„Kick-Ass Women“ von Mackenzi Lee | BUCHSZENE

Sie sind Wissenschaftlerinnen und Verbrecherinnen, Sportlerinnen und Friedensstifterinnen. Mackenzi Lee stellt in „Kick-Ass Women“ Frauen vor, die auf ihre ganz eigene Art Geschichte schrieben.

In „Kick-Ass Women“ stellt Mackenzi Lee ziemlich ungewöhnliche starke Frauen der Geschichte vor

11. April 2019 | Annika von Schnabel

Kick-Ass Women

Mackenzi Lee

Kick-Ass Women

ISBN 978-3-518-46957-6

174 Seiten | € 20,00

Suhrkamp

Es gibt sie, die Heldinnen, die Geschichte schrieben

Zu oft werde lediglich Männern sowohl ein Platz am Tisch der Geschichte als auch überhaupt eine mehrschichtige Persönlichkeit zugestanden, findet Mackenzi Lee. Um aber wahre Gleichberechtigung zu erreichen, müsse über Frauen genauso gesprochen werden wie über Männer. Es gibt sie nämlich, die Heldinnen, die Geschichte und Geschichten schrieben.

Wenn alte, weiße Männer damit ein Problem haben

Nur werden ihre herausragenden Leistungen oftmals nicht entsprechend gewürdigt, weil alte, weiße Männer damit ein Problem haben. Oder haben wir schon einmal von der mächtigsten Verbrecherkönigin New Yorks gehört? Oder von der russischen selfmade Panzerkommandeurin, die Nazis jagte? Von der Jiu-Jitsu-Suffragette, der gefährlichsten Piratin der Weltmeere?

Sie sind moralisch nicht ganz einwandfrei

Dieses Buch versammelt 52 starke Frauen der Geschichte. Sie sind, das hält Mackenzi Lee bereits im Vorwort fest, „moralisch nicht ganz einwandfrei. Manche waren gewalttätig, rücksichtslos und kriminell. Dass sie Eingang in das Buch gefunden haben, bedeutet nicht, dass ich ihre illegalen oder grausamen Aktivitäten gutheiße. Dieses Buch ist vielmehr der Versuch, Frauen einen Platz in der Geschichtsschreibung zu geben und sie als die komplexen, dreidimensionalen Menschen darzustellen, die sie nun mal sind.“

Wissenschaftlerinnen, Sportlerinnen und Verbrecherinnen

So ist „Kick-Ass Women“ eine Sammlung von zweiundfünfzig Frauen, quer durch die Zeit, über den Globus, sozioökonomische Verhältnisse, sexuelle Identität und Hautfarbe hinweg. Es sind Königinnen darunter, Wissenschaftlerinnen, Sportlerinnen, Politikerinnen, Spioninnen, Kriegerinnen, Friedensstifterinnen und Verbrecherinnen. Sie waren Trendsetterinnen, Erfinderinnen, haben rebelliert und sind zu neuen Grenzen vorgestoßen.

Jede zeigt auf ihre Weise, wie man ein starker Mensch sein kann

Jede habe ihr, so stellt Mackenzi Lee fest, „auf ihre eigene Art beigebracht, eine starke Frau und ein starker Mensch zu sein, und ich hoffe, dass auch andere Kraft und Inspiration aus den Geschichten schöpfen, und zur nächsten Generation heranwachsen, die die Welt verändert.“ So schön wie das Buch gestaltet ist und so fein wie die Auswahl der porträtierten Frauen getroffen wurde, dürfte dieser Wunsch in Erfüllung gehen.


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