiner Erzählkunst. Der Roman ist sauber recherchiert. In jeder Zeile spürt man, dass es Ken Follett Freude machte, tief in die Zeit einzutauchen: „Es fasziniert mich immer, wie das Leben in früheren Zeiten war, was man gegessen, was man getragen hat und welche Bräuche man pflegte, die sich so sehr von unseren eigenen unterscheiden. Ich habe großen Spaß daran. Ich genieße es, mich mit Personen zu beschäftigen, die wie wir sind, aber unter ganz anderen Umständen leben.“ Diesen Spaß und diesen Genuss spürt man beim Lesen von „Die Fundamente der Ewigkeit“ in jeder Zeile.

Ken Follett
Ken Follett

Geboren 1949 in Cardiff, zog Ken Follett als Zehnjähriger nach London. Wie Margery, die Heldin seines Romans „Das Fundament der Ewigkeit“, wurde er streng religiös erzogen.
Zur Biografie von Ken Follett

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Ken Follett
Ken Follett

Geboren 1949 in Cardiff, zog Ken Follett als Zehnjähriger nach London. Wie Margery, die Heldin seines Romans „Das Fundament der Ewigkeit“, wurde er streng religiös erzogen.
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