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Jenny Colgan im Gespräch über ihren Roman „Sommer in der kleinen Bäckerei am Strandweg“

Sommer in der kleinen Bäckerei am Strandweg

Shutterstock: © Fedorovacz - Bildnummer: 515588614

12. Juni 2017 | Interview: Redaktion | Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten


Eine kleine Backstube an der Küste Cornwalls – mit „Sommer in der kleinen Bäckerei am Strandweg“ bringt uns Jenny Colgan die Fortsetzung ihres Erfolgsromans „Die kleine Bäckerei am Strandweg“. Die Geschichte erzählt von Polly Waterford und ihrer kleinen Bäckerei an der englischen Küste. Mit BUCHSZENE.DE spricht die Autorin über ihre Liebe zu Zügen, woher sie ihre Inspiration nimmt und worauf ihre Fans sich in Zukunft freuen dürfen.


Frau Colgan, Ihr Bestsellerroman “Die kleine Bäckerei am Strandweg” handelt von Polly, einer jungen Frau, die an die Küste von Cornwall zieht. Nachdem sie ihren Job verloren hat und ihre Beziehung gescheitert ist, will sie mit einer kleinen Bäckerei den Neustart wagen. Wie geht die Geschichte in Ihrem neuen Roman „Sommer in der kleinen Bäckerei am Strandweg“ weiter?

Nun in meinem neuen Roman hat es Polly mit dem Kauf eines alten Leuchtturms mal wieder hoffnungslos übertrieben. Sie findet es romantisch dort zu leben, obwohl es ihr nur Probleme bringt und sie schließlich kein Geld mehr hat. Polly versucht verzweifelt ihren Traum zu leben, aber natürlich ist das viel schwerer als sie denkt. Vor allem dann, wenn ihre Bäckerei und ihre Beziehung auf der Kippe stehen. Oft geht es auch um Neil den Papageientaucher. Vielleicht sogar zu oft.

Ihre Bücher leben von Ihren wunderbar merkwürdigen Charakteren. Inwiefern sind diese Figuren durch Personen aus Ihrem Umfeld beeinflusst?

Ha, ich denke nicht, dass sie merkwürdig sind. Aber ich mag kleine Gemeinschaften – dort wo ich lebe kennt jeder deinen Namen und weiß, was du tust. Da müssen alle miteinander auskommen und die Eigenheiten des Anderen akzeptieren.

Sie wurden in Schottland geboren, verbringen heute viel Zeit in Frankreich. Woher kommt Ihre tiefe Liebe zu Cornwall, die sich in vielen Ihrer Romane und auch in „Sommer in der kleinen Bäckerei am Strandweg“ äußert?

Als Kind bin ich mit meiner Familie immer nach Cornwall in den Urlaub gefahren und habe es einfach geliebt. Es war immer sonnig und schön dort, es gab so viel leckeres Essen und wir verbrachten dort einfach glückliche Zeiten. Ich wollte daran in meinen Büchern anschließen.

Neben unzähligen Liebesromanen haben Sie auch schon Science-Fiction geschrieben. Stichwort Doctor Who. Wie passt das zusammen?

Also ich glaube, dass niemand nur an einer Sache interessiert ist. Ich liebe es, romantische Komödien zu lesen und zu schreiben, aber ich mag auch Science-Fiction wirklich gerne. Deshalb bin ich sehr glücklich, dass ich beide Sachen machen kann. Wie die meisten Menschen mag ich alle Arten von Büchern.

Sie haben einmal erzählt, dass Sie es lieben Ihre Bücher in Zügen zu schreiben. Wo kommt diese Liebe für Züge her?

Das ist seltsam, weil ich es nicht wirklich weiß. Es ist einfach so. Letzte Woche habe ich meine Kinder runter an die Küste gebracht, weil der Flying Scotsman, der alte Dampfzug, zurückfuhr. Und auch wenn ich einmal die Woche den Übernachtungszug zwischen London und Edinburgh nehme – heute tatsächlich auch – bin ich jedes Mal wieder aufgeregt.

Als ich eine Zeit lang in Cannes lebte, habe ich manchmal den Hochgeschwindigkeitszug nach Paris genommen, nur um dort mit einem Freund Mittag zu essen. Ich will unbedingt einmal mit dem Zug nach Berlin fahren und mit dem Nachtzug von St. Petersburg nach Moskau mitten im Sommer, wenn es die ganze Nacht hell ist.

Gibt es noch andere Orte, die Sie als Schriftstellerin inspirieren?

Schottland ist auch eine große Inspiration für mich. Ich habe eine lange Zeit in Übersee, in den Niederlanden und in Frankreich gelebt. Nach Hause zu kommen war dann irgendwie immer komisch, aber auch wunderschön. Als Kind habe ich es nie wirklich wertgeschätzt, wie grün und wunderschön es war. Die Landschaft ist so herrlich wie sonst kaum etwas auf der Welt und die nördlichen Inseln, wie die Orkneys und Shetland, sind für mich einfach magische Orte.

„Sommer in der kleinen Bäckerei am Strandweg“ enthält auch einige leckere Rezepte Ihres Hauptcharakters Polly. Sind Sie auch eine leidenschaftliche Bäckerin?

Ich backe sehr viel, aber nicht übermäßig gut. Ich mache guten Zitronenkuchen und meine Scones sind auch nicht schlecht.

An welchem Projekt arbeiten Sie zurzeit? Und dürfen sich Ihre Fans vielleicht auf neue Abenteuer rund um die kleine Bäckerei am Strandweg freuen? 

Es wird drei Bücher zur kleinen Bäckerei am Strandweg geben, das Nächste spielt im Winter. Ich hoffe sehr, dass es den Lesern gefällt. Und dann schreibe ich zurzeit noch an einer Serie, die auf einer fern abgelegenen, schottischen Insel spielt. Im Vereinigten Königreich ist die schon sehr gut angekommen, ich hoffe, dass sie auch den deutschen Lesern gefallen wird.

Jenny Cogan
Jenny Colgan

Nach ihrem Studium an der Universität von Edinburgh, arbeitete Jenny Colgan zunächst sechs Jahre lang im Gesundheitswesen, ehe sie sich voll und ganz auf das Schreiben konzentrierte.
Zur Biografie von Jenny Colgan

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Jenny Cogan
Jenny Colgan

Nach ihrem Studium an der Universität von Edinburgh, arbeitete Jenny Colgan zunächst sechs Jahre lang im Gesundheitswesen, ehe sie sich voll und ganz auf das Schreiben konzentrierte.
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