Der Tote im Whiskey-Fass. Ivy Paul im Interview | BUCHSZENE

Ivy Pauls Liebe für Whiskey und Irland

Ivy Paul

© privat

27. März 2017 | Interview: Ingola Lammers


Die Autorin über Erotik, Tote im Whiskey-Fass und Kartoffelsalat

Was eine Leiche im Whiskey-Fass macht? Sie verdirbt den Whiskey! Im Gespräch mit buchszene.de erklärt Ivy Paul, die bislang vor allem erotische Romane schrieb, die Untiefen ihres ersten Irland-Krimis. Außerdem verrät sie wie man Familie und das Schreiben von Krimis unter einen Hut bringt, was Irland und seine Bewohner auszeichnet und was sie sich für die Zukunft wünscht.

Frau Paul, eine Leiche im Whiskey-Fass? Das ist ja ungewöhnlich! Kommt man da wirklich bei einem Glas Tullamore Dew drauf? Und lässt das tief blicken?

Um ehrlich zu sein: Es musste ein abscheuliches Verbrechen sein. Sehr, sehr abscheulich sogar. Da musste schlicht die Leiche ins Whiskey-Fass; was ist schlimmer als einen guten Whiskey zu ruinieren?

Ist „Der Tote im Whiskey-Fass“ Ihr erster Krimi?

Mein erster richtiger (Cozy-)Krimi.

Bislang kennt man Sie als Autorin von Romance-Titeln, von erotischen Romanen, in denen Sie auch gern mal ein Rätsel aufgeben – gibt es da eine Verbindung zu „Der Tote im Whiskey-Fass“?

Ich würde behaupten, die Freude daran, den Protagonisten und die Leser ein wenig zu verwirren und eine spannende Geschichte zu erzählen, die ich selbst gern lesen würde. Und beide Genres leben natürlich von interessanten Charakteren. Eine gute Story steht und fällt mit den Figuren.

Und was hat es mit Ihrer Irland-Liebe auf sich, mit der Sie in Ihrem Krimi nicht hinterm Berg halten?

Oh, wie könnte man Irland nicht lieben? Nirgendwo auf der Welt gibt es so viele Grüntöne möchte ich behaupten, und die Menschen sind von höflich und hilfsbereit gegenüber Fremden und geben sich sehr entspannt. Wenn man dort ist, hat man das Gefühl die Uhren ticken anders. Ich liebe sehr vieles an Irland:
Die Musik, die Landschaft, die Leute, den Whiskey, die Geschichte – und den besten Kartoffelsalat meines Lebens hab ich in Irland gegessen.

Schreiben und Familie? Eine Sache der Disziplin oder der Flexibilität?

Sowohl als auch, man braucht die Disziplin, auch mal zu sagen, „Ich muss das jetzt fertig machen, geht allein zum Schwimmen etc.“ und die Flexibilität zu sagen: „Ich kann heute Abend weiterarbeiten, lasst uns schwimmen gehen.“ Wenn man beides beherrscht, ist man auf der sicheren Seite. Und natürlich hilft es ungemein, dass meine Familie an einem Strang mit mir zieht.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Ein bisschen mehr der Betulichkeit in Cozykrimis, Happy Ends wie in den Liebesromanen und Abenteuer, die mit denen aus Fantasygeschichten mithalten können.

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