Die junge Hélène lebt in zwei sehr unterschiedlichen Welten
Mit elf Jahren lebt Hélène in zwei Welten. Während der Schulzeit wohnt sie mit ihrer Familie im katholischen Aix-en-Provence. Alle Ferien verbringt sie in Neuilly nahe Paris bei der Familie ihres Onkels. Da der reiche Bruder ihres Vaters statt der ersehnten Tochter Söhne bekam, überschüttet er seine Nichte mit Luxus – und Liebe.Véronique Olmis „Die Ungeduldigen“ erzählt von drei Schwestern
Für Hélène ist das ein Balanceakt. Auch wenn sie ihr zweites Leben gelegentlich genießt, schätzt sie ihren vertrauten „Platz in der Töchterreihe“ zu Hause: „zwischen Sabine, der Ältesten, und Mariette, der Jüngsten, den Mittelplatz, der ihr Halt gab, als läge sie zwischen ihren Schwestern in einem schmalen Bett, geschützt von dieser Enge“.Ein einfaches Elternhaus, eine enge und ignorante Welt
Sabine leidet unter ebendieser Enge im einfachen Elternhaus – und in der Provinz: Obwohl die Schulleiterin seit Mai 1968 montags nicht mehr die Namen der Schülerinnen an die Tafel schreibt, die sie am Wochenende mit einem Jungen gesehen hat, bleibt diese Welt geprägt von Engstirnigkeit und Ignoranz.Die Schwestern befreien sich und stürzen sich ins Paris der 70er Jahre
Die Ungeduldigen
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