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Jubiläum: „Eheglück? Reiner Zufall.“ Eine Hommage an Jane Austen
Ihr Werk „Stolz und Vorurteil“ bewegt noch heute die Herzen – heuer jährt sich Jane Austens 200. Todestag

Jane Austen

18. Juli 2017 | Klaus-Dieter Müller | Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten


Romantikalarm! Sittliche Gesinnung, ironische Brechung, Vergnügen an der Verführung – eine Erinnerung an Jane Austen zum 200. Todestag der unsterblichen Schriftstellerin

„Was für ein schrecklich heißes Wetter! Es hält mich in einem Zustand dauernder Uneleganz.“

Jane Austen, am 16.12.1775 in Steventon in der englischen Grafschaft Hampshire als siebtes von acht Kindern einer Pfarrersfamilie geboren, hat schon früh Zugang zu Bildung und Wissen. Mit 12 Jahren beginnt sie zu schreiben – eines der literarisch elegantesten, satirischen Talente Englands, das Zeit seines kurzen Lebens unter dem Pseudonym „by a lady“ publiziert. Als sie am 18. Juli 1817 mit 41 Jahren im nahen Winchester stirbt, hinterlässt „Shakespeares jüngere Schwester“ der Welt nicht viel mehr als ihre sechs Romane – aber damit ein ganzes literarisches Universum, das auch 200 Jahre später Frauen und Männer jeden Alters rund um den Globus in Entzücken versetzt.

„Glück in der Ehe ist allein eine Sache des Zufalls.“

Sollten Sie zu den wenigen Unglücklichen gehören, denen bislang das Vergnügen versagt war, ein begeisterter Leser dieser geschliffen formulierenden, scharf beobachtenden, wundervoll-ironischen Schriftstellerin zu sein, dann beenden Sie diesen unwürdigen Zustand: „Die Person, sei es ein Herr oder eine Dame, die kein Vergnügen an einem guten Roman findet, muss unerträglich dumm sein“, heißt es in ihrem Roman „Northanger Abbey“. Jane Austens Stil, ihr Witz, ihre Themen sind zeitlos – nicht zuletzt die Frage, wie sich Frau im Leben behaupten und, trotz aller oft selbstauferlegten Hindernisse, die große romantische Liebe finden kann. Die muss ja nicht immer Mr. Darcy heißen. Und in einer der zahlreichen Austen-Verfilmungen als junger Colin Firth tropfnass aus einem Teich steigen. Aber schön wäre es schon … Wozu Jane Austen, deren Werk vom Vergnügen an der Verführung lebt, höchst aktuell bemerkt: „Wie oft wird die Freude durch Vorbereitungen verdorben, durch törichte Vorbereitungen! Wieso gönnen wir uns den Genuss nicht sofort?“

Beeindruckendes Festprogramm anlässlich von Jane Austens 200. Todestag

Anlässlich von Jane Austens 200. Todestag legt die Grafschaft Hampshire ein großangelegtes Veranstaltungsprogramm – janeausten200.co.uk – auf. Die Ausstellung „The Mysterious Miss Austen“ zeigt u.a. das einzige zu ihren Lebzeiten entstandene Portrait, das ihre Schwester Cassandra, die wie Jane unverheiratet blieb, von ihr gezeichnet hatte; die ein Familienmensch war – man wünschte allerdings, so Elsemarie Maletzke, eine ihrer Biografinnen, „es wären in ihrem Leben ein paar Neffen und Nichten weniger und ein paar Romane mehr erschienen.“

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Geboren 1775 in Steventon, Hampshire, als Tochter des Pfarrers George Austen, begeisterte sich Jane Austen dank der umfangreichen Bibliothek ihres Vaters früh für Literatur und begann bereits im Alter von…
Zur Biografie von Jane Austen

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