Alle Schlau macht der Mai – Buchblogger*innen empfehlen ihre Lieblingskinderbücher | BUCHSZENE.DE

Bücher sind Schätze – sie ermöglichen es bereits Kindern, gemeinsam mit ihren Held*innen gefahrfrei Erfahrungen zu sammeln. Unsere Buchblogger*innen stellen die wertvollsten Kinderbücher des Monats vor.

Alle Schlau macht der Mai – Buchblogger*innen empfehlen ihre Lieblingskinderbücher

25. Mai 2021 | Kolumne: Redaktion

Kinderbuchtipps Mai 2021

Kinderbuchtipp von Saskia (@saskiaschuricht):

NEIN! Jeder der Kinder hat, hat dieses Wort sicherlich schon einmal gehört.
Bei der Protagonistin in Anne Hassels und Eva Künzels Buch „Lisa und das Nein“ ist „Nein“ das absolute Lieblingswort: „Nein, ich möchte noch nicht aufstehen. Nein, ich möchte mich noch nicht anziehen. Nein, ich möchte noch länger spielen. Nein, nein und nochmals nein.“ Egal, was Mama und Papa sagen, Lisa antwortet immer dasselbe, nämlich „Nein“! Aber irgendwann merkt sie, dass es Situationen gibt, in denen ein Ja besser wäre. Zu dem überlegt Lisa, ob es nicht gut wäre, wenn sich das „Nein“ und das „Ja“ abwechselten. Denn es gibt Momente, da passt das „Ja“ besser – und dann gibt es wieder welche, wo ein „Nein“ auch gut ist. Letztendlich gehören beide jedoch zum Leben dazu.

Warum mir das Buch gefällt:

Liebevoll verpackt Anne Hassel das typische kindliche Verhalten in eine wunderbare Geschichte. Die Illustrationen sind geprägt durch die Farben Rot (Nein) und Blau (Ja). Am Ende der Geschichte zieren beide Farben gemeinsam die letzte Seite. Und so kommt es zu einer Balance zwischen einer Zustimmung, dem „Ja“ und einer Ablehnung, dem „Nein“. Die Geschichte ist sehr nah an der Realität, denn sicher haben alle Eltern und Großeltern schon einmal in einer ähnlichen Situation gesteckt, in der das Kind nur „Nein“ geäußert hat. Die Kinder gewinnen durch dieses Buch einen Blick von außen und können so das Wort „Nein“ aus einer anderen Perspektive sehen. Und auch für Eltern ist es ein zauberhaftes Buch – dank Schmunzelfaktor und einem kleinen Tipp!

Anne Hassel Lisa und das NEIN ISBN 978-3-96843-008-9, 32 Seiten, € 19,95. Carl-Auer Verlag.   Hier bestellen

Ab 3 Jahre

In „Lisa und das NEIN“ blättern

Lisa und das NEIN

Kinderbuchtipp von Daniela (@mamaliestvorundbloggt):

Die Ente fühlt sich beobachtet. Sie ist nicht allein. Der Tod begleitet sie schon eine Weile, „nur für den Fall.“ Zuerst erschrickt die Ente vor dem Schädel auf der karierten Kutte, da sie glaubt, er kommt sie jetzt holen. Doch dann stellt sie fest, dass der Tod in friedlicher Absicht gekommen ist. Die beiden lernen sich kennen, philosophieren tagelang über das Leben und das Sterben. Nach einem Gründel-Ausflug auf den Teich wärmt die Ente den Tod mit ihrem Federkleid. Eines Abends aber ist der Abschied gekommen: Die Ente stirbt. Der Tod schickt sie mit der schwarzen Tulpe, die er die ganze Zeit schon hinter dem Rücken bei sich getragen hatte, auf ihre letzte Reise den Fluss hinunter und schaut ihr „fast ein wenig betrübt“ hinterher.

Warum mir das Buch gefällt:

Irgendwann stellt jedes Kind die Frage nach dem Ende des Lebens. Dabei sind Kinder neugierig. Sie gehen oft viel unbefangener mit diesem Thema um, um das manche Erwachsene lieber einen Bogen machen. Das Leben und der Tod gehen Hand in Hand, das verdeutlicht Wolf Erlbruch in diesem Buch einfühlsam und mit Blick auf das Wesentliche. „Der Tod sieht lieb aus“, sagte meine fast 5-jährige Tochter, als wir das mit leichten Strichen gezeichnete Buch gemeinsam lasen. In der Tat wird er von Wolf Erlbruch nicht als etwas Angsteinflößendes dargestellt, sondern als behutsamer Begleiter, der uns mit sich nimmt, wenn es an der Zeit ist, zu gehen. So kann die gemeinsame Lektüre und Auseinandersetzung mit diesem tiefsinnigen und berührenden Buch dabei helfen, dem Tod den Schrecken zu nehmen und ihn aus einem anderen Blickwinkel zu sehen.

Wolf Erlbruch Ente, Tod und Tulpe ISBN 978-3-88897-461-8, 32 Seiten, € 14,90. Kunstmann Verlag.   Hier bestellen

Ab 4 Jahre

In „Ente, Tod und Tulpe“ blättern

Ente, Tod und Tulpe

Kinderbuchtipp von Susanne (@familienbuecherei):

Heute ist Aufräumtag und Pudel Hugo freut sich schon richtig darauf. Aber Katze Kalina hat gerade gar keine Zeit. Sie muss erst noch an ihrer Dinowelt weiterbasteln. Hugo lässt aber nicht locker, auch wenn Kalina eine Ausrede nach der anderen erfindet. Nachdem Hugo Kalina versprochen hat, nach dem Aufräumen mit ihr zu spielen, erklärt sie sich doch einverstanden. Aber auch das geht nicht ohne Diskussionen – und der ordentliche Hugo ist mit Kalinas Aufräumstrategien nicht so ganz einverstanden.

Warum mir das Buch gefällt:

Die Geschichte kommt mit viel Augenzwinkern und ohne erhobenen Zeigefinger daher und ist sowohl für Kinder als auch den erwachsenen Vorleser sehr lustig. Kalinas abschließende, humorvolle Erkenntnis können Kinder sehr gut nachvollziehen.

Olivia Huth Ich liebe Aufräumtage! ISBN 978-3-96594-035-2, 32 Seiten, € 13,00. Südpol Verlag   Hier bestellen

Ab 3 Jahren

In „Ich liebe Aufräumtage!“ blättern

Ich liebe Aufräumtage!


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