Literarische Alternativen für Deutschland.

„Wenn das der Führer wüsste…“ Bunte Republik Deutschland, 12. Woche 2016. Status: Es wird Frühling.

Literarische Alternativen für Deutschland.

27. März 2016 | Redaktion

Allmähliches Abklingen der sonntäglichen Wahlgesänge. Frauke haut weiter auf die Pauke, irgendwo in Bayern irrlichtert ein Vollhorst durchs Gebirge. Nirgends eine Obergrenze. Für nichts und niemanden.

Die flüchtigen Modefarben dieses Polit-Frühlings sind: staatstragendes bis abgetragenes Schwarz, verblassendes Rot in zwei Schattierungen, verwaschenes Grün, aufgefrischtes Gelb. Ein aggressiv angeschmutztes, geschickt zusammengemischtes deutsches Novemberbraun. Und unter einem Himmel, der weiterhin blau ist, stehen „besorgten Bürgern“ noch weitaus besorgtere gegenüber. Was nun? Was tun?

Trost, Erkenntnis, Dystopie

Wir suchen nach Erkenntnis. Und, leider schwer zu finden, Trost in der Literatur. Denn wer nach literarischen Alternativen für Deutschlands Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft Ausschau hält, wird schnell bei den Dystopien fündig: In der satirischen Ausformung von Alternativwelten waren Schriftsteller bereits vor Jahrzehnten anderen weit voraus. Da wird die Zeit nicht mit Landtagswahlkämpfen verplempert, da gewinnt das Tausendjährige Reich direkt den Zweiten Weltkrieg. Wie in Philip K. Dicks 1962 erstmals erschienenen Roman Das Orakel vom Berge, in dem sich Hitlerdeutschland und Japan ganz einfach die USA teilen – eine unter dem Originaltitel The Man in the High Castle auch bei uns höchst erfolgreiche, aktuelle amerikanische Fernsehserie.

In Robert Harris‘ kriminell spannendem Bestseller Vaterland steht Groß-Europa nicht nur unter der Herrschaft der Nazis, sondern auch im Kalten Krieg mit den USA. „Wehret den Anfängen“, sagt da der Brite Stephen Fry und versucht in seinem bitterbösen Roman Geschichte machen mit der verhinderten Geburt Hitlers das Übel direkt bei der Wurzel zu packen: Wenn das der Führer wüßte!
In diesem jetzt in einer Neuauflage vorliegenden, höchst lesenswerten, satirisch-parodistischen Bestseller aus dem Jahr 1966 treibt der Österreicher Otto Basil den Wahnsinn des Nationalsozialismus auf eine ebenso bittere wie einsame Spitze. Zu möglichen Parallelen zur Gegenwart und deren Entwicklung lesen Sie bitte den Klappentext oder fragen Sie Ihren Buchhändler oder Ihre Buchhändlerin. Wer eines dieser glänzenden Exemplare literarischer Alternativen für Deutschland etwas genauer kennen lernen möchte, kann sich aus dem trüben Teich der Neueren Geschichte ja einfach mal eines angeln: Es lohnt sich. Petry Heil!


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