Eine diebische Katze, ein Haufen Magie und mysteriöser Geheimnisse. Auch die Lektüre von Band 2 von Sebastien de Castells „Shadowblack – Karten des Schicksals“ macht unserer Rezensentin richtig Spaß.

Sebastien de Castells Fantasy-Roman „Shadowblack – Karten des Schicksals“ ist witzig und geheimnisvoll

18. Januar 2021 | Anna Schnitzler

Titelbild Shadowblack

©George Mayer shutterstock-ID 6252289

Es gibt Karten, die die Macht haben, den Lauf der Geschichte zu verändern

Ferius schürzte die Lippen, musterte die Karten, griff dann in ihre schwarze Lederweste und zog ihr eigenes Deck heraus. Wie sie mir erklärt hatte, repräsentierte jede Farbe ein anderes Volk und seine Gepflogenheiten. „Konkordanzen“ nannte sie diese Karten. Es gab aber auch noch Sonderkarten, von denen Ferius behauptet, sie wären bei jedem Agrosi anders – die sogenannten „Diskordanzen“, auf denen Menschen oder Ereignisse dargestellt waren, die den Lauf der Geschichte ändern konnten. „Dann mal los“, sagte Ferius. „Aber nächstes Mal geht’s rund, Rosie.“

Die andere Frau ließ sich ihr gegenüber nieder und legte ihre Karten mit der Bildseite nach oben aus. Ferius tat es ihr gleich. „Was soll das werden?“, fragte ich verwundert.

„Eben wolltet ihr euch noch prügeln, und jetzt …“

Ferius blickte auf. „Wonach sieht’s denn aus, Jungchen? Wir spielen Karten.“

„Shadowblack – Karten des Schicksals“ – Band 2 der Spellslinger-Serie

Wir befinden uns im zweiten Band von Sebastien de Castells Serie „Spellslinger – Karten des Schicksals“. Der erste Band hieß „Spellslinger – Karten des Schicksals“. Nun, in der Fortsetzung, hat Kellen die Verschwörung aufgehalten. Er konnte das Leben der Magier retten. Dadurch erfuhren aber auch alle, dass er den Schwarzschatten hat, eine Krankheit die jeden Jan‘Tep Magier zu Mördern macht. Dadurch sieht er sich gezwungen von seinem Jan‘Tep Clan und dessen Oase fort zu gehen.

Eine Baumkatze, die klaut, was das Zeug hält, sorgt für Ärger

Also flieht Kellen, der jetzt den Nachnamen Argos trägt, gemeinsam mit der Baumkatze Reichis und seinem „Geschäftspartner“ Ferius, um zu einem Agrosi ausgebildet zu werden. Dies ist aber keinesfalls so toll wie erhofft. Denn überall, wo sie ankommen, sorgen Kellen oder Reichis dafür, dass sie weiterziehen müssen. Reichis klaut, was das Zeug hält und das brockt ihnen einigen Ärger ein. Da Kellen der einzige ist, der Reichis verstehen kann, wird er oft missverstanden und verprügelt.

Anscheinend wurde auf Kellens Tod eine Prämie ausgesetzt

Als sie mal wieder aus einem kleinen, versoffenen Kaff fliehen müssen, um nicht aufgespießt und verbrannt zu werden, werden sie von zwei Magiern angegriffen, die es auf Kellen abgesehen haben. Anscheinend wurde auf Kellens Tod eine Prämie ausgesetzt. Gerade noch rechtzeitig können sie von einer anderen Agrosi gerettet werden.

Ist Seneira wirklich blind? Auch sie trägt das Shadowblack-Mal

Dessen Begleiterin ist ein vermeintlich blindes Mädchen. Sein Name ist Seneira und wie sich herausstellt, trägt auch sie ein Shadowblack-Mal. Allerdings unterscheiden sich ihre Schwarzschatten von Kellens. Denn Seneira wird immer wieder von Anfällen heimgesucht, bei denen sie Stimmen hört, die ihren Verstand angreifen. Alle gemeinsam ziehen sie weiter in die Stadt, aus der Seneira kommt. Dort muss sie feststellen, dass ihr jüngerer Bruder ebenfalls an der Krankheit leidet.

Ein weiterer Verstoßener taucht auf, auch er verfügt über Magie

Aus heiterem Himmel taucht plötzlich Dexan Videris auf und behauptet, er könne die Krankheit heilen. Auch bei ihm handelt es sich um einen Verstoßenen wie Kellen und er sagt ihm wie man sie nennt: „Spellslinger“ sind all jene, die nur über einen Hauch von Magie verfügen und vom eigenen Clan verbannt worden sind. Anfangs ist Kellen begeistert, doch nach einigen Vorfällen schleichen sich Zweifel ein. Und warum unterscheidet sich Kellens Schwarzschatten von dem von Seneira und ihrem Bruder? Als dann noch weitere Erkrankte entdeckt werden, kommen Ferius, Kellen und Reichis einer neuen Verschwörung auf die Schliche. Gemeinsam mit Seneira und der andren Agrosi namens Rosie versucht das Trio die Geheimnisse aufzudecken und ein Heilmittel zu finden.

Eine Prise Humor, eine Prise Blut und viele spannende Geheimnisse

Auch in „Shadowblack – Karten des Schicksals“, seinem zweiten Band der Spellslinger-Reihe, gelingt es Sebastien de Castell die Leser*innen mit Kellen, Ferius und Reichis mitfiebern und über eine neue Verschwörung rätseln zu lassen. Mit Kellens Einfallsreichtum, Ferius‘ Gewitztheit und Reichis eher unterhaltsamer Blutrünstigkeit, wird das Buch nie langweilig. Es werden immer mehr Puzzleteile aufgedeckt, mit dem wir dem Geheimnis und der Geschichte des Shadowblack-Mals näherkommen. Gespannt warten wir auf den dritten Teil, denn eines interessiert uns brennend: Wie die Reise der drei Helden weiter geht!

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